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Sa, 16. Oktober 2021, 16:28 Uhr

Easy Software

WKN: A2YN99 / ISIN: DE000A2YN991

EASY SOFTWARE: Wird die Prognose 2019 reduziert? Aktienanalyse


29.01.19 11:28
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - EASY SOFTWARE-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der EASY SOFTWARE AG (ISIN: DE0005634000, WKN: 563400, Ticker-Symbol: ESY) unter die Lupe.

Am 21. September 2018 habe Dieter Weißhaar, Vorstandschef der EASY SOFTWARE AG, die Prognose für das Jahr 2019 verkündet. Der Umsatz sollte sich in diesem Jahr auf 48 bis 50 Mio. Euro belaufen. Das EBITDA sei in einer Bandbreite von 4 bis 5 Mio. Euro kommuniziert worden. Die Experten hätten sich damals schon gewundert, weshalb Weißhaar, obwohl erst wenige Tage als CEO im Amt, bereits stolz eine Prognose für 2019 verkündet habe. Das könnte sich nun rächen, da die Prognose für 2019 vermutlich unerreichbar sei.

Vielleicht habe er auch einfach nur eine gute News verkünden wollen, nachdem er damals in derselben Meldung die Prognose für 2018 nach unten korrigiert habe, die ihm seine Vorstandskollegen und sein Vorgänger eingebrockt hätten. In der Vorstandswoche vom 20. August 2018 hätten die Experten bereits prognostiziert, dass EASY SOFTWARE bei der Prognose für 2018 versagen könnte. Gesagt, getan. Weißhaar habe seinerzeit verkündet, dass sich zum Ende des Q3 gezeigt habe, dass die Einmalkosteneffekte aus dem 1. Halbjahr 2018 und die Unterauslastung im Consulting-Bereich nicht aufgeholt werden könnten. Er habe sich zudem entschlossen, Umstrukturierungsmaßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur im Konzern vorzunehmen. Dies sollte in 2018 zu Sondereffekten von 2,1 Mio. Euro führen. Anstatt eines EBITDA von 3,5 bis 4,3 Mio. Euro für 2018, habe der CEO nunmehr ein EBITDA von 0,4 bis 1,0 Mio. Euro prognostiziert.

Die ohnehin reduzierte Ergebnisprognose für 2018 habe der CEO jüngst übrigens erneut nach unten anpassen müssen. Weißhaar erwarte nämlich weitere negative Einmaleffekte von rund 1 Mio. Euro. Über einen Teil dieser negativen Effekte, vor allem der Teil der "periodenfremden" Effekte werde auf der kommenden Hauptversammlung zu diskutieren sein, verbunden mit der Frage, ob sich hier eventuelle Schadensersatzansprüche gegen ehemalige Vorstände begründen lassen würden.

In einer jüngsten Telefonkonferenz hätten die Experten Weißhaar explizit auf die Prognose der EASY SOFTWARE vom 21. September 2018 angesprochen. Der CEO habe die Prognose auf unsere Nachfrage indes nicht mehr ausdrücklich bestätigen wollen. Die Experten würden dies als Rücknahme der Prognose für 2019 interpretieren, die das Unternehmen somit nicht erreichen werde. Weißhaar habe hingegen auf eine aktualisierte Prognose für 2019 vertröstet, die demnächst verkündet werden werde. "Es wird in die richtige Richtung gehen", habe der CEO ergänzt. Das EBITDA-Ziel von 4 bis 5 Mio. Euro werde aber unerreichbar sein. Zusätzlich würden negative Ergebniseffekte aus der Übernahme der Apinauten GmbH den Gewinn in diesem Jahr belasten, die Weißhaar auf ca. 400 000 Euro auf Basis des EBITDA beziffere. Mit der Übernahme wolle EASY SOFTWARE in ganz neue Dimensionen wachsen. Insgesamt seien 72,3% des Unternehmens gekauft worden. Im Fokus stehe starkes Wachstum im B2B-Marktsegment für cloudbasierte und on-premises Softwarelösungen. Apinauten solle mit der 100%-Tochter von EASY, der EASY Enterprise Services GmbH verschmolzen werden. Der Anteil nach der Verschmelzung liege dann bei mehr als 82%. 2020 sollten die restlichen Anteile aufgekauft werden. Die gesamte Transaktion werde mehr als 12 Mio. Euro kosten. Viel Holz für eine Firma, die 2018 erst 2,8 Mio. Euro Umsatz gemacht habe und beim EBITDA leicht negativ gewesen sei. Das bisherige Wachstum von Apinauten sei zwar imposant, aber die Basis sei natürlich sehr gering.

Im Bereich EASY Cloud & Apinauten wolle Weißhaar im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 19 Mio. Euro einfahren und ein EBITDA von 7,4 Mio. Euro erwirtschaften. Die Worte hören wir wohl, allein uns fehlt der Glaube, so die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de". Bisher habe EASY so gut wie nie geliefert. Warum mit der Übernahme von Apinauten ausgerechnet alles besser werden solle, erschließe sich den Experten nicht. Die Positionierung als Anbieter von Cloud-Lösungen für die Digitalisierung und Mobilisierung von Geschäftsprozessen sei sicherlich richtig.

Problematisch sähen die Experten dabei nur, dass in diesem Feld sehr große Player unterwegs seien. Ob dabei eine kleine Klitsche wie EASY SOFTWARE mit einem Börsenwert von 25 Mio. Euro wirklich ernsthaft mitspielen könne, sei doch eher zweifelhaft. Überhaupt hätten die Experten im Investoren-Call ein wenig den Eindruck, dass sie es bei EASY SOFTWARE mit Deutschlands 4. größtem Softwarehaus nach SAP, Nemetschek und Software AG zu tun hätten. Ein wenig mehr Demut wäre bei den aktuell eher lausigen Zahlen doch angebracht. Für die Übernahme von Apinauten werde Weißhaar übrigens zeitnah den Kapitalmarkt anzapfen und eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht durchführen.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten, die Details dieser Kapitalerhöhung vor einem Investment abzuwarten. (Analyse vom 29.01.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze EASY SOFTWARE-Aktie:

Börse Stuttgart-Aktienkurs EASY SOFTWARE-Aktie
4,76 EUR 0,00% (29.01.2019, 09:15)

ISIN EASY SOFTWARE-Aktie:
DE0005634000

WKN EASY SOFTWARE-Aktie:
563400

Ticker-Symbol EASY SOFTWARE-Aktie:
ESY

Kurzprofil EASY SOFTWARE AG:

Die EASY SOFTWARE AG (ISIN: DE0005634000, WKN: 563400, Ticker-Symbol: ESY) in Mülheim a. d. Ruhr entwickelt seit 1990 nachhaltige Lösungen für elektronische Akten und Archivierung sowie Vorgangsautomatisierung - effizient, leicht installierbar, einfach zu warten. Das gilt zum Beispiel für die digitale Rechnungsverarbeitung, das Vertragsmanagement, das Personalwesen sowie für zahlreiche weitere Unternehmensbereiche und Abteilungen. Mit über 12.000 branchenübergreifenden Kundeninstallationen zählt die EASY SOFTWARE AG zu den führenden Herstellern für elektronisches Dokumentenmanagement, digitale Archivierung und Workflow in Deutschland. Auslandsgesellschaften befinden sich in Europa, Asien und den USA. (29.01.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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