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Deutsche Bank

WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008

Deutsche Bank: Paul Achleitner schlägt zum Abschied selbstkritische Töne an - Aktienanalyse


20.05.22 12:07
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Bank-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Fabian Strebin vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Bankenkonzerns Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) unter die Lupe.

Paul Achleitner schlage zum Abschied selbstkritische Töne an. Nach rund zehn Jahren sei er gestern als Chef des Aufsichtsrates abgetreten. Zu seinem Nachfolger sei der Niederländer Alexander Wynaendts gewählt worden. Auf ihn warte viel Arbeit. 2022 könnte zum entscheidenden Jahr für die Bank werden.

"Auch ich habe die Startvoraussetzungen 2012 anders eingeschätzt, als sie sich heute in der Rückschau darstellen", habe der scheidende Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, bei seiner letzten Hauptversammlung am Donnerstag eingeräumt. "Der Weg in die neue Realität war nicht immer ein geradliniger. (...) Und es wurden Fehler gemacht und ja, auch ich habe Fehler gemacht." Nachfolger werde Alexander Wynaendts, den die Aktionäre bei der Online-Hauptversammlung mit großer Mehrheit in das Kontrollgremium gewählt hätten.

Als der einstige Investmentbanker Achleitner Ende Mai 2012 einen der wichtigsten Posten der deutschen Wirtschaft übernommen habe, habe der scheidende Konzernchef Josef Ackermann ein "besenreines" Haus versprochen. Dass die Bank relativ gut durch die Finanzkrise 2007/2008 gekommen sei, sei den damals Verantwortlichen zu Kopf gestiegen, meine Klaus Nieding, Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW): "Die Folge dieser Mischung aus Hybris und Arroganz mussten dann im Wesentlichen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie wir Eigentümerinnen und Eigentümer ausbaden."

Nach und nach sei der Berg teurer Altlasten größer geworden, die Deutschlands größtes Geldhaus jede Menge Geld gekostet und das Image der Deutschen Bank kräftig ramponiert hätten. Doch zur Wahrheit gehöre auch: Während die US-Konkurrenz direkt nach der Finanzkrise Bilanzen entrümpelt habe, habe der Frankfurter DAX-Konzern über Jahre nach einem klaren Kurs gesucht. "Der Sanierungsbedarf bei der Deutschen Bank war besonders groß und die Sanierung wurde zu spät angepackt", kritisiere Alexandra Annecke, Fondsmanagerin bei Union Investment, zu Achleitners Abschied nach zehn Jahren im Amt.

Spiegel Online zitiere Analyst Dieter Hein von Fairresearch mit einem harschen Urteil: "Es waren zehn verlorene Jahre. Die Aktionäre können froh sein, dass Achleitner bald weg ist." Der so Gescholtene verteidige in seiner Abschiedsrede bei der Online-Hauptversammlung: 2012 sei nicht absehbar gewesen, dass letztlich "eine grundlegende Sanierung" notwendig sei, "die de facto eine Dekade brauchen würde".

Mit Sewing scheine die Trendwende geglückt. Die Geschäfte der Bank seien zuletzt wieder besser gelaufen, der Aktienkurs habe das Rekordtief von knapp 4,45 Euro ein gutes Stück hinter sich gelassen. Im vergangenen Jahr habe der Konzern den höchsten Jahresgewinn seit 2011 erzielt und das laufende Jahr habe mit einem Milliardengewinn im ersten Quartal begonnen.

Nach zwei Nullrunden sollten die Aktionäre daher für das Geschäftsjahr 2021 wieder 20 Cent Dividende je Anteilsschein erhalten. Bis 2025 wolle der Vorstand rund acht Milliarden Euro an die Anteilseigner ausschütten - ein überfälliger Schritt aus Sicht vieler Aktionäre, schließlich habe die Bank auch in mageren Jahren hohe Boni an Investmentbanker gezahlt.

Aktuell befinde sich die Aktie im Aufwind. Aber bevor die Marke von zehn Euro geknackt werde, sollten Interessierte noch die Füße stillhalten. 2022 habe das Management die Sanierung abschließen wollen, jetzt werde der Konjunkturausblick immer düsterer. Entscheidend werde auch sein, wie das Investmentbanking laufe.

Der Stopp verbleibe bei 8,10 Euro. Wer die Aktien im Depot hat, bleibt dabei, so Fabian Strebin von "Der Aktionär". (Analyse vom 20.05.2022)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Deutsche Bank-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
9,518 EUR -0,18% (20.05.2022, 12:07)

XETRA-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
9,533 EUR +0,43% (20.05.2022, 11:52)

NYSE-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
10,10 USD +2,75% (19.05.2022)

ISIN Deutsche Bank-Aktie:
DE0005140008

WKN Deutsche Bank-Aktie:
514000

Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DBK

NYSE-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DB

Kurzprofil Deutsche Bank AG:

Die Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) bietet vielfältige Finanzdienstleistungen an - vom Zahlungsverkehr und dem Kreditgeschäft über die Anlageberatung und Vermögensverwaltung bis hin zu allen Formen des Kapitalmarktgeschäfts. Zu ihren Kunden gehören Privatkunden, mittelständische Unternehmen, Konzerne, die Öffentliche Hand und institutionelle Anleger. Die Deutsche Bank ist Deutschlands führende Bank. Sie hat in Europa eine starke Marktposition und ist in Amerika und der Region Asien-Pazifik maßgeblich vertreten. (20.05.2022/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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