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So, 5. Dezember 2021, 12:56 Uhr

Evotec

WKN: 566480 / ISIN: DE0005664809

Evotec: Pipeline mit riesigem Potenzial - Aktienanalyse


31.01.20 12:45
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - Evotec-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten in einer aktuellen Aktienanalyse zum Kauf der Aktie des Wirkstoffforschers Evotec SE (ISIN: DE0005664809, WKN: 566480, Ticker-Symbol: EVT, Nasdaq OTC-Symbol: EVOTF).

Mit einem Feuerwerk an News habe Evotec-CEO Werner Lanthaler das neue Jahrzehnt begrüßt. "Wir wollen die Schlagzahl hochhalten. Vielleicht nicht in der Dynamik wie im Januar. Aber mit zunehmender Größe und der wachsenden Anzahl der Projekte in einem sichtbaren Portfolio wird unser Newsflow weiter hoch bleiben. Unsere Pipeline ist jedenfalls sehr gut gefüllt und wir werden auch wichtige Fortschritte in der klinischen Entwicklung sehen", habe Lanthaler im Gespräch mit der "Vorstandswoche.de"gesagt.

"Zudem ist unsere operative Entwicklung einfach sehr stark. Wir sind ein nachhaltig profitables Unternehmen und haben einen langfristigen Plan, wie wir den Shareholder Value von Evotec nach und nach weiter steigern können." Im Januar sei der offizielle Startschuss für den Bau einer Anlage für die Herstellung von Biologika für die späte klinische Entwicklung und kommerzielle Produktion in den USA über die Konzerntochter Just - Evotec Biologics erfolgt. Die Anlage solle Ende 2021 in Betrieb genommen werden. Erste Umsätze aus der Anlage erwarte der CEO im Verlauf des kommenden Jahres.

Für das Vorhaben dieser J.POD-Anlage habe Evotec zudem einen ersten Kunden präsentieren können. Es handele sich hierbei um Merck & Co bzw. die Marke MSD. MSD erhalte schon heute gesicherte Produktionskapazitäten der neuen Anlage und leiste eine Abschlagszahlung von 15 Mio. US-Dollar. Im Verlauf des Jahres wolle Lanthaler weitere Partner für die Produktion von Biologika präsentieren. Nach Erachten der Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" sei Amgen ein idealer Partner. "Ich bin zuversichtlich, dass wir früher oder später mit Amgen ins Geschäft kommen." Das Umsatzpotenzial der Anlage schätze Lanthaler perspektivisch auf deutlich mehr als 200 Mio. Euro bei einer operativen Marge von mindestens 30%. Schlussendlich sei das Potenzial aber davon abhängig, inwiefern Evotec die Kapazitäten für die eigenen Produkte aus Partnerprojekten benötige. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich unsere Investition von ca. 80 Mio. US-Dollar sehr schnell auszahlen wird", sage Lanthaler.

Ein starkes Signal nach Hamburg habe jüngst ebenfalls einer der wichtigsten Partner von Evotec gesendet. Celgene sei von Bristol-Myers Squibb (BMS) aufgekauft worden. Die Partner würden beabsichtigen, mit ihrer im Dezember 2016 geschlossenen Allianz, krankheitsmodifizierende Therapieoptionen für eine Vielzahl neurodegenerativer Erkrankungen zu identifizieren. Die Entscheidung, zusätzliche Zelllinien hinzuzufügen, löse eine Meilensteinzahlung von 6 Mio. US-Dollar aus. Im Zuge der Übernahme habe es durchaus den einen oder anderen Zweifler gegeben, dass Celgene unter dem Dach von BMS möglicherweise die Zusammenarbeit mit Evotec nicht fortführen könnte. "Die Meldung beweist, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Türen zu BMS sind offen."

Weiter massiv ausgeweitet habe Lanthaler die Zusammenarbeit mit einem ebenfalls sehr bedeutenden Partner: Bayer. Beide Firmen hätten eine neue strategische Allianz mit Fokus auf polyzystisches Ovarialsyndrom. Das Meilensteinpotenzial liege bei mehr als 330 Mio. Euro. "Bayer positioniert sich in der Frauengesundheit als die Nummer 1. Das Schöne an der Sache ist, dass wir dafür ein sehr wichtiger Partner sind und am Erfolg in den nächsten Jahren massiv profitieren können", so der CEO.

Evotec habe inzwischen eine sehr große Pipeline an Partnerprojekten, die einen Potenzialwert von mehreren Milliarden Euro haben dürfte. Aber nicht jedes Projekt werde ein Erfolg werden. Partner könnten Projekte aus den unterschiedlichsten Gründen beenden. Sanofi habe jüngst angekündigt, sich aus der Diabetes- und Herzkreislauf-Forschung zurückzuziehen. Evotec verfolge ein Diabetes-Projekt mit Sanofi. "Das ist ein besonders interessantes Programm. Sollte Sanofi aussteigen, fallen die Rechte an uns kostenfrei zurück und wir könnten es neu verpartnern", erkläre der CEO. Insgesamt hätten an diesem Programm in den letzten 5 Jahren gut 40 Wissenschaftler gearbeitet.

Das Jahr 2019 sei für Evotec exzellent verlaufen. Den Umsatz würden die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" bei rund 420 Mio. Euro erwarten. Das entspreche einem Plus von 15% gegenüber dem Vorjahr. Beim EBITDA habe der CEO jüngst einen Zuwachs von mindestens 25% in Aussicht gestellt statt zuvor um mindestens 15%. Somit würden die Aktienexperten für 2019 mit einem EBITDA von 115 bis 120 Mio. Euro rechnen. Das Nettoergebnis werde unter dem Niveau des Jahres 2018 liegen. Das liege vor allem an Einmaleffekten. "Wir steuern Evotec nicht primär nach Nettoergebnissen. Unser Ziel ist Wachstum und eine nachhaltige Profitabilität beim EBITDA jenseits der Marke von 100 Mio. Euro", sage Lanthaler. Im Jahr 2020 dürfte Evotec erneut um ca. 10% wachsen. Bei den Hamburgern werde das EBITDA in diesem Jahr durch den Wegfall der Sanofi-Subvention beeinflusst. Hierbei handele es um einen Betrag von 20 Mio. Euro. "Wir erwarten ein starkes Jahr und werden in 2020 unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung sogar noch deutlich ausweiten. Trotzdem wäre es natürlich ein toller Erfolg, wenn wir unter diesen Umständen das EBITDA aus 2019 halten können", fasse der CEO zusammen. Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" würden es für sehr wahrscheinlich halten, dass Evotec auch in 2020 ein EBITDA von etwa 115 Mio. Euro erzielen werde.

Evotec sei auf dem besten Weg, sich zu einem Plattform- und Infrastruktur-Anbieter zu etablieren, der für die Industrie systemrelevant sei. Langfristig würden die Aktienexperten einen Börsenwert von 10 Mrd. Euro für machbar halten.

Unser Alt- und Dauerfavorit Evotec ist an schwachen Tagen stets ein Kauf, so die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 31.01.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Evotec-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Evotec-Aktie:
24,45 EUR -0,53% (31.01.2020, 12:11)

Tradegate-Aktienkurs Evotec-Aktie:
24,52 EUR -1,53% (31.01.2020, 12:27)

ISIN Evotec-Aktie:
DE0005664809

WKN Evotec-Aktie:
566480

Ticker-Symbol Evotec-Aktie Deutschland:
EVT

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Evotec-Aktie:
EVOTF

Kurzprofil Evotec SE:

Die Evotec SE (ISIN: DE0005664809, WKN: 566480, Ticker-Symbol: EVT, Nasdaq OTC-Symbol: EVOTF) ist ein Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsunternehmen, das in Forschungsallianzen und Entwicklungspartnerschaften mit führenden Pharma- und Biotechnologieunternehmen, akademischen Einrichtungen, Patientenorganisationen und Risikokapitalgesellschaften innovative Ansätze zur Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte zügig vorantreibt. Die Evotec SE ist weltweit tätig und ihre mehr als 2.900 Mitarbeiter bieten ihren Kunden qualitativ hochwertige, unabhängige und integrierte Lösungen im Bereich der Wirkstoffforschung und -entwicklung an.

Dabei deckt die Evotec SE alle Aktivitäten vom Target bis zur klinischen Entwicklung ab, um dem Bedarf der Branche an Innovation und Effizienz in der Wirkstoffforschung und -entwicklung begegnen zu können (EVT Execute). Durch das Zusammenführen von erstklassigen Wissenschaftlern, modernsten Technologien sowie umfangreicher Erfahrung und Expertise in wichtigen Indikationsgebieten wie zum Beispiel neuronalen Erkrankungen, Diabetes und Diabetesfolgeerkrankungen, Schmerz und Entzündungskrankheiten, Onkologie, Infektionskrankheiten, Atemwegserkrankungen und Fibrose ist Evotec heute einzigartig positioniert.

Auf dieser Grundlage hat Evotec ihre Pipeline bestehend aus ca. 100 co-owned Programmen in klinischen, präklinischen und Forschungsphasen aufgebaut (EVT Innovate). Evotec arbeitet in langjährigen Allianzen mit Partnern wie Bayer, Boehringer Ingelheim, Celgene, CHDI, Novartis, Novo Nordisk, Pfizer, Sanofi, Takeda, UCB und weiteren zusammen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.evotec.com und auf Twitter @EvotecAG. (31.01.2020/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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