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Mi, 21. Februar 2024, 13:26 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Erleichterung nach Powells Auftritt


09.11.23 09:08
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Erleichterung nach einem Auftritt des FED-Chefs Powell hat dem deutschen Aktienmarkt Auftrieb verliehen, so die Analysten der Nord LB.

Das Ausbleiben eines Kommentars von ihm zur Geldpolitik bei einer Konferenz habe dagegen Anleger an der Wall Street verunsichert. Investoren hätten gerätselt, ob Powell sich gegen eine Lockerung der Geldpolitik ausspreche. Darüber hinaus habe auch gestern die Bilanzsaison die Marktteilnehmer beschäftigt. Gefragt sei in Deutschland u.a. Continental (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) gewesen. Der Autozulieferer habe im Sommer von stabileren Lieferketten profitiert und höhere Preise bei Teilen für die Autobranche durchsetzen können.

Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +0,51%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +1,13% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +0,63% gestiegen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um -0,10% gesunken.

Der Energiekonzern E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) hebe nach Zuwächsen in den ersten neun Monaten seine Investitionen an. Von Januar bis Ende September sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 27% auf 7,8 Mrd. EUR gestiegen, habe der Versorger mitgeteilt. Der Konzern habe dabei von besseren Ergebnissen in beiden Geschäftsbereichen - dem Netzbetrieb und Kundenlösungen - profitiert.

Schwache Agrargeschäfte würden Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) weiter zusetzen. Der bereinigte operative Gewinn sei in Q3 um gut 31% auf 1,685 Mrd. EUR gefallen, der Umsatz sei auf 10,34 Mrd. EUR gefallen, ein Minus von 8%. Zu schaffen habe dem Unternehmen vor allem ein Einbruch im Agrargeschäft CropScience gemacht, das bereits in den Vorquartalen unter niedrigeren Preisen für den Unkrautvernichter Glyphosat gelitten habe.

Sinkende Frachtraten, weniger Express-Sendungen und der lahmende Welthandel würden auf der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) lasten. Der Konzern habe in Q3 bei einem Umsatz von 19,4 (Vorjahr: 24) Mrd. EUR einen operativen Gewinn von 1,4 (2,0) Mrd. EUR eingefahren.

Der für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagenbauer GEA (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) habe in Q3 die schwierige Marktlage zu spüren bekommen. Zwar sei der operative Gewinn vor Restrukturierungsaufwand um 4,2% auf 207,0 Mio. EUR gestiegen. Der Auftragseingang sei indes das zweiten Quartal in Folge gesunken, diesmal um 9,1% auf 1,24 Mrd. EUR. Der Umsatz sei um 0,2% auf 1,35 Mrd. EUR gesunken. Dabei hätten auch Währungseinflüsse für Druck gesorgt.

Der Autovermieter SIXT (ISIN DE0007231334/ WKN 723133) habe dank der großen Reiselust im Sommer und einer größeren Fahrzeugflotte so viel Umsatz erwirtschaftet wie nie zuvor. Die Erlöse hätten in Q3 um 13,2% auf 1,13 Mrd. EUR zugelegt.

Der Euro habe sich erholt, nachdem sich die Stimmung an den Aktienmärkten verbessert habe.

Der Ausverkauf am Ölmarkt sei weiter gegangen. Die Investoren hätten sich eindeutig nicht mehr auf das Unterangebot, sondern auf die schwache Nachfrage aus China und den USA fokussiert. (09.11.2023/ac/a/m)




 
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