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Qiagen

WKN: A2DKCH / ISIN: NL0012169213

QIAGEN erwartet Umsatz zwischen 1,12 und 1,17 Mrd. USD


08.11.10 09:34
sunday-market

Bodenheim (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "sunday-market" lockt die QIAGEN-Aktie mit Kaufkursen.

Der Weltmarktführer für Systeme zur Isolierung und Aufreinigung von Proben aus Blut und Gewebe erwarte in diesem Jahr einen Umsatz zwischen 1,12 und 1,17 Milliarden Dollar nach rund 1 Milliarde Dollar Umsatz im Vorjahr. Anzumerken sei, dass diese Prognose auf Basis der Wechselkurse vom 31. Januar dieses Jahres basiere. Die bereinigte operative Marge solle sich auf knapp 30% belaufen, und der bereinigte Gewinn je Aktie auf 90 bis 96 Cents je Anteilsschein.

Bereits im 1. Halbjahr habe das Unternehmen ein Umsatzplus von 14% auf 527 Millionen Dollar realisiert und einen Gewinn je Aktie von 42 Cents. Damit finde sich QIAGEN auf einem guten Weg, die Jahresziele mindestens zu erreichen - vorbehaltlich der erwähnten Wechselkurseffekte. Vorstandschef Peer Schatz habe zuletzt vor ein paar Wochen die Prognose bekräftigt. In Kürze werde die Gesellschaft Zahlen für das 3. Quartal verkünden und die Ziele für das Jahr 2010 wohl erneut bestätigen. Schatz habe für das 3. Quartal einen Umsatz zwischen 270 und 285 Millionen Dollar in Aussicht gestellt, nach 260 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie sei auf 23 bis 24 Cents beziffert worden. Die Experten würden ein Zahlenwerk im Rahmen der eigenen Bandbreite trotz möglicher negativer Währungseffekte erwarten.

Im Schlussquartal wolle der Firmenchef von einem Wachstumsschub profitieren, aufgrund der Einführung von neuen Produkten und der Gesundheitsreformen in den USA sowie anderen Ländern, die das Geschäft zusätzlich anheizen würden.

QIAGEN beeindrucke seit Jahren mit solidem Wachstum und exzellenten Margen. Dieser Trend solle beibehalten werden. CEO Schatz wolle jährlich prozentual zweistellig organisch wachsen. Die wichtigste Säule, um in der Zukunft kräftig zu wachsen, sei die Diagnostika. Allein der klinische Markt habe hier ein Volumen von mehr als 30 Milliarden Dollar pro Jahr und erst 5% dieses Potenzials würden heute auf Verfahren entfallen, die genetische Informationen nutzen würden. Diese Methoden der molekularen Diagnostik würden zusätzlich auch immer wichtiger für forensische Untersuchungen, in der Veterinärmedizin und der biologischen Forschung allgemein.

Das größte Highlight sei laut Schatz in der Zukunft die Personalisierte Medizin. QIAGEN liefere hier die Diagnostika und die Medikamente kämen von den Pharma-Herstellern. Mit diesen Firmen würden präzise Kooperationsabkommen geschlossen. Bislang seien es rund 20 Kooperationen, die in den nächsten Monaten deutlich ausgebaut werden sollten. Durch den Einsatz der eigenen Diagnostika parallel zur Therapie könne gerade bei teueren Arzneimitteln, wie zum Beispiel bei Krebsmedikamenten, dem Gesundheitssystem Milliarden einsparen und zugleich die Patienten zielgerichteter behandelt werden.

Allein in der Krebsbehandlung liege das Marktpotenzial in der Zukunft bei über 1 Milliarde Dollar pro Jahr. Beispielsweise gebe es inzwischen im Bereich Darmkrebs sehr gute Medikamente, die aber sehr teuer seien und lediglich bei rund 60% der Patienten Wirkung zeigen würden. Hier sei es sinnvoll, einen begleitenden Test anzuwenden, der anzeige, ob ein Patient zu diesen 60% gehöre oder nicht. Allein dieser Test habe ein Potenzial von ca. 100 Millionen Dollar. Zudem werde dieses Geschäft dazu beitragen, dass die Margen steigen würden. Denn die Pharmafirmen würden einen Großteil der Entwicklungskosten tragen, schließlich könnten sie durch ein begleitendes diagnostisches Produkt die Verkäufe zu überschaubaren Kosten deutlich steigern. Für QIAGEN als auch für Pharmakunden ein sehr spannender und vor allem lukrativer Markt.

Schatz habe sich zum Ziel gesetzt, bis ins Jahr 2014 den Umsatz auf 2 Milliarden Dollar zu verdoppeln. Die Vorgabe solle durch organisches Wachstum und Zukäufe erreicht werden. Das Unternehmen sehe derzeit viele Möglichkeiten in der molekularen Diagnostik und bei angewandten Testverfahren. Eine Übernahme in 2010 sei durchaus noch möglich. Die Kasse sei mit knapp 1 Milliarde Dollar für Zukäufe prächtig gefüllt. Die EBIT-Marge solle jährlich um 100 Basispunkte steigen und mittelfristig auf 35% wachsen.

Das Unternehmen wird an der Börse mit über 3,2 Milliarden Euro kapitalisiert und lockt nach dem jüngsten Rücksetzer von 17,50 Euro auf nunmehr 13,20 Euro wieder mit Kaufkursen, so die Experten von "sunday-market" zur QIAGEN-Aktie. (Ausgabe 438 vom 07.11.2010) (08.11.2010/ac/a/t)

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