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Fr, 2. Dezember 2022, 20:13 Uhr

Aurelius Equity Opportunities SE & CO KGaA

WKN: A0JK2A / ISIN: DE000A0JK2A8

AURELIUS Vorstandsinterview: "2017 wird ein absolutes Rekordjahr"


27.10.17 13:51
aktiencheck.de EXKLUSIV

Interview mit Aurelius CEO Dr. Dirk Markus und CFO Steffen Schiefer, Portraitbild Dr. Markusaktiencheck.de EXKLUSIV sprach mit CEO Dr. Dirk Markus u. a. über die zuletzt wieder steigenden Shortpositionen in der AURELIUS-Aktie. Bild und Copyright: AURELIUS.


Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Die Münchener Beteiligungsgesellschaft AURELIUS (ISIN: DE000A0JK2A8, WKN: A0JK2A, Ticker-Symbol: AR4) blickt auf eine turbulente Zeit zurück. Short-Attacken, umfangreiche Aktienrückkaufprogramme und Übernahmen - das sind nur einige Themen, über die AURELIUS-CEO Dr. Dirk Markus in einem Interview mit aktiencheck.de EXKLUSIV spricht.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Herr Dr. Markus, Ende März war AURELIUS zum Ziel einer heftigen Short-Attacke des amerikanischen Hedgefonds Gotham City geworden. Der Kurs hatte sich infolgedessen nahezu halbiert. Inzwischen zogen sich einige Hedgefonds aus ihren Short-Engagements deutlich zurück - Gotham City senkte es sogar auf nur noch 0,03%. Die Leerverkäufer Highbridge Capital Management und OCH-ZIFF MANAGEMENT EUROPE stockten ihre Shortpositionen zuletzt hingegen auf. Welche Folgerungen sollten die Anleger daraus ziehen?

Markus: Positive. Die von Ihnen angesprochenen "Leerverkäufer" Highbridge und Och-Ziff sind keine aggressiven Shortseller wie Gotham City, sondern vertrauensvolle Investoren, die größere Positionen unserer Wandelanleihe in ihren Portfolien haben. Da die Wandelanleihe deutlich im Geld notiert, halten Highbridge und Och-Ziff dort eine bedeutende Long-Position. Um ihre Risiko-Ertrags-Relation optimal auf ihre strategische Zielrendite auszurichten und einen Teil des Aktienmarktrisikos der Wandelanleihe abzuhedgen, gehen diese Convertible Funds im Gegenzug auch entsprechende Shortpositionen in der AURELIUS-Aktie ein. Diese entwickeln sich gegensätzlich zur Investition in die AURELIUS Wandelanleihe und glätten somit Risiko und Ertrag des Investors. Die Anzahl der gegen die Anleihe stehenden leerverkauften Aktien muss bei Kursbewegungen der AURELIUS Aktie entsprechend angepasst werden. Dieses Vorgehen nennt sich Delta Hedging und wird dazu genutzt, Risiko und Ertrag zu glätten und hat nichts mit einer aggressiven Short-Spekulation zu tun.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Die AURELIUS Aktie hat großen Teil des Kurseinbruchs zwischenzeitlich aufgeholt. Ein wichtiger Faktor, der der Aktie wieder auf die Beine geholfen hat, sind die Aktienrückkäufe. Befürchten Sie nicht, dass es nach dem Auslauf der Aktienrückkaufprogramme wieder zu Kursverlusten kommen kann?

Markus: Nein. Der Kurseffekt unseres Aktienrückkaufprogramms ist langfristig. Bisher haben wir bei den letzten Hauptversammlungen zurückgekaufte Aktien eingezogen. Für die seit Juni 2017 zurückgekauften Aktien ist das noch nicht entschieden. Durch die Reduzierung der ausstehenden Anteilsscheine würde unser Gewinn, des zu erwartenden Rekordjahres 2017 sowie der zukünftigen Geschäftsjahre, auf weniger Aktien verteilt. Der eigentliche Werttreiber ist und bleibt jedoch unser Geschäftsmodell mit hohen Renditen. Wir kaufen Unternehmen zu Preisen, die in der Regel unter dem Substanzwert liegen, richten diese auf ein langfristiges Wachstum aus und verkaufen sie dann im Schnitt zum 9,8-Fachen des eingesetzten Kapitals.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Viele Experten reden zuletzt von überhitzten Private Equity-Märkten. Bekommt AURELIUS als Private Equity-Investor die ziemlich hohen Preise für Übernahmen zu spüren?

Markus: Nein. Wir sind kein klassisches Private Equity-Unternehmen. AURELIUS investiert nicht in Unternehmen, um durch Kapitalausschüttungen Gewinne zu realisieren. Wir kaufen Unternehmen, die sich in einer schwierigen Situation befinden, wir nennen das Umbruch- oder Sondersituationen, von deren Zukunftschancen wir jedoch überzeugt sind. Dabei handelt es sich meistens um komplexe Konzernabspaltungen und Familienunternehmen mit ineffizienten Führungsstrukturen, die deutlich unterdurchschnittlich profitabel sind. Wir richten diese dann mit unserer rund 100 Mann starken Mannschaft aus Funktionsspezialisten komplett neu aus und verkaufen diese nach rund 5 Jahren. Auf der Verkaufsseite profitieren wir hingegen von dem aktuell guten Markt für Unternehmenstransaktionen. In 2017 konnten wir mit den Verkäufen von Secop und Getronics zwei Rekordtransaktionen vollziehen und dabei jeweils zweistellige Multiples auf das eingesetzte Kapital erzielen.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Bleiben wir beim Thema Übernahmen: Wie planen Sie, die weitere Expansion von AURELIUS zu finanzieren? Die umfangreichen Aktienrückkaufprogramme kosten erst mal viel Geld. Werden sie nicht auf Kosten von Investitionen durchgeführt?

Markus: Nein. AURELIUS verfügt derzeit über mehr als 500 Mio. Euro an liquiden Mitteln. Allein im laufenden Geschäftsjahr haben wir durch Verkauf von zwei unserer Töchter unsere Kasse mit über 300 Mio. Euro aufgefüllt. Unser durchschnittlicher Kaufpreis beträgt rund 10 Mio. Euro. Wir schütten an unsere Aktionäre über Dividenden und Aktienrückkaufprogramme nur das Geld aus, das wir nicht für Investitionen in neue und bestehende Unternehmen benötigen. Im laufenden Jahr konnten wir so bereits über 230 Mio. Euro ausschütten.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Haben sie schon konkrete Übernahmeziele im Visier?

Markus: Ja. Aber wir werden darüber erst sprechen, wenn die Übernahmen in trockenen Tüchern sind. Wir rechnen für das vierte Quartal mit 2-3 weiteren Zukäufen, inklusive möglicher Add-on-Akquisitionen bei unseren Töchtern. Auch auf der Verkaufsseite zeichnen sich positive Nachrichten ab. Wir befinden uns dabei in bereits weit fortgeschrittenen Verhandlungen. Auf jeden Fall ist davon auszugehen, dass 2017 ein absolutes Rekordjahr für den AURELIUS Konzern wird.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Kommen wir jetzt auf die Dividendenpolitik zu sprechen. Die AURELIUS-Aktie gilt als hoch interessant für Dividendenjäger, gerade vor dem Hintergrund der erfolgreichen Verkäufe von Secop und Getronics. Kann sich AURELIUS weiterhin aktionärsfreundliche Ausschüttungen leisten?

Markus: Für 2017 gehe ich davon aus. Für die kommenden Geschäftsjahre werden wir ebenfalls wieder hart dafür arbeiten. Wir haben dieses Jahr bereits 300 Mio. Euro aus Verkäufen vereinnahmen können. Das Jahresergebnis sollte erneut einen Rekordwert erreichen. Wir sind uns bewusst, wie wichtig gerade im aktuell niedrigen Zinsumfeld, der Kapitalrückfluss für unsere Aktionäre ist. Deshalb ist und bleibt dieses Vorgehen ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenspolitik.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Herr Dr. Markus, das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Wie würden Sie den bisherigen Jahresverlauf kurz resümieren und welche Erwartungen haben Sie an das kommende Geschäftsjahr?

Markus: Erfolgreich, aber nervenaufreibend. Wir werden unsere Anteilseigner sowie den Kapitalmarkt mit unserer operativen Performance 2017 überzeugen. Gelungene Zukäufe und gute operative Fortschritte unserer Töchter lassen auch ein erfolgreiches 2018 erwarten. Gleichzeitig bleibt ein Wermutstropfen. Der Aktienkurs und damit unsere Aktionäre mussten dieses Jahr ungerechtfertigt leiden. Mit bösartigen und ungerechtfertigten Anschuldigungen wollten aggressive Shortseller zum eigenen Nutzen AURELIUS schaden. Mit guter Kommunikation und dem Vertrauen unserer Anteilseigner konnten wir den Angriff abwehren und den Aktienkurs auf einen positiven Trend zurückführen. Danke dafür.

aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA weiterhin viel geschäftlichen Erfolg! (27.10.2017/ac/e/a)






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