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Mi, 21. Februar 2024, 13:07 Uhr

US-Automobilabsatz: deutsche Autobauer ganz stark


04.04.12 15:51
Die Börsenblogger

Ludwigsburg (www.aktiencheck.de) - Im März 2012 durften sich die Autobauer über einen der besten Monate überhaupt auf dem US-amerikanischen Automobilmarkt freuen, so Christoph Scherbaum von "Die Börsenblogger".

Dabei hätten die ausländischen Anbieter in gleichem Maße wie die einheimische US-Automobilindustrie profitiert. Für die sehr guten Verkaufszahlen würden vielfältige Gründe angegeben.

Zum einen hätten die hohen Benzinpreise dafür gesorgt, dass der Absatz spritsparender Modelle beflügelt worden sei. Daneben habe eine angestaute Nachfrage durch eine erleichterte Kreditvergabe befriedigt werden können. Auch die sehr gute Entwicklung der letzten Wochen auf dem US-Arbeitsmarkt habe dazu beigetragen, dass sich eine verstärkte Nachfrage nach Autos ergeben habe. Laut Mark Fields von Ford (ISIN US3453708600/ WKN 502391) habe auch das mildere Wetter eine positive Rolle gespielt.

Die deutschen Autobauer hätten dabei insgesamt ein sehr gutes Bild abgegben. Im Vergleich zum März 2011 hätten die deutschen Hersteller teilweise starke Zuwächse bei ihren Absätzen verzeichnen können. Bei Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) seien es 13,1 Prozent mehr als vor einem Jahr gewesen. Dabei seien insgesamt 25.508 Fahrzeuge verkauft worden. Auch BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) habe um etwa 13,0 Prozent auf 29.806 verkaufte Fahrzeuge zugelegt. Bei AUDI (ISIN DE0006757008/ WKN 675700) habe ein Plus von 18,0 Prozent auf 11.585 gestanden. Dieses Ergebnis habe für AUDI den fünfzehnten Absatzrekord für den US-Markt hintereinander bedeutet.

Noch besser sei das Ergebnis von Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) gewesen, dessen Absatz durch den großen Erfolg des Modells Passat im Wesentlichen angekurbelt worden sei. Insgesamt seien 34,6 Prozent Fahrzeuge mehr verkauft worden als im gleichen Vorjahreszeitraum. Lediglich Porsche (ISIN DE000PAH0038/ WKN PAH003) sei etwas aus der Reihe gefallen, denn mit 2.460 verkauften Fahrzeugen habe das Ergebnis um 5 Prozent unter dem Wert für März 2011 gelegen. Allerdings habe man sich bei Porsche nicht unzufrieden gezeigt, denn das Unternehmen befinde sich gerade dabei zwei ganz neue Modelreihen in den USA zu veröffentlichen.

Rechtzeitig zur Hauptversammlung habe man sich speziell bei Daimler im Monat März sogar über den besten Verkaufsmonat der bisherigen Unternehmensgeschichte freuen können, womit man sich bei Daimler gerüstet sehe, auch für das Gesamtjahr 2012 einen neuen Absatzrekord aufstellen zu können. Aber auch mit einem Rekord werde man an den Konkurrenten BMW und AUDI in diesem Jahr schwerlich vorbeiziehen können. Die Rückkehr an die Spitze sei für das Jahr 2012 ausgerufen worden und bis dahin seien einige Investitionen nötig, die aktuell die Profitabilität, trotz Rekordabsätzen drücken würden.

"Rekordverdächtig" sei derweil der Aktienkurs von Daimler nicht. Der sei auf dem Stand wie vor zehn Jahren. Doch mal wieder auf die Daten geschaut: GD200 und GD100 im grünen Bereich, Momemtum auch, Bollinger Bänder nicht. Dafür habe man ein 2012er-KGV von 8,8 und eine Dividendenrendite von knapp 5% - gute Argumente für Fans von soliden deutschen Blue-Chips. (04.04.2012/ac/a/m)





 
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