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Mo, 3. Oktober 2022, 16:17 Uhr

China: Konjunkturrückgang


07.04.22 10:25
Oberbank

Linz (www.aktiencheck.de) - Im März ist die chinesische Industrie deutlich geschrumpft, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Der Einkaufsmanagerindex sei von 50,4 auf 48,1 Punkte zurückgefallen. Vor allem die Exportaufträge seien stark rückläufig. Die strikte Corona-Politik der chinesischen Regierung, der Ukraine Konflikt und die angespannte Frachtsituation würden das Geschäft belasten. Das minimale Wachstumsziel von 5,5% dürfte heuer klar verfehlt werden. Für 2023 würden die Prognosen bei liegen, für chinesische Verhältnisse, mageren 4,8%. Der neue asiatische Wirtschaftsmotor dürfte Indien werden. Dessen Wirtschaftsleistung liege nach China und Japan an dritter Stelle in Asien. Und die Prognosen für dieses Jahr würden bei einer Steigerung des Bruttonationalprodukts um 7,5% liegen - für 2023 würden sogar 8,0% gesehen.

Die Technologieführerschaft, die uns China bei den Olympischen Spielen präsentierte, stimmt nicht ganz, so Oberbank. Im Kernsegment Hochleistungshalbleiter und Betriebssysteme seien die USA noch immer Weltmarktführer. Die Konjunkturprobleme seien inzwischen auch am Devisenmarkt präsent. Beim USD/CNY-Kurs dürfte eine Bodenbildung im Bereich 6,30 bis 6,35 im Gang sein. Dies sollte auch beim EUR/CNY eine Trendumkehr und Werte über 7,00 wieder bringen. (07.04.2022/ac/a/m)