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Mi, 5. Oktober 2022, 14:28 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Dem DAX gehen die Käufer aus


09.08.22 09:37
Feingold-Research

Vor den morgen veröffentlichten Inflationsdaten aus den USA lauert der Deutsche Aktienindex weiter unterhalb der 13.700er Marke, um dann entweder an ihr abzuprallen oder sie als nächste Etappe auf dem Weg zur runden 14.000 zu überwinden. Mangels Käufer in der sommerlich, eher volumenarmen Handelszeit könnte letzteres allerdings schwer werden. Und da andererseits die Risiken nicht kleiner werden und die Zinsen weiter steigen, ist das Parken von Kapital am Anleihemarkt aktuell nicht die schlechteste Alternative.


Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.



 


Rund läuft es nach zwei Pandemie-Jahren wieder beim Betreiber des Frankfurter Flughafens, Fraport. Durch das sich nun wieder langsam normalisierende Fluggeschäft stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um knapp 70 Prozent. Auch das Ergebnis im operativen Geschäft ist deutlich positiv. Unter dem Strich ist Fraport allerdings in die Verlustzone gerutscht. Grund dafür ist eine vollständige Abschreibung einer Forderung in Höhe von gut 160 Millionen Euro aus dem Russland-Geschäft. Diese einmalige Angelegenheit sollte für Aktionäre die positiven Aussichten allerdings nicht schmälern. Dass die Last der fehlenden Passagiere nicht mehr auf die Bücher drückt, könnte auch dem Aktienkurs in den nächsten Monaten wieder auf die Beine helfen.


 


Zusätzlich zu den global immer noch gestörten Lieferketten kommt nun ein weiteres Problem. Durch die lange Trockenphase sind die europäischen und vor allem deutschen Flüsse ausgetrocknet. Dies führt dazu, dass Schiffe nur noch weniger Ladung aufnehmen können. Zudem droht ein kompletter Ausfall einiger Flüsse als Verkehrsweg, sollte ihr Pegel weiter sinken. Unternehmen, die ihre Fertigprodukte verschiffen, könnten demnach selbst bei verkaufter Ware Absatzprobleme bekommen. Gleiches gilt für Unternehmen, die per Schiff Vorprodukte geliefert bekommen. Hier drohen Engpässe in der Fertigung. Das produzierende Gewerbe in Deutschland steht zusätzlich zu den steigenden Energiepreisen, einer drohenden Gasknappheit und geopolitischer Unsicherheit damit vor einer weiteren großen Herausforderung.



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