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Mi, 8. Dezember 2021, 2:15 Uhr

DEAG Deutsche Entertainment

WKN: A3E5DA / ISIN: DE000A3E5DA0

DEAG: Durchbruch im Ticketing - Aktienanalyse


03.02.20 12:38
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - DEAG-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der DEAG Deutsche Entertainment AG (ISIN: DE000A0Z23G6, WKN: A0Z23G, Ticker-Symbol: LOUD) unter die Lupe.

Vorstandswoche-Wiederentdeckung DEAG entwickle sich weiterhin großartig. Die Aktie kenne nur eine Richtung: Nach oben! Mit einem Kurs von über 5,60 Euro notiere das Papier auf einem Mehrjahreshoch. Zum letzten Rekordhoch bei Kursen von gut 8 Euro aus dem Jahr 2015 sei noch etwas Platz. Die Kaufempfehlungen der Experten aus November 2017 und Herbst 2018 bei Kursen zwischen 2,80 und 3,15 Euro sowie aus Mai 2019 bei Kursen von 4,50 Euro hätten sich bestens bezahlt gemacht.

Die Rally dürfte weitergehen. DEAG stehe heute so gut da wie noch nie zuvor. Sogar erheblich besser als die Aktie in 2015 bei knapp 8 Euro notiert habe. "Wir liefern jetzt und gewinnen wieder Vertrauen an der Börse", sage Firmenchef Peter Schwenkow im Gespräch mit der Vorstandswoche. "Unser Geschäft hat sich im 4. Quartal sehr stark entwickelt. Das war wirklich ein exzellentes Quartal. Alle unsere Geschäftsbereiche entwickeln sich gut", freue sich der CEO. Treiber bei dem Berliner Konzertveranstalter sei der Einstieg und der Aufbau des Geschäftsfeldes Ticketing sowie eigener Content. Beides habe DEAG im Hause. Der Einstieg ins Ticketing über die Tochter MyTicket im Jahr 2014 zahle sich inzwischen aus. Nach eigenen Angaben habe MyTicket in 2019 rund 1,2 Mio. Tickets über die eigene Plattform abgesetzt. Das entspreche einem Zuwachs von mehr als 60% gegenüber dem Vorjahr. Mit diesem Volumen dürfte das Ticketing für DEAG bereits gut profitabel sein. Die EBITDA-Margen würden in diesem Geschäft bei bis zu 35% liegen. Pro Ticket dürfte MyTicket knapp 1 Euro verdienen.

Highlight im Ticketing sei beispielsweise der Absatz von über 500.000 Tickets über das eigene Event "Christmas Garden" gewesen. Besonders stolz sei Schwenkow darauf, dass die eingesetzte Software bei MyTicket auf dem neuesten Stand der Technologie sei und somit den Ticketverkauf von gut 150.000 Tickets in wenigen Minuten ermögliche, wie zum Beispiel für die Konzerte der Böhse Onkelz. "Der Verkauf von 150.000 personalisierten Tickets in zwei Minuten ist zweifelsfrei Weltklasse. Davon träumen andere." Das Geschäft mit Tickets werde auch in 2020 weiter kräftig wachsen. Aus eigener Kraft, aber auch über eine Übernahme in UK. DEAG habe in 2019 75% der Anteile an der Ticketing-Plattform Gigantic übernommen. Das Unternehmen verkaufe in UK mehr als 1 Mio. Tickets pro Jahr. Mit der Übernahme werde sich das Ticketvolumen in 2020 mindestens verdoppeln. Eine Zahl von insgesamt mehr als 2,5 Mio. Tickets sei durchaus möglich. Gigantic sollte in diesem Jahr einen Umsatz von 1,7 Mio. Euro beisteuern bei einem EBITDA von etwa 0,7 Mio. Euro.

Auf der Zahlenseite würden die Experten für 2019 mit einem Umsatz von mehr als 200 Mio. Euro und einem EBITDA von rund 15 Mio. Euro rechnen. Schwenkow habe sich nicht detailliert zu den Zahlen für das vergangene Jahr äußern wollen. "Durch ein starkes 4. Quartal sollten wir aber alle unsere Ziele erreicht haben." Beim EBIT würden die Experten mit einem Wert von 8 bis 9 Mio. Euro rechnen. Aufgrund mehrerer Belastungen wegen der Zukäufe in 2019 werde das EBIT etwas schwächer als erwartet. Netto würden die Experten mit einem kleinen Gewinn rechnen. Nach neun Monaten habe das Minus noch 3,6 Mio. Euro betragen. Belastend hätten vor allem hohe Minderheitsabgaben von knapp 3,3 Mio. Euro gewirkt. Alleine im Q3 hätten diese Minderheiten bei 2,2 Mio. Euro gelegen.

"Gewinntreiber" der Minderheiten sei die I-Motion GmbH gewesen, die DEAG im Juni 2019 mehrheitlich gekauft habe. Es handle sich dabei um das deutsche operative Geschäft der amerikanischen LiveStyle. I-Motion sei seit über 25 Jahren erfolgreich als Veranstalter von Elektro-Musik-Events tätig gewesen. Das Unternehmen sei bekannt durch die Formate "Mayday" sowie "Nature One". Schwenkow gehe davon aus, dass I-Motion sich auch 2020 positiv entwickeln und gute Gewinne zum Konzern beisteuern werde.

Auch insgesamt rechne der CEO mit einem starken Jahr 2020. Umsatz und vor allem das operative Ergebnis sollten weiterwachsen. "Unsere Pipeline ist sehr gut gefüllt. Wir wollen auch in diesem Jahr beim EBITDA deutlich wachsen. Wir sehen momentan überhaupt keine Schwäche in unserem Geschäft. Die ersten beiden Quartale werden sehr gut. Das 3. Quartal wird traditionell schwächer ausfallen und das 4. Quartal wird stark, aber wir wissen heute noch nicht, wie stark", sage Schwenkow. Schon heute seien für 2020 mehr als 30 Tourneen komplett verkauft. "Die Leute wollen die Künstler live erleben und kaufen Tickets wie nie zuvor." Gut möglich, dass sich das EBITDA in 2020 in Richtung der Marke von 20 Mio. Euro bewege. Wenn nicht in diesem Jahr, dann aber spätestens 2021 werde DEAG operativ mehr als 20 Mio. Euro verdienen.

Strategisch wolle der CEO das Ticketing in Deutschland und natürlich in UK weiter deutlich ausbauen. Zudem sei es das Ziel. in eins bis zwei weitere europäische Länder mit MyTicket zu expandieren. Auch wolle das Unternehmen weiter zukaufen. "Wir schauen uns zwei Themen intensiv an." Das aktuelle Kapital sollte für mögliche Zukäufe ausreichen. Auch sei weder eine Kapitalerhöhung derzeit geplant noch notwendig.

DEAG habe inzwischen einen Börsenwert von 100 Mio. Euro geknackt. Das locke meist größere Investoren an. "Das Interesse an Terminen auf Roadshows ist riesig. DEAG ist die letzte europäische Perle in unserer Branche, die unabhängig ist", so Schwenkow.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" meinen: Die DEAG-Aktie wird die Rally fortsetzen. DEAG liefere, und das belohne die Börse. (Analyse vom 03.02.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze DEAG-Aktie:

Xetra-Aktienkurs DEAG-Aktie:
5,74 EUR -2,05% (03.02.2020, 10:58)

Tradegate-Aktienkurs DEAG-Aktie:
5,72 EUR -1,04% (03.02.2020, 11:46)

ISIN DEAG-Aktie:
DE000A0Z23G6

WKN DEAG-Aktie:
A0Z23G

Ticker-Symbol DEAG-Aktie:
LOUD

Kurzprofil DEAG Deutsche Entertainment AG:

Die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft (ISIN: DE000A0Z23G6, WKN: A0Z23G, Ticker-Symbol: LOUD) ist ein führender Entertainment-Dienstleister und Anbieter von Live-Entertainment in Europa und mit Konzerngesellschaften in ihren Kernmärkten präsent. DEAG produziert und veranstaltet profitabel ein breites Spektrum an Events und Konzerten. Als Live-Entertainment-Dienstleister mit integriertem Geschäftsmodell verfügt DEAG über umfassende Expertise in der Organisation, Vermarktung und Durchführung von Events sowie im Ticketvertrieb über die eigene Ticketing-Plattform "MyTicket" für eigenen und Dritt-Content. Das hoch skalierbare Geschäftsmodell von MyTicket stärkt die DEAG auf ihrem Weg zu steigender Profitabilität. Rund 4.000 Konzerte und Events führt DEAG pro Jahr durch und setzt dabei aktuell über 5 Mio. Tickets um - davon ein beständig wachsender Anteil über die ertragsstarken Ticketing-Plattformen von MyTicket.

Gegründet 1978 in Berlin und börsennotiert seit 1998, umfassen die Kern-Geschäftsfelder der DEAG die Bereiche Rock/Pop, Classics & Jazz, Family-Entertainment sowie Arts+Exhibitions. Insbesondere Family-Entertainment und Arts+Exhibitions sind elementare Bausteine für die Weiterentwicklung des eigenen Contents. Mit ihrem starken Partnernetzwerk ist DEAG hervorragend im Markt als international tätiger Live-Entertainment-Dienstleister positioniert.

Die Aktien der DEAG notieren im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, dem Qualitätssegment der Deutschen Börse. (03.02.2020/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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