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Fr, 3. Februar 2023, 21:47 Uhr

Philippinen Bergbau-Liberalisierung


30.05.05 10:37
GOLDINVEST.de daily

In letzter Zeit haben philippinische Institutionen (Gesetzgebung, Rechtsprechung) wesentliche Schritte zur Liberalisierung für die Bergbaubranche unternommen, insbesondere herrscht nun Rechtssicherheit über die Beteiligung ausländischer Firmen an philippinischen Bergbauprojekten, so die Experten von "GOLDINVEST.de daily".

Es würden sich bereits Erfolge dieser Entwicklung zeigen. Laut dem Ministerium für Umwelt und Rohstoffe hätten ausländische Investitionszusagen 1,9 Mrd. USD erreicht, wobei 229 Mio. USD bereits in Minenprojekte investiert seien.

Zu den Vorteilen, die die Regierung gewähre, würden unter anderem Steuerfreiheit für gewisse Zeit, Zoll- und Abgabenfreiheit für importierte Teile und Exporte, Verrechnung von Gewinnen mit Verlustvorträgen, Beschleunigte Abschreibungen, Anreize für Umweltschutzmaßnahmen zählen.

Weiterhin seien die Genehmigungsverfahren wesentlich vereinfacht und beschleunigt worden. Laut dem Ministerium hätten sich die Zeiten der Genehmigungsverfahren um 27 bis 57% je nach Art der Verfahren reduziert.

Die nun erreichten Erfolge hätten bereits viel früher erreicht werden können. Jedoch hätten politische Instabilität, Nationalismus und Rechtsunsicherheit bisher den Boom in der Bergbaubranche verhindert.

Den Philippinen würden die fünftgrößten Gold- und Kupferreserven der Welt zugesprochen. Im Jahr 2002 habe das Ministerium die Goldreserven des Landes auf 967.180.197 Mio. Tonnen Gold und 5.301.507.657 Mio. Tonnen Kupfer geschätzt. Jedoch seien 2002 nur ganze sieben Metallminen in Betrieb gewesen.

Für die 9 Mio. Hektar an verfügbaren Minenliegenschaften würden derzeit nur 126.000 Hektar mittels Lizenzen genutzt, wobei nur 23.106 Hektar aktuell durch Minen ausgebeutet würden.

Das Ergebnis der Liberalisierungen für den Bergbau sei, dass das Land nun bis zu 639 Mio. USD pro Jahr einnehmen könne. Sowohl diese Einnahmen als auch der Boom, der zu erwarten sei, tue dem Inselstaat nun besonders gut, angesichts der schwächelnden Wirtschaft.

Jedoch gebe es auch Opposition gegen die Liberalisierung. Eine Gruppe katholischer Bischöfe habe dazu aufgefordert, gegen große Bergbaubetriebe in den Gemeinden aktiv zu werden. Am 16. Mai habe eine Demonstration gegen Bergbau mit rund 5.000 Teilnehmern stattgefunden. Die Opposition argumentiere, dass die Liberalisierung nur eine kurzfristige Lösung für volkswirtschaftliche Probleme sei und weise auf große Minenunglücke in der Vergangenheit hin.

Nichtsdestotrotz würden Bergbaubetriebe an ihren Investitionsplänen in den Philippinen festhalten. Die philippinische Vereinigung von Bergbaubetrieben berichte, dass mindestens 20 Unternehmen in verschiedenen Phasen der Planungen für Minenbetriebe seien und mindestens 100.000 Arbeitsplätze schaffen würden.





 
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