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Mi, 1. Februar 2023, 1:05 Uhr

Börsenunwort: „Übergewinnsteuer“ bewegte österreichischen Kapitalmarkt im Jahr 2022


01.12.22 11:47
Stock-World Redaktion

(Wien) Die Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Finanzbranche haben abgestimmt: „Übergewinnsteuer“ ist das Börsenunwort des Jahres 2022. Der Begriff „Übergewinn“ wird ambivalent verwendet: Im Rechnungswesen steht er für jene Gewinne, die die Kapitalkosten übertreffen; in der aktuellen medialen Debatte wird häufig negativ behaftet von einem angeblich die Norm übersteigenden Gewinn gesprochen. Der Branche ist klar, dass ein „Normgewinn“ nicht existiert und die Diskussion – bis hin zur staatlichen „Abschöpfung“ – letztlich dem Wirtschaftsstandort schadet. Auf den Stockerlplätzen landen artverwandt „Zufallsgewinne“, „Inflation“ oder „Zinserhöhung“; Begriffe die ebenfalls thematisch die geopolitischen Veränderungen und die daraus resultierende Energiekrise widerspiegeln.
 
„Der Begriff ‚Übergewinne‘ ließ heuer öffentliche Rufe nach staatlichen Eingriffen laut werden. Österreich liegt bei der Einhebung von Steuern aber bereits auf einem Spitzenplatz und Markteingriffe wirken nicht vertrauensbildend. Der Fokus sollte auf einer gemeinsamen, europäischen Stärkung von Innovation liegen, denn darin steckt der Schlüssel zum Erhalt von Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Der Kapitalmarkt steht zur Innovations-Finanzierung, als Tool zur Inflations-Abfederung und der Teilhabe aller am Wachstum bereit – er muss aber auch genutzt werden,“ so Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse.
 
Über das Börsenunwort
 
Seit 2017 lässt die Wiener Börse jährlich die heimische Finanzcommunity das Börsenunwort des Jahres nominieren. Bei der Entscheidung durch eine Jury stehen die Aktualität, Relevanz und linguistische Bedeutung der Worte im Fokus. Das inzwischen sechste heurige Börsenunwort löst damit das im letzten Jahr geisternde „Inflationsgespenst“ (Börsenunwort 2021) ab. Die Finanz-Community lag damit bereits früh richtig bei einer Entwicklung, die auch 2022 fortgesetzt mit Rekord-Inflationswerten zu beobachten war. In den Jahren davor konnten sich „coronabedingt“ (2020), „Brexit“ (2019), „Strafzölle“ (2018) und „Negativzinsen“ (2017) durchsetzen.
 
 
Über die Wiener Börse
Als zentrale Infrastrukturanbieterin der Region öffnet die Wiener Börse AG Tore zu globalen Märkten. Sie betreibt die Börsenplätze Wien und Prag. Notierte Unternehmen profitieren dort von maximaler Liquidität, Anlegern bietet sie als Marktführerin schnellen und günstigen Handel. Die Wiener Börse sammelt und verteilt Kursdaten und berechnet die wichtigsten Indizes für ein Dutzend Märkte der Region. Dank ihres einzigartigen Know Hows vertrauen auch die Nationalbörsen in Budapest, Laibach und Zagreb auf die IT-Dienstleistungen der Wiener Börse. Darüber hinaus ist sie an weiteren Energiebörsen und Clearinghäusern der Region beteiligt.
 
Haftungsausschluss
Diese Pressemitteilung kann bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen, die auf zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung gegenwärtigen Annahmen basieren, enthalten. Wir übernehmen keinerlei Gewähr dafür, dass diese zukunftsgerichteten Aussagen eintreten werden. Weiters weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass diese Pressemitteilung nicht als Grundlage für eine Investitionsentscheidung dient und weder eine Aufforderung zum Kauf noch eine Anlageempfehlung der Wiener Börse AG darstellt. Die Angaben in dieser Pressemitteilung erfolgen ohne Gewähr. Medienvertreter können sich jederzeit per E-Mail vom Verteiler abmelden.


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