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Fr, 9. Dezember 2022, 10:12 Uhr

Credit Suisse erwägt Auflösung der Investmentbanking-Sparte - Aktien von Gasunternehmen unter Druck


05.09.22 16:19
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die erste Handelssitzung dieser Woche in Deutschland bringt eine Rückkehr der Befürchtungen einer möglichen schweren Energiekrise in Europa mit sich, so die Experten von XTB.

Die Stimmung sei getrübt, die Bundesregierung habe ein neues Hilfspaket angekündigt.
Der Swap-Markt preise derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 66% für eine Zinserhöhung um 75 Basispunkte durch die EZB bei ihrer Sitzung in der nächsten Woche ein.
Die Cash-Benchmark der deutschen Blue Chips notiere heute im Minus. Futures würden besser abschneiden und sich knapp über dem Strich halten.

Die deutsche Handelssitzung am Montag bringe Rückgänge bei allen Komponenten des DAX-Index (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900). Besonders schlecht würden Industrie- und Konsumgüterunternehmen abschneiden.

Die Einstellung der Gaslieferungen durch NS1 und das Gespenst einer europäischen Energiekrise hätten Druck auf die Aktien von Gasunternehmen ausgeübt, die heute stark an Wert verlieren würden. Die Aktien von Uniper (ISIN: DE000UNSE018, WKN: UNSE01, Ticker-Symbol: UN01) würden heute mehr als 12% verlieren. Das Unternehmen sei in der aktuellen Situation gezwungen, Gas aus anderen Quellen zu Marktpreisen zu kaufen, was nach Berechnungen der Analysten der Credit Suisse zu einem täglichen Verlust von 100 Millionen Euro führe. Auch die Aktien von RWE (ISIN: DE0007037129, WKN: 703712, Ticker-Symbol: RWE, NASDAQ OTC-Symbol: RWNFF) und E.ON (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, NASDAQ OTC-Symbol: ENAKF) stünden unter Druck.

Mehr als 3% Kursverluste verzeichne heute die Aktie der Credit Suisse (ISIN: CH0012138530, WKN: 876800, Ticker-Symbol: CSX, SIX Swiss Ex: CSGN, Nasdaq OTC-Symbol: CSGKF), deren Management laut Medienberichten über die Auflösung der Investmentbanking-Sparte und einen Wechsel ins Private Banking verhandeln solle. Hauptthema sei Medienberichten zufolge die Abwicklung der IB-Einheit in den USA, die fast 5.000 Mitarbeiter gefährden würde.

Stark steigende Energiepreise würden die Bundesregierung veranlassen, weitere Transferpakete zu beschließen. Nach Angaben eines Regierungssprechers könnte das neue Paket 65 Milliarden Euro übersteigen und sich zu den beiden vorherigen Paketen gesellen. Erinnerung daran, dass die vorherigen Pakete unter anderem Steuersenkungen auf Kraftstoff und die Einführung billiger Fahrkarten für den öffentlichen Verkehr beinhaltet hätten.

Das neue Paket in der Größenordnung von mindestens 65 Milliarden Euro werde voraussichtlich zu den vorherigen in der Größenordnung von 30 Milliarden Euro hinzukommen. Das neue Paket solle unter anderem beinhalten:

- Energiekostenzuschläge für Rentner (einmalig 300 Euro)

- Zuschläge für Studenten (einmalige Zahlung der Bestellung von 200 EUR)

- Mit 1,5 Milliarden Euro sollten Fahrkarten subventioniert werden, die derzeit 9 Euro im Monat kosten würden

Finanziert werden solle das Paket vor allem durch eine Steuer auf überschüssige Gewinne in Energieunternehmen. Das Paket sei für 2022 und 2023 vorgesehen. Der Sprecher habe darauf hingewiesen, dass die Regierung keine Pläne habe, Sonderschulden für das Paket zu begeben.

Analystentätigkeit:

- Lufthansa (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, NASDAQ OTC-Symbol: DLAKF) von SocGen auf "Kauf" erhöht.

- Brenntag (ISIN: DE000A1DAHH0, WKN: A1DAHH, Ticker-Symbol: BNR, NASDAQ OTC-Symbol: BNTGF) von Oddo BHF auf "outperform" hochgestuft. Kursziel auf 97 EUR festgelegt. (05.09.2022/ac/a/m)




 
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