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Di, 27. Februar 2024, 10:59 Uhr

GSK Glaxo Smith Kline Plc.

WKN: A3DMB5 / ISIN: GB00BN7SWP63

GSK: Drittes Quartal zufriedenstellend - Sorgen um die Zantac-Causa überwiegen im Markt - Aktienanalyse


27.11.23 17:51
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - GSK-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Raphael Schicho, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von GSK plc. (ISIN: GB00BN7SWP63, WKN: A3DMB5, Ticker-Symbol: GS71, London Stock Exchange-Symbol: GSK, NASDAQ OTC-Symbol: GLAXF) weiterhin zu kaufen.

Zu Beginn des Monats November habe GSK die Ergebnisse für das dritte Quartal 2023 veröffentlicht. Der Umsatz sei um 4% auf GBP 8,1 Mrd. und der bereinigte operative Gewinn um 64% auf GBP 1,9 Mrd. gestiegen. Das Wachstum des Unternehmens sei durch starke Verkäufe des Gürtelrose-Impfstoffs Shingrix und des neuen RSV-Impfstoffs Arexvy getragen worden.

GSK rechne für 2023 mit einem weiteren Wachstum, wobei der Umsatz um 12% bis 13% und das bereinigte operative Ergebnis um 13% bis 15% steigen sollten. Das entspreche einer leichten Anhebung beider Zahlen.

Die Aktie habe am Tag der Veröffentlichung zunächst Kursgewinne verbuchen können, den Tag allerdings klar im Minus geschlossen, nachdem die Sorgen über die schwache Pipeline und den Zantac-Rechtsstreit überwogen hätten.

Das am besten performende Segment von GSK sei die Impfstoff-Sparte, wo GSK einer der größten Anbieter sei und auch im dritten Quartal wieder sehr starke Zahlen habe vorweisen können. So hätten die Umsätze der Sparte im letzten Quartal einen Rekordwert von GBP 3,22 Mrd. erreicht, was einem Anstieg von 34% gegenüber dem Vorquartal entspreche. Star sei hier Arexvy, der erste von der FDA zugelassene Impfstoff gegen RSV. Dieser Impfstoff sei erst Mitte August 2023 auf den Markt gekommen, der Umsatz habe sich allerdings schon auf GBP 709 Mio. belaufen. Die Analysten der RBI würden davon ausgehen, dass das Produkt des Unternehmens aufgrund seiner höheren Wirksamkeit und seines günstigeren Sicherheitsprofils im Vergleich zu Abrysvo (Impfstoff eines Mitbewerbers) weiterhin eine führende Position auf dem weltweiten RSV-Impfstoffmarkt einnehmen werde. Zudem komme ein Umsatzanstieg beim Shingrix-Impfstoff, der zur Prävention von Gürtelrose und postherpetischer Neuralgie zugelassen worden sei. Sein Umsatz habe sich im dritten Quartal auf GBP 825 Mio. belaufen, was einem Anstieg von 15,7% im Vergleich zum Vorjahr entspreche.

In der Zantac-Causa seien im Oktober weitere Vergleiche ausgezahlt worden. Der Rechtsstreit laste immer noch auf den Schultern der Aktie und werde wohl so bald nicht gelöst sein. Die Analysten der RBI würden sich hier in die pessimistischen Stimmen einreihen und mit Gesamtkosten von ungefähr GBP 4 Mrd. rechnen.

Für die Analysten der RBI sei die Pipeline von GSK ein ernüchternder Faktor. Sie würden den Nettobarwert auf GBP 13 Mrd. schätzen. Dem gegenüber hätten jährliche Forschungs- und Entwicklungsausgaben von GBP 5,5 Mrd. im letzten Geschäftsjahr gestanden. Die Firma gebe 19% des Jahresumsatzes für F&E aus, was sie zwar in das obere Mittelfeld der Branche bringe, allerdings mit mageren Ergebnissen. GSK könne nur eine schwache Pipeline vorweisen, was sich dämpfend auf zukünftige Umsätze auswirken sollte.

Die Bewertung von GSK sei nach allen Kennzahlen sehr attraktiv. Wer also einen "Pharma Value Pick" suche, sei hier gut aufgehoben. Vor allem die EV/Sales und EV/EBIT Multiples seien mit jeweils 2,4 und 9,0 deutlich unter den Werten von Vergleichsunternehmen. GSK könne außerdem hohe Margen aufweisen, die weiter steigen würden. Die Bruttomarge habe zuletzt bei 71% gelegen, auch klar höher als der Durchschnitt in der Industrie. Die Dividendenrendite liege knapp unter 4% und somit im Mittelfeld.

Der Aktienkurs des Unternehmens habe sich in den letzten Monaten aufgrund von drei wesentlichen Faktoren seitwärts bewegt. Der erste sei die wachsende Besorgnis über den laufenden Rechtsstreit um Zantac. Der zweite Faktor sei der Inflation Reduction Act von US-Präsidenten Biden, der auch GSK durch die Medicare Preisverhandlungen treffen könnte. Und der dritte sei die nach wie vor schwächelnde Pipeline. Trotz dieser Probleme sähen die Analysten der RBI bei GSK auch einige positive Faktoren. Allen voran die anhaltende Nachfrage nach Impfstoffen. Trotz des verstärkten Wettbewerbs auf dem globalen Grippeimpfstoffmarkt könne sich das Impfsegment nämlich gut behaupten. Zudem seien die steigenden Margen, die Erhöhung des Ausblicks auf das Gesamtjahr, niedrig- bis mäßige Verschuldung und die attraktive Bewertung positiv zu beurteilen.

Raphael Schicho, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, kommt daher durch einen Vergleich zu ähnlichen Unternehmen mithilfe der KGV und EV/EBIT Multiples auf ein leicht herabgesetztes Preisziel von GBp 1.600 (GBP 16) und bleibt auf einem Kauf der GSK-Aktie. (Analyse vom 27.11.2023)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze GSK-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs GSK-Aktie:
16,23 EUR -1,61% (27.11.2023, 17:40)

LSE-Aktienkurs GSK-Aktie:
1.415,80 GBp -0,48% (27.11.2023, 17:29)

ISIN GSK-Aktie:
GB00BN7SWP63

WKN GSK-Aktie:
A3DMB5

Ticker-Symbol GSK-Aktie:
GS71

LSE-Symbol GSK-Aktie:
GSK

NASDAQ OTC-Symbol GSK-Aktie:
GLAXF

Kurzprofil GSK plc.:

GSK (ISIN: GB00BN7SWP63, WKN: A3DMB5, Ticker-Symbol: GS71, London Stock Exchange-Symbol: GSK, NASDAQ OTC-Symbol: GLAXF) ist ein weltweit führendes, forschungsorientiertes Gesundheitsunternehmen, das sich der Entwicklung innovativer Arzneimittel verschrieben hat. Das Portfolio von GSK ist breit gefächert, von der Prävention über die Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen bis zur Therapie von lebensbedrohlichen Krankheiten. (27.11.2023/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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