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Mo, 3. Oktober 2022, 17:37 Uhr

Düstere IWF-Wirtschaftsprognose


25.04.22 10:40
Oberbank

Linz (www.aktiencheck.de) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) veröffentlichte am letzten Dienstag seine neue Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Für fast alle Länder habe der IWF den Ausblick verschlechtert. Grund dafür sei vor allem der Krieg in der Ukraine. Die Wirtschaftsleistung der Ukraine sollte 2022 um 35,0% einbrechen, das BIP Russlands um 8,5%. Das weltweite Wirtschaftswachstum sollte sich laut IWF von +6,1% im Vorjahr auf +3,6% in den Jahren 2022 und 2023 verlangsamen (noch im Januar sei für das laufende Jahr ein Wachstum um 4,4% prognostiziert worden).

Für den Euroraum sei die IWF-Prognose noch düsterer: Statt um 3,9% solle die Wirtschaft 2022 nur noch um 2,8% wachsen. Dies sei auf die gestiegenen Energiekosten und das Risiko einer Energiekrise zurückzuführen. Ein vollständiges Embargo gegen Gas und Öl aus Russland würde laut IWF-Schätzung das weltweite Wirtschaftswachstum zusätzlich um 2,0% senken. Wirtschaftlich profitieren vom Ukraine-Krieg und den Auswirkungen dürften nur die Öl-exportierenden Länder. (25.04.2022/ac/a/m)