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Fr, 20. Mai 2022, 16:31 Uhr

Bald wieder mehr Nickelangebot am Weltmarkt?


20.02.18 15:12
Commerzbank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In Abwesenheit der US- und chinesischen Händler haben die Industriemetalle gestern mit Ausnahme von Aluminium allesamt nachgegeben, so die Analysten der Commerzbank.

Mit einem Verlust von 2,4% sei Nickel der größte Verlierer gewesen. Die Analysten der Commerzbank würden dies auf Gewinnmitnahmen zurückführen, nachdem der Nickelpreis letzten Donnerstag bei gut 14.400 USD je Tonne den höchsten Stand seit Mai 2015 erreicht habe. Der Preisanstieg dürfte stark spekulativ getrieben gewesen sein, was die LME-Statistik heute wohl belegen werde. Das philippinische Institut für Bergbau und Geowissenschaften habe gestern berichtet, dass die philippinische Nickelminenproduktion im letzten Jahr um gut 6% auf 23,35 Mio. Tonnen gefallen sei. 13 der 30 Nickelminen im Land hätten demnach im letzten Jahr gar kein Nickel produziert, da sie wegen Umweltbelangen geschlossen gewesen seien. Weitere Minen hätten zeitweise ihren Betrieb einstellen müssen. Alle betroffenen Minen hätten beim Umweltministerium einen Antrag auf erneute Überprüfung der Schließungsanordnungen gestellt. Derzeit würden die Beschwerden der Minen überprüft, ein Ergebnis solle im März vorliegen. Es werde damit gerechnet, dass einige Minen wieder ihren Betrieb aufnehmen dürften, womit dem globalen Nickelmarkt wieder mehr Angebot zur Verfügung stehen würde. Auch aus Indonesien werde wieder mehr Nickelangebot an den Markt kommen. Das Energie- und Bergbauministerium habe weitere Exportquoten für Nickelerz vergeben. Die bessere Versorgung des Marktes spreche nach Erachten der Analysten der Commerzbank für eine Korrektur des Nickelpreises. (20.02.2018/ac/a/m)