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Mi, 21. Februar 2024, 13:44 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Chemie-Werte gefragt


10.11.23 09:21
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Am deutschen Aktienmarkt waren Werte aus der energieabhängigen Chemiebranche aufgrund des ausgehandelten Strompreispaketes gefragt, so die Analysten der Nord LB.

Generell habe neben der US-Zinspolitik auch die Bilanzsaison die Anleger auf Trab gehalten. Nach einem besser als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnis hätten Investoren beim Pharma- und Technologiekonzern Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) (+3,5%) zugegriffen. Die rote Laterne im SDAX habe Energiekontor (ISIN DE0005313506/ WKN 531350) gehalten (-9,7%). Sorgen um anhaltend hohe Kosten bei Onshore-Windkraftanlagen sowie zukünftig geringere Veräußerungserlöse hätten belastet. An der Wall Street hätten sich Anleger nach der jüngsten Rally vorsichtig gezeigt.

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd (ISIN DE000HLAG475/ WKN HLAG47) bekomme das Ende der besonders hohen Nachfrage aus Corona-Zeiten drastisch zu spüren. Wie der Konzern mitgeteilt habe, sei der Betriebsgewinn in Q3 auf 204 Mio. EUR eingebrochen. Ein Jahr zuvor, als die Corona-Sonderkonjunktur den Reedereien außerordentliche Gewinne beschert habe, habe bei Hapag-Lloyd mit 5,2 Mrd. EUR noch rund das 25Fache in den Büchern gestanden. Der Umsatz habe sich im Berichtsquartal um fast 58% auf knapp 4,1 Mrd. EUR verringert.

Die Hannover Rück (ISIN DE0008402215/ WKN 840221) sehe sich dank eines glimpflichen Naturkatastrophenjahres auf Kurs zu einem Nettogewinn von mehr als 1,7 Mrd. EUR. Nach neun Monaten habe der drittgrößte Rückversicherer der Welt 1,4 (Vorjahr: 1,12) Mrd. EUR Gewinn erwirtschaftet, 25% mehr als ein Jahr zuvor. Die Großschäden, für die die Hannover Rück einstehen müsse, hätten mit 1,2 Mrd. EUR deutlich unter Vorjahr und innerhalb des anteiligen Jahresbudgets von 1,33 Mrd. EUR gelegen, das sie dafür reserviert habe.

Bitcoin sei auf den höchsten Stand seit 18 Monaten gestiegen. Die Cyber-Devise habe um mehr als 3% auf 36.859 USD angezogen. Als Antreiber hätten Börsianer die Hoffnung auf Zulassung eines börsengehandelten Bitcoin-Spot-ETF-Fonds in den USA genannt. Die Genehmigung eines Fonds hätte Experten zufolge Signalwirkung und gelte als Türöffner für eine endgültige Akzeptanz von Krypotwährungen als Anlageklasse.

Die Ölpreise hätten sich nach den deutlichen Abschlägen der letzten Wochen stabilisiert. Während Saudi-Arabien und Russland angebotsseitig weiter begrenzen würden, sei nachfrageseitig aus den USA und China weiterhin Zurückhaltung angesagt. (10.11.2023/ac/a/m)




 
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