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Fr, 2. Dezember 2022, 4:28 Uhr

Fehlende Nachfrage und Überangebot belasten Nickel


16.09.22 17:40
BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - Nickel präsentiert sich weiterhin extrem schwankungsfreudig, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Allein seit Beginn dieses Monats habe sich das silbrig-weiße Industriemetall um mehr als 15 Prozent auf rund 23.500 Dollar je Tonne verteuert. Vielen Marktteilnehmern stehe der Short Squeeze im März dieses Jahres noch lebhaft vor Augen, als der Nickelpreis innerhalb kürzester Zeit auf das Dreieinhalbfache - auf über 100.000 Dollar je Tonne - gestiegen sei. Seither hätten die Aktivitäten an der Londoner Metallbörse LME deutlich nachgelassen, was wiederum einen deutlichen Anstieg der Volatilität nach sich gezogen habe. Mit den zunehmenden weltweiten Konjunktursorgen sei der Absturz gekommen. Zumindest auf kurze Sicht spreche aktuell nicht allzu viel für einen deutlichen Anstieg der Nickelnotierungen: Den Angebotsproblemen an den Industriemetallmärkten stünden nach wie vor erhebliche Nachfragesorgen gegenüber. Erst jüngst sei der Corona-Lockdown in der chinesischen Stadt Chengdu verlängert worden; ein untrügliches Zeichen dafür, dass Peking - zumindest noch - weiterhin an seiner strikten Null-Covid-Strategie festhalte.

Schwache Konjunktur begrenze Aufwärtspotenzial

Gerade für Nickel seien dies wenig erbauliche Nachrichten, da das Reich der Mitte laut Daten von World Stainless Steel 2021 mit 56 Prozent der mit Abstand weltweit größte Verbraucher dieses so genannten Übergangsmetalls gewesen sei. Die Folge: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sei der Nickelmarkt mit insgesamt 30.800 Tonnen überversorgt gewesen. Vor Jahresfrist habe zu dieser Zeit noch ein Angebotsdefizit von rund 125.000 Tonnen geklafft. Nennenswertes Aufwärtspotenzial würden Experten erst im kommenden Jahr im Zuge einer Erholung der globalen Konjunktur sehen. (16.09.2022/ac/a/m)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.