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So, 19. September 2021, 15:00 Uhr

Drägerwerk Vz

WKN: 555063 / ISIN: DE0005550636

Drägerwerk: Lange Gesichter an der Börse - Aktienanalyse


15.07.21 14:15
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Drägerwerk-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Marion Schlegel vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Vorzugsaktie des Medizin- und Sicherheitstechnik-Anbieters Drägerwerk AG & Co KGaA (ISIN: DE0005550636, WKN: 555063, Ticker-Symbol: DRW3, NASDAQ OTC-Symbol: DRWKF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Die Corona-Pandemie beschere dem Medizin- und Sicherheitstechnik-Konzern Drägerwerk ein anhaltend hohes Auftragsniveau. Im vergangenen Quartal hätten jedoch hohe Kosten für einen Ergebnisrückgang bei dem Lübecker Unternehmen gesorgt. An der Börse sei die Nachricht Anlass für lange Gesichter gewesen, wenngleich die Norddeutschen ihre erst kürzlich angehobenen Jahresziele bestätigt hätten. Die Aktie verliere fast sechs Prozent und sei damit der zweigrößte Verlierer des Tages im SDAX.

Analyst Eggert Kuls von Warburg Research habe in einer ersten Reaktion auf die vorläufigen Quartalszahlen von einer enttäuschenden Marge gesprochen. Im zweiten Quartal sei die Profitabilität des Medizin- und Sicherheitstechnik-Konzern im Vergleich zur heißen Corona-Phase gesunken. Auch im zweiten Halbjahr dürfte man es beim Vergleich mit dem Vorjahr schwer haben.

Während der Umsatz im zweiten Jahresviertel um 6,7 Prozent (währungsbereinigt plus 9 Prozent) auf rund 841 Millionen Euro geklettert sei, habe Drägerwerk beim operativen Ergebnis unerwartet schwach abgeschnitten. Das Unternehmen habe vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach vorläufigen Berechnungen einen Ergebnisrückgang von mehr als einem Fünftel auf rund 80 Millionen Euro ausgewiesen, nach 102 Millionen Euro im Vorjahr. Damals habe der Konzern allerdings wegen brummender Geschäfte im Zuge der Corona-Pandemie noch sehr stark abgeschnitten. Im aktuellen Berichtszeitraum aber habe eine geringere Bruttomarge zusammen mit höheren Funktionskosten belastet, wie Drägerwerk am Vorabend mitgeteilt habe.

Das Unternehmen gehe aber davon aus, dass sich die pandemiebedingte Nachfrage im soeben angelaufenen zweiten Halbjahr normalisieren dürfte. Mit einer vergleichbaren Nachfrage im kommenden Geschäftsjahr sei zudem nicht zu rechnen. Warburg-Experte Kuls halte es wegen des Vormarschs der weitaus ansteckenderen und gefährlicheren Delta-Variante des Corona-Virus allerdings für möglich, dass die Nachfrage nach den Drägerwerk-Produkten weiterhin hoch bleiben könnte.

Durch den heutigen Kurseinbruch habe sich das charttechnische Bild bei der Aktie von Drägerwerk wieder eingetrübt. Zuletzt habe sie noch von der Prognoseanhebung profitieren können, diese Kursgewinne seien aber nun mit einem Schlag dahin. Einen wichtigen Support stelle nun die 200-Tage-Linie dar, die es unbedingt zu verteidigen gelte.

Investierte Anleger sollten ihre Position mit einem Stopp etwas unterhalb von 70 Euro absichern, so Marion Schlegelvon "Der Aktionär". (Analyse vom 15.07.2021)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Drägerwerk-Vorzugsaktie:

Tradegate-Aktienkurs Drägerwerk-Vorzugsaktie:
73,80 EUR -3,53% (15.07.2021, 14:04)

XETRA-Aktienkurs Drägerwerk-Vorzugsaktie:
73,65 EUR -5,39% (15.07.2021, 13:52)

ISIN Drägerwerk-Vorzugsaktie:
DE0005550636

WKN Drägerwerk-Vorzugsaktie:
555063

Ticker-Symbol Drägerwerk-Vorzugsaktie:
DRW3

NASDAQ OTC-Symbol Drägerwerk-Vorzugsaktie:
DRWKF

Kurzprofil Drägerwerk AG & Co. KGaA:

Die Drägerwerk AG & Co KGaA (ISIN: DE0005550636, WKN: 555063, Ticker-Symbol: DRW3, NASDAQ OTC-Symbol: DRWKF) stellt Produkte der Medizin- und Sicherheitstechnik her. Damit schützt, unterstützt und rettet man auf der ganzen Welt das Leben von Menschen im Krankenhaus und bei Feuerwehren, Rettungsdiensten, Behörden, im Bergbau sowie in der Industrie.

Das 1889 in Lübeck gegründete Familienunternehmen besteht in fünfter Generation und hat sich zu einem globalen börsennotierten Konzern entwickelt. Dräger beschäftigt weltweit mehr als 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in über 190 Ländern der Erde vertreten. 2020 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 3,4 Mrd. Euro. (15.07.2021/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
Werte im Artikel
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