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Mo, 6. Dezember 2021, 4:19 Uhr

B+S Banksysteme

WKN: 126215 / ISIN: DE0001262152

B+S Banksysteme wird digital und setzt auf Fintechs - Aktienanalyse


29.08.18 12:45
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - B+S Banksysteme-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Laut den Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" ist die Aktie des Softwareunternehmens B+S Banksysteme AG (B+S) (ISIN: DE0001262152, WKN: 126215, Ticker-Symbol: DTD2) erneut kaufenswert.

Der Spezialist für Standardsoftware-Lösungen zur Abwicklung von Finanzgeschäften bei Banken, Sparkassen und Industrieunternehmen habe ein solides Zahlenwerk für die ersten neun Monate des Jahres 2017/2018 erzielt. In der Zeit von Juli bis März habe der Umsatz um mehr als 14% über dem Niveau des Vorjahres gelegen. Das EBIT habe um 62,5% expandiert. Die Unternehmensprognose für das Gesamtjahr 2017/2018, welches am 30. Juni geendet sei, sehe einen Umsatz von gut 9,9 Mio. Euro und ein EBIT von 2,2 Mio. Euro vor. Auf Basis der Neunmonatszahlen wäre ein Übertreffen der Prognose durchaus anzunehmen. Im Hintergrundgespräch habe Vorstand Wilhelm Berger den Experten allerdings darauf hingewiesen, dass das Vorjahr durch einen Lizenzverkauf in Höhe von 1.8 Mio. Euro das Zahlenwerk insgesamt beflügelt habe.

"Diese Lizenz haben wir im Geschäftsjahr 2016/2017 kurz vor Jahresende verkauft. Im Jahr 2017/2018 gab es einen solchen Lizenzverkauf nicht. Wir können somit mit den Zahlen, die wir erreicht haben, durchaus zufrieden sein", so Berger. Nach den Berechnungen der Experten dürfte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von ca. 9,8 Mio. Euro erreicht und damit die Umsatzprognose erfüllt haben. Beim EBIT sollte Berger sein Ziel nahezu erfüllt haben. 2017/2018 habe B+S ein Fintech-Unternehmen zugekauft und insgesamt zwölf neue Mitarbeiter eingestellt. "Wir sind jetzt 78 Leute. Personal ist in unserer Branche ein sehr hohes Gut, was nicht einfach zu finden ist. Diese kosten natürlich auch Geld." Die Übernahme als auch der deutliche Ausbau an Mitarbeitern dürfte das EBIT etwas belastet haben.

Für das neue Geschäftsjahr zeige sich Berger optimistisch, den Umsatz und das EBIT wieder zu steigern. "Wir haben inzwischen einen Basisumsatz von über 9 Mio. Euro. Dieser setzt sich zusammen aus Wartung, ASP und Mieterlösen. Darüber hinaus müssen wir im Vertrieb Gas geben", so Berger. Der Vorstand wolle nicht ausschließen, dass er wieder eine Lizenz verkaufe. "Wir arbeiten daran und befinden uns dazu mit verschiedenen Kunden im Gespräch."

Strategisch konzentriere sich B+S Banksysteme mit ihren Lösungen bisher in erster Linie auf das klassische und konservative Bankengeschäft. Das werde sich mehr und mehr ändern. "Das Geschäft mit Fintechs ist für uns sehr interessant, und wir wollen selbst stärker den Fokus auf das Thema Digitalisierung richten". Im Februar habe B+S das auf automatisiertes Sparen spezialisierte Fintech-Unternehmen Clinc übernommen. "Clinc hat tollte Produkte entwickelt, die wir nun gemeinsam weiterentwickeln und demnächst dem Markt anbieten werden", so Berger. Bald solle die Clinc-App vermarktet werden. Mit der App könnten Nutzer auf persönliche Ziele sparen und sich finanzielle Träume erfüllen.

Durch den Einsatz innovativer Verfahren lerne die Clinc-App intelligente Sparbeträge automatisch zu sparen. Innerhalb weniger Minuten könnten Nutzer ein vollwertiges Bankkonto eröffnen und somit die ermittelten Sparbeträge automatisiert auf die Seite legen. Das angesparte Guthaben könne im Anschluss auf Wunsch in ausgewählte Anlage-Angebote übertragen werden. Über die Banking-Plattform der Sutor Bank integriere sich Clinc in das Ökosystem von Anlage-Startups wie zum Beispiel Deposit Solutions/Zinspilot und Growney/Robo-Advice. "Wir wollen mit dieser App Banking und Retail verknüpfen. Unsere Zielgruppe für diese App sind große Retailer und Banken."

Die Übernahme von Clinc könnte nicht die letzte Übernahme von B+S Banksysteme gewesen sein. "Wir schauen uns weiter nach interessanten Firmen im Bereich Fintech um", so Berger. Gut möglich, dass er im laufenden Geschäftsjahr eine weitere Übernahme präsentiere. Der Kaufpreis von Clinc dürfte attraktiv gewesen sein. Das Unternehmen habe bisher noch keine nennenswerten Umsätze erzielt, sondern habe in erster Linie digitale Produkte entwickelt. Für weitere Zukäufe habe B+S eine gut gefüllte Kasse. Zudem habe die Firma ein Schreiben der Deutschen Bundesbank erhalten, mit der Erklärung, dass B+S notenbankfähig sei. "Das hat uns sehr gefreut. Wir können uns damit zu den besten Konditionen Geld leihen und müssen derzeit quasi keine Zinsen für Kredite zahlen. Momentan haben wir das aber noch nicht in Anspruch genommen", erkläre der Firmenchef.

Trotz dieser Ausgangslage wolle Berger seinen Aktionären noch keine Dividende zahlen. "Wir bewegen uns in einem sehr interessanten Umfeld. Es ist besser etwas Reserve zu halten als heute schon Dividenden auszuzahlen, da wir uns weiter nach Zukäufen umschauen." Berger könne sich aber gut vorstellen, dass B+S in zwei bis drei Jahren eventuell anfange, Dividenden auszuzahlen. Am Ende seiner aktuellen Amtszeit in gut drei Jahren wolle er übrigens seinen Posten als Vorstand an den Nagel hängen und möglicherweise in den Aufsichtsrat wechseln. "Irgendwann ist es gut. Man sollte rechtzeitig an jüngere Leute übergeben, da ich ohnehin nicht mehr so stark im täglichen operativen Geschäft involviert bin." Die Nachfolge sei längst geregelt. Bergers Sohn sei seit gut sieben Jahren im Unternehmen und werde bald höhere Verantwortung übernehmen.

Das Wertpapier habe von seinem Jahreshoch bei über 6 Euro deutlich korrigiert.

Auf aktuellem Kursniveau ist die B+S Banksysteme-Aktie erneut kaufenswert, so die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de". (Analyse vom 29.08.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze B+S Banksysteme-Aktie:

XETRA-Aktienkurs B+S Banksysteme-Aktie:
4,64 EUR -0,22% (29.08.2018, 09:07)

Tradegate-Aktienkurs B+S Banksysteme-Aktie:
4,58 EUR -1,29% (29.08.2018, 11:29)

ISIN B+S Banksysteme-Aktie:
DE0001262152

WKN B+S Banksysteme-Aktie:
126215

Ticker-Symbol B+S Banksysteme-Aktie:
DTD2

Kurzprofil B+S Banksysteme AG:

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft (B+S) (ISIN: DE0001262152, WKN: 126215, Ticker-Symbol: DTD2) entwickelt und vertreibt Standardsoftware für Banken und das Finanzmanagement. Die Software ist optimiert für Geschäfts- und Privatbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Versicherungen, Spezialinstitute, Finanzholdings und Wertpapierbörsen. B+S bietet eine umfassende Produktpalette für das Core Banking im Aktiv- und Passiv-Bereich, den gesamten Zahlungsverkehr (national, international und Euro) einschließlich SEPA (credit-transfer und direct debit), das Kreditgeschäft (automatisierte Kreditabwicklung), Treasury und Trading und Risikomanagement mit der Abbildung aller Basel II-Anforderungen sowie für das Electronic-Banking an. (29.08.2018/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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