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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Trading-Chancen im DAX wird es immer geben


20.12.11 11:23
DAX-Ausblick

Rosenheim (aktiencheck.de AG) - In ihrem halbjährlichen Finanzmarktstabilitätsbericht beschreibt Europas Notenbank für das Finanzsystem auf dem alten Kontinent ein sehr düsteres Bild: Der Vergleich mit der Lehman-Krise wurde gezogen, so der Experte vom "DAX-Ausblick", Sebastian Hoffmann.

Die Finanzstabilität in Europa in 2012 sei so stark gefährdet wie eben 2008 - soweit das aktuelle Statement der EZB.

Wer glaube, dass es sich bei der aktuellen Krise nur um ein europäisches Problem handle, der irre gewaltig. Denn mit einer Schuldenquote von 99% bzw. 15 Billionen Dollar (knapp elf Billionen Euro) und einem Haushaltsdefizit von -9,8% würden die Vereinigten Staaten von Amerika alles andere als krisenresistent gelten - auch wenn der Dow Jones in diesem Jahr oft einen anderen Eindruck erweckt habe. "Budgetkrise" würden die Amerikaner ihre Finanzsorgen nennen. Das Problem:

Während der Staat auf Bundesebene - sofern man die Ergebnisse der Rogoff-Studie auch hier anwende - schon einem deutlich gestiegenen Insolvenz-Risiko ausgesetzt sei, stünden einige Bundesstaaten, wie Kalifornien oder Texas, in deren Haushalt Lücken von 25 Mrd. Dollar bzw. 15 Mrd. Dollar klaffen würden, bereits unmittelbar vor der Zahlungsunfähigkeit. Noch deutlicher würden die Zahlen, wenn die aktuellen Fehlbeträge ins Verhältnis zum jeweiligen Haushalt gesetzt werden, wie sie das Center on Budget and Policy Priorities (CBPP) umgerechnet habe:

Demnach würden in Nevada und Illinois rund 45% des Budgets fehlen. In Texas, Kalifornien und Oregon sind es 32%, 29% sowie 25%. Insgesamt würden in 29 von 50 US-Staaten Haushaltslöcher von mehr als 10% klaffen.

Nur zum Vergleich: Im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen nehme die SPD-Landesregierung im kommenden Jahr neue Schulden in Höhe von vier Milliarden Euro auf. Prozentual auf die Einnahmen von ca. 54 Mrd. Euro bezogen, ergebe sich damit ein Fehlbetrag von 7,4%. Glück für die Regierung Obamas, dass sich die Europäische Union noch immer nicht dazu durchgerungen habe, eine eigene Ratingagentur auf die Beine zu stellen.

Während die US-Player S&P, Fitch und Moody's gar nicht hinterherkämen, die europäischen Schuldenstaaten herunterzustufen, würden die Ergebnisse der Experten für die USA mit ziemlicher Sicherheit auch kein Triple A nach sich ziehen. "Hochverrat" am eigenen Heimatland komme für Moody's & Co. jedoch nicht in Frage, weshalb - ähnlich wie bei der Lehman-Pleite - die USA wohl auch noch einen Tag vor dem Insolvenzantrag Bestnoten erhalten würden.

Das Markt-Umfeld für einen Trader seien derzeit alles andere als einfach - aber nicht hoffnungslos. Die Experten würden weiter am Ball bleiben, denn Trading-Chancen werde es im DAX immer geben. (20.12.2011/ac/a/m)





 
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