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Mo, 26. Februar 2024, 23:15 Uhr

S&P 500 INDEX - CME

WKN: / ISIN: US6488151084

S&P 500 markierte neue Höchststände


30.01.06 09:15
iWatch

Die Indices S&P 500 und NASDAQ Composite konnten während der Berichtswoche weitere neue Vier-Jahres-Höchststände markieren, ehe am Mittwoch und Donnerstag erste deutliche Bremsspuren zu beobachten waren, so das Ekip-Team des "iWatch".

Die sehr stark überkaufte Situation sei damit etwas abgemildert worden, könne allerdings sehr rasch in eine kräftige Korrekturbewegung einmünden, die durchaus mit Kursverlusten von 5 bis 10 Prozent, von der bisherigen Toppbildung aus betrachtet, einhergehen könne.

Die fulminante Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen sei umso überraschender, da diese nahezu stetig mit neuen Allzeithochs bei den Ölnotierungen einhergegangen sei. Mittlerweile stehe das Allzeithoch des vielbeachteten WTI-Futures bei 63,33 US-Dollar je Barrel, wobei WTI für die Marke des leichten Heizöls West Texax Intermediate stehe. Aus statistischer Sicht habe sich in den vergangenen Wochen ein starker positiver Zusammenhang zwischen steigenden Ölpreisen und steigenden Aktienkursen herausgebildet, der in den vergangenen Jahrzehnten über weite Beobachtungsstrecken doch überwiegend stark negativ korreliert gewesen sei.

Nun würden mannigfaltig neue Erklärungsmethoden an die Oberfläche treten, die diesen Zusammenhang mit der äußerst robusten Verfassung der Weltwirtschaft würden erklären wollen. Dies bedeute, dass die stark aufstrebenden Volkswirtschaften Chinas und Indiens, aber auch Brasiliens in der Lage seien bzw. sich gewillt zeigen würden, nahezu jeden an den Ölmärkten aufgerufenen Preis zu zahlen, nur um die Verfügbarkeit des schwarzen Goldes aufrecht zu erhalten. Die maturen Industriegesellschaften des Westens, insbesondere Nordamerika sowie West- und Mitteleuropa, würden hier in dieser Praxis keine Ausnahme zeigen. Trotz massiv gestiegener Ölpreise sei kein signifikanter Rückgang von Ölkonsum auf Jahressicht zu beobachten.

Die Erfahrung zeige allerdings auch, dass irgendwann der Schmerzbereich eines Verbrauchers erreicht sei und er auf Alternativen ausweiche oder den Konsum schlichtweg verweigere. Bei Öl sei dies natürlich eine sehr heikle Sache, da nun einmal die meisten Automobile nach wie vor mit dem seit über 100 Jahren in Gebrauch befindlichen Otto- bzw. Diesel-Motoren betrieben würden, und ein Ausweichen auf Alternativen nicht sehr rasch vollzogen werden könne. Der Verzicht auf Mobilität stehe allerdings jeden frei entscheidenden Konsumenten offen.

Ähnlich verhalte sich die Situation beim Wärmen der Wohnung oder des Wassers. Auch hier offenbare sich die massive Abhängigkeit von Gas und Öl nahezu jeder Energie importierenden Volkswirtschaft.

Ergo: Die Erklärung der Experten des zur Zeit beobachtenden Phänomens von stark steigenden Öl- und Energiepreisen, als auch stark steigenden Aktienkursen sei, dass die in den vergangenen Jahren überbordende Liquidität, welche durch eine sehr expansive Geld- Politik der wichtigen Zentralbanken wie Federal Reserve und EZB verursacht und in das Weltfinanzsystem gespeist worden sei, ausschlaggebend hierzu sei. Nur zögernd sammle die US-Notenbank diese Überschuss-Liquidität wieder ein. Die Bank of England sei am Donnerstag, 04. August 2005, sogar wieder dazu übergegangen mittels einer Zinssenkung von zuvor 4,75 Prozent auf 4,50 Prozent diesem System mehr Liquidität zur Verfügung zu stellen.

Es könne deshalb durchaus sein, dass das zu beobachtende Phänomen, nahezu kontinuierlicher Anstieg aller Asset-Klassen, also Rohstoffe, Immobilien, Aktien und Renten noch etwas weiter gehe. Doch die Erfahrung zeige auch, dass dies immer mit massiven Rückschlägen einhergehen könne. Doch die Gretchenfrage bleibe: "Welcher Asset-Klasse gehe zuerst die Puste aus?".





 
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29.06.12 , Erste Bank
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