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Mi, 21. Februar 2024, 11:53 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Zinsängste abgeschüttelt


14.11.23 08:20
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Viele Investoren sind derzeit stark verunsichert, welchen Zinspfad die US-Notenbank FED in den kommenden Monaten einschlagen wird, so die Analysten der Nord LB.

Anleger am deutschen Aktienmarkt hätten ihre Zinsängste dagegen gestern abgeschüttelt und bei Aktien zugegriffen. Berichte über eine Verdoppelung der Rüstungshilfe für die Ukraine hätten Rheinmetall (ISIN DE0007030009/ WKN 703000) Auftrieb gegeben. Talanx (ISIN DE000TLX1005/ WKN TLX100) hätten nach dem Quartalsbericht zugelegt.

Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +0,73%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +0,47% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +0,65% gestiegen.

An der Wall Street habe dagegen die Vorsicht überwogen. Zur allgemeinen Unsicherheit habe auch die Ratingagentur Moody's beigetragen, die am Freitag den Rating-Ausblick für die USA auf "negativ" von "stabil" gesenkt habe.

Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um +0,03% gestiegen. Der S&P (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) sei um -0,01% und der NASDAQ Comp. (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um -0,2% gesunken.

Der Windparkentwickler PNE (ISIN DE000A0JBPG2/ WKN A0JBPG) bekräftige trotz eines deutlichen Ergebnisrückgangs (-22% auf 16,5 Mio. EUR) in den ersten 9M seine Jahresziele für 2023 (EBITDA 30 bis 40 Mio. EUR). Die Branche sei wegen verspätet erteilter Transportgenehmigungen mit Projektverschiebungen in das nächste Jahr konfrontiert. Hinzu kämen volatile Lieferketten, höhere Zinsen und Materialkosten.

Der Flughafenbetreiber Fraport (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) rücke dank einer erhöhten Reisenachfrage näher an das Vorkrisenniveau heran. Im Oktober habe der größte deutsche Flughafen rund 5,7 Mio. Passagiere gezählt (+14,9% ggü. Vorjahreszeitraum). Von den Fluggastzahlen im Oktober 2019, und damit vor Ausbruch der Corona-Pandemie, habe der aktuelle Monatswert noch rund 12% entfernt gelegen. Das Fracht-Aufkommen sei mit 173.173 t (-2%) leicht rückläufig, doch die Flugbewegungen hätten mit 40.720 Starts und Landungen einen neuen Höchstwert seit Oktober 2019 erreicht.

Siemens Energy (ISIN DE000ENER6Y0/ WKN ENER6Y): Staat stütze mit 7,5 Mrd. Euro Garantien. Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) wolle Kosten in der Verwaltung um 20% senken. Talanx: Steigende Preise in der Industrie- und der Rückversicherung würden zusätzlichen Rückenwind geben, Versicherer peile 2024 noch höheren Gewinn an (1,7 Mrd. Euro). Continental (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) streiche Tausende Stellen in Autosparte; Zahl liege voraussichtlich im mittleren vierstelligen Bereich. Betroffen sei v.a. die Verwaltung. Einsparungen ab 2025 von jährlich 400 Mio. EUR.

In einem ruhigen Umfeld habe der EUR leicht zugelegt. Die OPEC gehe für das laufende Jahr von einer etwas stärkeren weltweiten Nachfrage nach Erdöl aus. 2023 sei mit einem Wachstum der Ölnachfrage um 2,5 Mio. auf durchschnittlich 102,1 Mio. Barrel je Tag zu rechnen. Das seien 100.000 Barrel mehr als in der vorherigen Prognose angenommen. Für das kommende Jahr werde unverändert ein Wachstum der globalen täglichen Ölnachfrage um 2,2 Mio. Barrel prognostiziert. (14.11.2023/ac/a/m)




 
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