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Fr, 30. September 2022, 22:22 Uhr

Europäischer Parkett: Gemischte Stimmung - DE30 mit bescheidenen Kursanstiegen


03.08.22 17:07
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Stimmung auf dem europäischen Parkett ist im heutigen Handel gemischt, so die Experten von XTB.

Der deutsche DE30 steige um 0,21%, der französische FRA40 gewinne 0,40% und der polnische W20 verliere 0,80%.

Der Wirtschaftskalender habe heute eine Reihe von Daten aus dem Dienstleistungssektor gebracht. Die Stimmung im Dienstleistungssektor habe sich in Europa verschlechtert, wo die meisten Länder frühere Messwerte nach unten korrigiert hätten. Die Anleger würden sich weiterhin auf die ISM-Daten aus den USA um 16 Uhr konzentrieren, die für zusätzliche Volatilität sorgen könnten.

Die Pegelstände des Rheins würden weiter sinken und die Befürchtungen, dass die Schifffahrt eingestellt werden könnte, fänden in der Öffentlichkeit zunehmend Anklang. Im deutschen Kaub sei der Wasserstand am Dienstag auf den Tiefstand von 2018 von knapp über 60 Zentimetern gefallen. Ein Absinken unter 40 Zentimeter bedeute einen Stillstand der Schifffahrt und damit eine Verschärfung der Energiekrise auf dem Alten Kontinent (der Rhein sei unter anderem ein strategischer Knotenpunkt für den Transport von Kohle). Im Jahr 2018 habe der niedrige Pegelstand des Rheins zu einem Rückgang des deutschen BIP um 0,4% geführt.

Die rückläufige Nachfrage nach Covid-19-Tests belaste die Ergebnisse von Siemens Healthineers (ISIN DE000SHL1006/ WKN SHL100), das die Q3-Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021/2022 vorgelegt habe. Das bereinigte EBIT sei um 19% auf 765 Millionen Euro gefallen (Analysten hätten ein Ergebnis von mehr als 805 Millionen Euro erwartet). Dennoch habe der CEO des Unternehmens frühere Gewinnprognosen bestätigt (Umsatzwachstum von 5,5% bis 7,5% und bereinigtes EPS von 2,25 bis 2,35 Euro).

Die Commerzbank (ISIN DE000CBK1001/ WKN CBK100) habe mit guten Ergebnissen überrascht. Der Nettogewinn habe sich auf 470 Millionen Euro gegenüber den Prognosen von 397,5 Millionen Euro belaufen. Die Erträge hätten sich auf 2,42 Milliarden Euro belaufen (+30% im Jahresvergleich; Prognose: 2,27 Mrd. Milliarden Euro). Das Betriebsergebnis habe bei 746 Millionen Euro gelegen (Prognose: 479,8 Millionen Euro). Der Zinsüberschuss habe sich auf 1,48 Milliarden Euro belaufen (Prognose: 1,36 Milliarden Euro). Provisionsüberschuss in Höhe von 896 Millionen Euro (Prognose: 874,6 Millionen Euro). Die Bank halte an ihrem Ziel für den Betriebsaufwand fest, die Rücklagen würden auf 700 Millionen Euro prognostiziert, zuvor seien es 795 Millionen Euro gewesen.

Die Aktien von BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) seien heute um mehr als 5,5% gefallen, obwohl die Ergebnisse für das zweite Quartal besser ausgefallen seien. Die Senkung der Prognose für den freien Cashflow im Gesamtjahr deute auf einen zunehmenden Druck in der zweiten Jahreshälfte hin. Das EBIT habe bei 3,43 Milliarden Euro gelegen; Schätzung 3,18 Milliarden Euro. Umsatz bei 34,77 Milliarden Euro; Prognose 32,07 Mrd. Euro. Das Unternehmen sehe geschäftliche Schwierigkeiten in der zweiten Jahreshälfte.

Einschätzungen von Analysten: Bechtle (ISIN DE0005158703/ WKN 515870) mit einer "neutral"-Empfehlung von Citi. Kursziel: 44 Euro.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (03.08.2022/ac/a/m)





 
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