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Commerzbank

WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001

Commerzbank-Aktie: Jetzt verkauft Blessing das Tafelsilber - alles muss raus


14.06.13 12:07
aktiencheck.de EXKLUSIV

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Verfrühter Sommerschlussverkauf bei der krisengeschüttelten Commerzbank AG (ISIN DE000CBK1001 / WKN CBK100). Commerzbank-Chef Blessing macht ernst mit der Reduzierung der Non-Core- Asstes und verkauft nun auch das Tafelsilber der Frankfurter Großbank.

Vor allem den immer weniger werdenden bei der Commerzbank verbliebenen ehemaligen Mitarbeitern der Dresdner Bank wird heute das Herz bluten. Das Buch der 2008 übernommenen Dresdner Bank wird heute wohl endgültig zugeklappt. Dem "Räumungsverkauf" fiel heute die ehemalige Konzernzentrale der Dresdner Bank zum Opfer.

Der "Silberturm" im Bahnhofsviertel wird an mehrere institutionelle Investoren aus Südkorea verkauft. Federführend im Käuferkonsortium ist der angeschlagene Immobilienkonzern IVG, der mit dem Deal asiatische Investoren für weitere Investitionen in der IVG Immobilien zu begeistern hofft.

Die Commerzbank will den Büroturm im Bahnhofsviertel langfristig mieten. Durch den Verkauf wird die angeschlagene Bank ihre Eigenkapitalquote wieder etwas erhöhen können, allerdings dürfte das Sell-and-Rent-back-Konzept am langen Ende zu deutlich höheren Kosten führen.

Mit dem Verkauf der ehemaligen Dresdner Bank Zentrale macht Commerzbank-Chef Blessing ernst mit seiner Strategie zur konsequenten Reduzierung der Non-Core-Assets (NCA).

Seit dem Jahr 2008 wurden die Non-Core-Assets bereits um 130 Mrd. Euro reduziert, was einer Reduktion um 68% entspricht. 30 Mrd. davon wurden allein im vergangenen Geschäftsjahr 2012 abgebaut. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2012 wurden nochmals 7,6 Mrd. Euro NCAs aus der Bilanz entfernt.

Bis zum Jahr 2016 sollen die NCAs nochmals um 40% zurück gefahren werden. Das würde einer Reduzierung von 143 Mrd. Euro zum Ende des ersten Quartals 2013 auf nur noch 93 Mrd. Euro im Dezember 2016 entsprechen.

Zu den NCAs zählt Commerzbank-CEO Martin Blessing zufolge die Bereiche Öffentliche Finanzen (Stand zum Ende des 1. Quartals: 74 Mrd. Euro), Gewerbeimmobilien (51 Mrd. Euro) und Schiffsfinanzierung (18 Mrd. Euro).

Die NCAs würden in den Geschäftsjahren 2013 bis 2016 noch kumulierte Verluste von 2,3 Mrd. Euro verursachen.

In den kommenden vier Jahren sollen die positiven Bilanzeffekte durch den Abbau des Kreditrisikos die zusätzlichen Kosten aber insgesamt überkompensieren.

Ab dem Jahr 2014 soll der bilanzielle Ergebnisbeitrag durch den Abbau des Kreditrisikos positiv werden. (14.06.2013/ac/e/a)




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