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Mo, 15. August 2022, 2:43 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX zwischen Hoffen und Bangen


06.07.22 11:34
Feingold-Research

Die wenigen verbliebenen Optimisten an der Frankfurter Börse hoffen im Deutschen Aktienindex nach dem erneuten Anlaufen des Jahrestiefs und der nun laufenden Gegenbewegung auf eine nachhaltige Bodenbildung. Tatsächlich könnte aus technischer Sicht der Doppelboden eine Trendwende nach oben einleiten. Ob die Charttechnik allerdings inmitten aller Inflations- und Rezessionsrisiken ausreicht, die Zuversicht der Anleger in den Aktienmarkt wieder zurückzuholen, darf bezweifelt werden. Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.  


Eher dürfte der 21. Juli einer der spannendsten Tage dieses Jahres auch für die Börse werden. Fließt nach den Wartungsarbeiten von Nord Stream 1 wieder planmäßig russisches Gas durch die Pipeline, dürfte dies für große Erleichterung sorgen. Bleibt der Gashahn zu, war das gestern erreichte neue Jahrestief im DAX wahrscheinlich nur eine Zwischenstation auf dem weiteren Weg nach unten.


Ein Blick auf den Euro offenbart zumindest die Erwartungen des Marktes auch hinsichtlich dieser Frage. Der Kurs der Gemeinschaftswährung steuert direkt die Parität zum US-Dollar an. Zum einen belasten die offensichtlichen Rahmenbedingungen aus steigender Inflation und geopolitischen und wirtschaftlichen Verwerfungen durch den Krieg in der Ukraine, inklusive der drohenden Energiekrise. Zum anderen sind die hohen Zinsdifferenzen zwischen Europa und der USA ausschlaggebend. In den USA wurden die Zinsen durch die Fed bereits mehrfach angehoben, in der Eurozone noch nicht. Diesbezüglich könnte auch das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank, das heute Abend veröffentlicht wird, neue Impulse liefern. Durch den weiteren Verfall des Euro steigt der Druck auf die EZB. Nicht nur, dass der Euro durch die Inflation an Wert verliert, auch ein Tausch in andere Währungen wird immer unattraktiver.


Mit massiven Kursverlusten und einem Aktienkurs unter zehn Euro wird der Energieversorger Uniper an der Börse gerade symbolhaft für die drohende Gaskrise abgestraft. Nun wurden weitere Informationen zum möglichen Einstieg des Staates bekannt. Es steht eine Beteiligung von 25 Prozent im Raum. Dies würde eine massive Verwässerung mit sich ziehen, da die neuen Aktien zu einem Preis von 1,70 Euro ausgegeben werden sollen, also noch einmal deutlich unter dem jetzigen Kurs. Das Gesamtvolumen läge zwischen drei und fünf Milliarden Euro. Zwar ist es durchaus notwendig, Uniper zu stützen, um die Energieversorgung in Deutschland zu gewährleisten. Sollten allerdings russische Gaslieferungen in Zukunft ausbleiben, wäre Uniper zunächst einmal faktisch nutzlos.



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