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So, 2. Oktober 2022, 15:21 Uhr

„Branche korrigiert Erwartungen nach oben“ – Warum Cybersicherheit auch in einer Rezession gefragt bleibt


17.08.22 12:53
Stock-World Redaktion

 


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Mit dem Ukraine-Krieg dringt die Cyberwelt unaufhaltsam in unsere reale Welt ein. Staatlich geförderte Angriffe aus Russland zielen auf Öl- und Wasserverarbeitungsanlagen bis hin zu Lebensmittelverpackungsanlagen. Die Folgen für soziale Infrastrukturen und den privaten Alltag sind greifbar. Mit zunehmender Vernetzung von Geräten und dem Ausbau ultraschneller Netze der nächsten Generation steigen die Risiken. Laut dem thematischen Asset Manager Rize ETF wurden die Wachstumserwartungen der Branche erst jüngst weiter nach oben korrigiert.


 


London/München, 17. August 2022 – Die steigende Zahl von Cyberangriffen in den letzten Jahren hat Unternehmen und Regierungen dazu bewogen, ihre Abwehrmaßnahmen zu verstärken, um Angriffe auf ihre Netzwerke und kritischen Anlagen abwehren zu können oder den Diebstahl von Kundendaten zu verhindern. Erst im vergangenen Monat deckte Microsoft Versuche Russlands auf, Institutionen und Regierungen in 42 Ländern, die die Ukraine unterstützen, zu infiltrieren und zu schädigen. Doch Cyberangriffe können auch aus der westlichen Welt heraus erfolgen: So begab sich das internationale Aktivistenkollektiv Anonymous bereits kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine in einen offenen Cyberkrieg mit Putin und damit in eine Grauzone. Die EU hingegen aktivierte ihr Cyber Rapid Response Team, bestehend aus Cybersecurity-Experten aus sechs europäischen Ländern.


 


Mehr Vernetzung, mehr Einfallstore


So notierte die Zahl der Ransomware-Angriffe im ersten Quartal 2022 dreimal so hoch wie im ersten Quartal 2021. Die durchschnittlichen Kosten zur Wiederherstellung von Daten nach einem Ransomware-Angriff betragen branchenübergreifend rund 1,4 Millionen Dollar. Im vergangenen Jahr meldeten Unternehmen alle 11 Sekunden eine derartige Attacke – ein neuer Rekord. Allein 2021 summierte sich der Schaden für die deutsche Wirtschaft auf eine jährliche Summe von 223 Milliarden Euro auf. Die Angreifer – häufig staatliche Akteure – sitzen Untersuchungen zufolge nicht nur im eigenen Land, sondern oftmals in Osteuropa, Russland und China.


 


Dazu Rahul Bhushan, Mitgründer von Rize ETF: „Da es bis 2023 weltweit voraussichtlich dreimal so viele vernetzte Geräte wie Menschen geben wird, wird es für Kriminelle und staatlich geförderte Akteure noch mehr Einfallstore geben, die sie ausnutzen können, um Unheil anzurichten.“


 


Branchenerwartungen nach oben korrigiert


Vor diesem Hintergrund sollte es nicht überraschen, dass die Ausgaben für Cybersicherheit – sowohl von öffentlicher als privater Seite – nicht zurückgehen würden. Bhushan zufolge korrigiert die Branche die Wachstumserwartungen immer wieder nach oben. Die Schätzungen für die weltweiten Cybersicherheitsausgaben im Jahr 2022 belaufen sich derzeit auf knapp 250 Milliarden US-Dollar, die bis 2024 auf 300 Milliarden US-Dollar und bis 2026 auf 350 Milliarden US-Dollar ansteigen sollen.


 


Bhushan verdeutlicht das Potential, das auch vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden konjunkturellen Schwächung bestehe: „Aus der Sicht der Anleger sehen die Bewertungen der in Frage kommenden Sicherheitsunternehmen ebenfalls günstiger aus, da das Kurs-Gewinn-Verhältnis zwischen Oktober 2021 und Mai 2022 um 16,1 Prozent gesunken ist. Selbst wenn wir in eine globale Rezession eintreten sollten, ist die Cybersicherheit eine Ausgabeposition, die nicht so einfach zurückgefahren werden kann. Nicht nur aus regulatorischen Gründen, sondern auch wegen der Notwendigkeit, die Geschäftskontinuität in einer angemessenen Weise zu gewährleisten.“


 


Abkehr von Investitionen in Cybersicherheit undenkbar


Für Bhushan ist klar, dass es sich Unternehmen nicht leisten können, Investitionen in Cybersicherheit zu vernachlässigen. „Eine Verlangsamung der Ausgaben, wenn es sie denn gibt, dürfte nur von kurzer Dauer sein. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass 2022 ein entscheidendes Jahr für die Cybersicherheit sein wird. Angesichts der russischen Invasion der Ukraine und der dadurch in Gang gesetzten Kette von Ereignissen wird die Branche immer mehr an Bedeutung gewinnen, da Unternehmen und Regierungen gleichermaßen versuchen, ihre Verteidigungsfähigkeiten im Cyberspace zu verbessern.“


 

 


 


Warnung vor dem Kapitalrisiko


Eine Investition in Fonds ist mit Risiken verbunden, darunter Illiquidität, fehlende Dividenden, Investitionsverlust und Verwässerung, und sollte nur als Teil eines diversifizierten Portfolios erfolgen. Die Fonds können in einer oder mehreren europäischen Rechtsordnungen registriert oder anderweitig zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sein. Anleger sollten die Bedingungen für die Anlage in einen Fonds (oder eine Anteilsklasse) weiterhin sorgfältig prüfen und professionelle Anlageberatung einholen, bevor sie eine Entscheidung zur Anlage in einen solchen Fonds (oder eine Anteilsklasse) treffen.


 


Über Rize ETF


2019 gegründet legt Rize ETF als erster europäischer Emittent ausschließlich thematische ETFs auf. Das Gründer-Team Rahul Bhushan, Stuart Forbes, Anthony Martin und Jason Kennard vereint mehr als 35 Jahre Erfahrung und leistete schon früh gemeinsam Pionierarbeit im Bereich themenbasierter ETFs. Unter anderem brachte das Team die ersten ETFs für Robotik, Cybersicherheit und Batterie-Technologie auf den europäischen Markt. Seit 2020 lanciert Rize ETF unterschiedlichste Anlagethemen. Die Anlagestrategien der jeweiligen ETFs werden in Zusammenarbeit mit Researchhäusern und Indexanbietern entwickelt. Inzwischen managt Rize ETF etwa 500 Millionen US-Dollar. Rize ETF Limited ist von Aldgate Advisors Limited (Firm Reference No. 763187) bevollmächtigter Repräsentant, zugelassen und reguliert von der Financial Conduct Authority, 5th Floor, 20 Fenchurch Street, London, Vereinigtes Königreich EC3M 3BY.



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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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