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Sa, 2. Dezember 2023, 6:45 Uhr

Erwarten bekannte Investoren einen Börsencrash?


22.08.23 08:58
S. Feuerstein

Die Quartalszahlensaison hat wie immer ein gemischtes Bild hervorgebracht. Nicht überraschend waren Kursrückgänge, wenn die Daten zum abgelaufenen Jahresviertel oder der Ausblick auf den Rest des Jahres nicht überzeugen konnten. Andererseits gab es auch Kursfeuerwerke bei Titeln, die positiv überraschen konnten. Das Ausmaß der Bewegung ist dabei mit dem Grad der Überraschung einhergegangen.

Je größer die Überraschung desto größer die Bewegung!

Das Problem bei Überraschungen ist, dass sie in der Regel nicht oder nur sehr schwer zu erkennen sind. Der bekannte US-Investor Michael Burry hatte beispielsweise schon früh erkannt, dass die Immobilienkredite in den USA irgendwann in sich zusammenfallen werden und eine entsprechend heftige Bewegung nach sich ziehen. Es hatte allerdings etwas gedauert, bis dies dann tatsächlich eingetreten ist. Auch aktuell hat sich Burry erneut für eine Talfahrt am Aktienmarkt positioniert. Allerdings warnt er bereits seit dem vergangenen Jahr vor einem Börsencrash und hat damit die Rally der letzten Monate verpasst. Auch wenn die aktuellen Rahmendaten die Möglichkeit von Verwerfungen erkennen lassen, kann es durchaus dauern, bis dies die Marktteilnehmer „überrascht“. Die richtige Analyse von Daten und Erkenntnissen hat daher nur bedingt etwas mit einem perfekten Timing zu tun.

Was macht Warren Buffett?

Auch scheint sich die Börsenlegende Warren Buffett auf einen bevorstehenden Kursrückgang am Aktienmarkt einzurichten. Schließlich hält sein Unternehmen Berkshire Hathaway ein beachtliches Maß an Liquidität. Allerdings ist bekannt, dass sich Buffett bei interessanten Unternehmen auch gerne ein paar Jahre Zeit lässt, bis er einen Einstieg als günstig empfindet. Das hohe Maß an Liquidität kann daher auch darauf zurückzuführen sein, dass es in den letzten Monaten einfach keine Unternehmen mehr gab, bei denen sich ein günstiger Einstieg angeboten hätte. Nach der Rally der letzten Monate ist dies allerdings auch nicht wirklich eine große Überraschung.

Erkennbare Belastungsfaktoren

Um wieder auf das Thema Überraschung zurückzukommen: Manchmal zeigen sich bereits im Vorfeld erste Anzeichen einer bevorstehenden Bewegung. Im Falle der Corona-Pandemie gab es bereits im Januar Anzeichen, dass sich das Virus rasch verbreitet. Die Anleger reagierten aber erst im Februar „überrascht“ und entsprechend panisch. Betrachtet man das aktuelle Bild, so gibt es zumindest erkennbare Belastungsfaktoren, welche das Potenzial eines erneuten Börsencrashs besitzen. Aber dazu mehr in der kommenden Woche ...


Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de



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