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Mi, 1. Februar 2023, 22:53 Uhr

US-Anleihen schwächer erwartet


23.04.03 10:13
Hamburgische LB

Ohne Konjunkturdaten auf dem Programm verbuchten die US-Treasuries gestern leichte Kursgewinne in allen Laufzeiten, so die Analysten der Hamburgischen Landesbank.

Ihre Tageshöchststände hätten die Staatsanleihen allerdings nicht halten können, da ein positives Bild bei den Quartalsberichten den Aktien eine bescheidene Rallye im späteren Handel beschert und somit Gewinnmitnahmen bei den Treasuries ausgelöst habe. Die gute Stimmung an den Aktienbörsen hätten einige Marktteilnehmer jedoch mit Skepsis betrachtet. Zum einen sei die Latte der Erwartungen für die Berichtssaison so niedrig gelegt worden, dass es kaum einem Unternehmen möglich sei, die Erwartungen nicht zu erfüllen. Zum anderen seien gestiegene Gewinne meistens Folge drastischer Kostensenkungen und nicht Ausdruck steigender Nachfrage.

Unterstützung hätten die Staatsanleihen gestern aus der Notenbank-Ecke erhalten. Fed Mitglied Robert Parry habe angemerkt, das FOMC habe sehr wohl noch Spielraum für Zinssenkungen, da die Überkapazitäten der US-Wirtschaft auch bei einer konjunkturellen Erholung einen Anstieg der Teuerungsrate verhindern würden. Bei den Konjunkturdaten bleibe die Ausbeute heute mager. Nur das beige book dürfte vereinzelt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Man rechne nicht mit einer überraschend neuen Einschätzung der Konjunktur im beige book, so dass Effekte auf den Treasurymarkt ausbleiben würden.

Zentrales Thema - neben den Aktienmärkten bzw. Quartalsberichten - werde die Angebotsseite des Staatsanleihemarktes sein. Heute auktioniere das Schatzamt 27 Mrd. US-Dollar an neuen 2jährigen T-Notes. Bei der Quartalsrefi im kommenden Monat würden einige Marktakteure bereits mit einem Rekordvolumen von 60 Mrd. US-Dollar an 3-, 5- und 10jährigen Papieren rechnen. Heute dürften die belastenden Faktoren überwiegen. Man erwarte eine schwächere Tendenz.