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So, 27. November 2022, 6:32 Uhr

Renditen stiegen um mickrige 2bp


30.04.03 10:24
Hamburgische LB

Da explodiert der Verbrauchervertrauensindex förmlich und am US-Staatsanleihemarkt interessiert sich kaum jemand dafür, so die Analysten der Hamburgischen Landesbank.

Die Renditen seien quer über die Kurve gerade mal um mickrige 2 bp geklettert. Angesichts der bis zum Wochenende noch anstehenden gewichtigen Wirtschaftsdaten sei diese Marktreaktion allerdings keine Überraschung gewesen. So würden die Akteure unverändert darauf vertrauen, dass der ISM-Index und der Arbeitsmarktbericht weitere Zeichen der Konjunkturschwäche bringen und den Treasury-Kursen auf die Sprünge helfen würden. Dass der gestrige Sprung beim Verbrauchervertrauensindex um 19,6 Punkte eine baldige Konjunkturbelebung signalisiere, möge kaum jemand glauben - das sei alles Irak-bedingt, so die einhellige Meinung.

Das sei der Renditerutsch vor dem Irak-Krieg allerdings auch gewesen. Nach Erachten der Analysten sei eine angemessene Verarbeitung im Renditeniveau damit noch nicht erfolgt, sondern sei, vielleicht schon bei einem weniger schlecht als erwartet ausfallenden Arbeitsmarktbericht am Freitag, noch nachzuholen. Ähnliches dürfte heute mit der halbjährlichen Greenspan-Anhörung im Kongress und der Quartalsrefi-Ankündigung des Schatzamtes für die bevorstehende geschehen.

Während der Notenbankchef die schon seit längerem bekannte Erwartung einer bevorstehenden konjunkturellen Erholung vertreten dürfte, sei hinsichtlich der Quartalsrefi neben dem Gesamtvolumen (e: 52 bis 60 Mrd. USD) primär von Interesse, ob das Volumen bei den 5- und 10jährigen zu Lasten der neuen 3jährigen Treasuries in etwa konstant gehalten werde. Davon gehe man aus. Interessanter sei da schon der bekanntermaßen volatile Chicago PMI (e: 48,9 nach 48,4 im März), der als Vorindikator für den ISM-Index gelte. Ein Anstieg über die 50 Punkte-Marke, wofür man gute Chancen sehe, dürfte den Markt dann doch etwas unter Abgabedruck bringen.