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Sa, 10. Juni 2023, 16:40 Uhr

adidas

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adidas kaufen


05.06.08 08:40
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" stufen die Aktie von adidas mit "kaufen" ein.

Zwei wichtige sportliche Großereignisse stünden in diesem Jahr auf der Agenda: Die zum Wochenende beginnende Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele im August. Der deutsche Sportartikelhersteller adidas sei für diese Events bestens gerüstet. Aber nicht nur davon sollte das Unternehmen profitieren, auch langfristig seien die Aussichten weiterhin bestens, und ein Einstieg zum aktuellen Zeitpunkt erscheine attraktiv!

Die Geschichte des Unternehmens beginne bereits im Jahr 1920: Jeder Sportler sollte mit dem für ihn optimalen Equipment ausgerüstet werden. Dies sei der Wunsch von Adi Dassler gewesen, der aus den wenigen Materialien, die nach dem ersten Weltkrieg erhältlich gewesen seien, seine ersten Schuhe gefertigt habe. Es habe dann aber 28 Jahre gedauert, bis der Name adidas als Firmenbezeichnung 1948 eingetragen worden sei.

Als Produktnamen habe Adi Dassler die beiden ersten Silben seines Vor- und Zunamens gewählt. Nach fast 70 Jahren sei die Familie Dassler 1989 aus dem Unternehmen ausgeschieden, der Konzern sei in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Heute reiche die Produktpalette von Schuhen, Bekleidung bis hin zu Accessoires für zahlreiche Sportarten, darunter Fußball, Laufen, Golf und Basketball.

Die zu Beginn des vergangenen Monates vorgelegte Quartalsbilanz habe die Investoren überzeugen können. So seien in den ersten drei Monaten 2008 die Umsätze währungsbereinigt um 10% geklettert, aufgrund von zweistelligen Zuwächsen in den Segmenten adidas und TaylorMade-adidas Golf. Bei der Marke Reebok sei der Umsatz wegen des schwachen Geschäfts in den USA jedoch zurückgegangen. Nicht ganz so positiv habe sich ferner der Konzernumsatz in Euro entwickelt, der sich um 3% auf 2,62 Mrd. Euro habe verbessern können.

Allerdings hätten andere Kennziffern überzeugen können: So sei die Bruttomarge des Konzerns von 46,8% auf ein Rekordniveau von 49,1% gestiegen. Die operative Marge habe sich leicht um 1,7 Prozentpunkte auf 10,8% verbessert, und der operative Profit habe sich absolut um 23,2% auf 282 Mio. Euro erhöht. Deutlich zulegen können habe außerdem der Vorsteuergewinn (EBT), der um rund 31% auf 250 Mio. Euro angezogen habe. Nach Steuern habe adidas 170 Mio. Euro und damit 31,5% mehr als im Vorjahreszeitraum verdient. Das Ergebnis je Aktie (EPS) sei von 0,60 auf 0,79 Euro geklettert.

"Wir sind glänzend in das Jahr 2008 gestartet", habe Firmenchef Herbert Hainer die vorgelegten Ergebnisse kommentiert und die Marken adidas und TaylorMade-adidas Golf als Wachstumsmotoren bezeichnet. Ferner habe er sich zur US-Tochter Reebok geäußert, die seinen Aussagen zufolge die geplanten Fortschritte bei der Neupositionierung der Marke mache. Wie der Vorstand weiter betont habe, stehe man als Gruppe insgesamt so gut da wie noch nie und er habe insbesondere auf die deutlich verbesserte Profitabilität verwiesen.

Positiv sei auch der Ausblick der Unternehmensführung zu werten. So rechne der Vorstand für das Gesamtjahr 2008 mit einem Umsatzwachstum auf währungsbereinigter Basis in einem hohen einstelligen Bereich. Da es wohl in allen Konzernbereichen zu einer Verbesserung der Ergebnisse kommen werde, dürfte die Bruttomarge zwischen 47,5% und 48% liegen. Bei der operativen Marge rechne der Konzern mit einem Anstieg auf mindestens 9,5%.

Wie Herbert Hainer weiter erläutert habe, werde adidas 2008 somit sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn neue Höchstmarken erreichen. Der Firmenchef habe sich zudem auf einen spannenden Sommer gefreut und habe gesagt, dass bei den zwei wichtigen Sportereignissen, der UEFA EURO 2008™ und den Olympischen Spielen, die eigenen Marken eindeutig im Mittelpunkt stehen würden. Er sei daher optimistisch, auch in diesem Jahr trotz eines schwierigen Marktumfelds alle Ziele zu erreichen. Die Zeichen stünden demnach weiter auf Grün.

Positiv ins Gewicht würden außerdem die Fortschritte bei Reebok fallen. Nachdem das Sorgenkind Salomon verkauft worden sei, habe der Zukauf von Reebok immer wieder die verärgerten Blicke der Investoren auf sich gezogen, da die US-Tochter mit ihren Zahlen nicht gerade habe punkten können. Doch auch hier könnte es bald die eine oder andere positive Überraschung geben. In einem Interview mit der "EURO am Sonntag" habe der Konzernchef festgestellt: "2009 werden wir in Nordamerika beim Umsatz auf US-Dollar-Basis wieder wachsen. Beim Gesamtumsatz von Reebok, also weltweit, werden wir schon in diesem Jahr zulegen."

Potenzial verspreche außerdem der Ausbau des Online-Geschäfts als weiterer wichtiger Vertriebskanal. "Wir sind für adidas im Frühjahr in den Niederlanden mit einem eigenen Online-Store gestartet und werden das Konzept Zug um Zug in anderen europäischen Märkten ausdehnen, in der zweiten Jahreshälfte auch in Deutschland. Reebok sei in England und Frankreich am Netz, und auch hier werden weitere Märkte folgen."

Aber auch Joint Ventures stünden bei adidas auf der Agenda. Jüngstes Beispiel sei die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Vulcabras S.A. für den Vertrieb von Reebok-Schuhen, -Bekleidung und -Accessoires in Argentinien. Den Angaben zufolge habe die Transaktion zwar noch keine Auswirkung auf die Erwartungen hinsichtlich Umsatz und Profitabilität bei der US-Tochter für das Jahr 2008, aber bis Ende 2015 - so lange solle das Abkommen laufen - dürfte dies anders aussehen.

Nachdem die Aktie von adidas gleich zu Beginn des Jahres mit einem neuen Rekord bei 51,63 Euro gestartet sei, sei eine kurze und kräftigere Korrektur gefolgt. Anschließend habe sich eine Konsolidierungsformation herausgebildet, die Anfang Mai nach oben aufgelöst worden sei.

Aufgrund der fundamental guten Verfassung stehen die Chancen für weitere Zuwächse nicht schlecht, und langfristig orientierte Investoren können auf dem aktuellen Niveau Käufe der adidas-Aktie in Erwägung ziehen, so die Experten von "Aktienservice Research". Für Investments spreche auch die moderate Bewertung: Das KGV (2008e) liege bei rund 14. (Aktien Ausgabe 468 vom 04.06.2008) (05.06.2008/ac/a/d)




 
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