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Di, 27. September 2022, 16:11 Uhr

PANDATEL AG

WKN: 691630 / ISIN: DE0006916307

Pandatel Finger weg


18.10.05 13:37
TradeCentre.de

Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen einen großen Bogen um die Aktie von Pandatel zu machen.

Wie bereits am 5. Oktober vorab berichtet, würden die Vorstände der Pandatel AG, Elke Jahn und Niraj Agrawal, aus dem Unternehmen ausscheiden. Am Freitag habe das Unternehmen den Rücktritt offiziell verkündet. Der bisherige CFO Thomas Becker, der erst am 24. Oktober seinen Job in Hamburg angetreten habe, solle bis auf weiteres alleinverantwortlicher Vorstand für die operative Geschäftsführung sein. Die Meldung habe unter Investoren große Verwunderung ausgelöst. In den meisten Fällen suche der Aufsichtsrat für das Unternehmen einen kompetenten Ersatzvorstand.

Pandatel sei schließlich ein harter Sanierungsfall. Becker, der nach Informationen der Experten nur zweimal in der Woche für Pandatel tätig sei - man könnte das einen Teilzeitvorstand nennen - scheine dem Geschmack der Experten zu folge nicht in der Lage zu sein, das Unternehmen zu sanieren und wieder auf Gewinn zu trimmen. Wie das Unternehmen in der Meldung verkündet habe, würden Vorstand und Aufsichtsrat in den nächsten Wochen eine umfangreiche Standortbestimmung durchführen und die Perspektiven der Gesellschaft detailliert prüfen. Da das Geschäft trotz einem brummenden Markt aber nicht in die Gänge komme, seien die Perspektiven düster.

Eigentlich habe die Firma nur noch ein Asset. Und das sei die Kriegskasse von rund zehn Millionen Euro. Auf dieses Geld seien alle scharf. Vermutlich bestehe an einer Sanierung von Pandatel gar kein Interesse, darauf deute zumindest der Verzicht eines Ersatzvorstandes hin. Betriebswirtschaftlich sinnvoll wäre es, den Laden dicht zu machen und das verbleibende Geld an die Anteilseigner auszuschütten, so wie es etwa bei der Trius AG geschehen sei.

Großaktionär des Unternehmens sei die Augusta AG, dessen CEO Axel Haas auch in Personalunion Oberaufseher bei Pandatel sei. Die Augusta hätte das Geld am liebsten komplett bei sich im Unternehmen. Wie bereits im Jahr 2002 geplant, könnte die Tochter der Mutter eine Beteiligung für rund zehn Millionen Euro abkaufen. Das Geld fließe dann zur Augusta AG.

Alternativ könnte Pandatel zu einer Industrieholding umgewandelt werden. Die Holding verwalte einerseits das Geld und andererseits das operative Geschäft in einer GmbH, die der Vorstand ausbluten lasse. Das Geld stecke sodann in der Holding und könnte im Rahmen eines Asset-Deals nach oben in die Zentrale weitergereicht werden. Die über 100 Mitarbeiter bei Pandatel säßen sodann auf der Straße.

Offensichtlich herrsche Heuschreckenalarm im eigenen Land. Ob der Vorgang mit Becker, den nahestehende Kreise des Unternehmens als "Abwickler" bezeichnen, durchgehe, dürfe unter einem designiertem Arbeitsminister Franz Müntefering bezweifelt werden. Bei der Augusta AG sei übrigens die Deutsche Bank größter Einzelaktionär. Sie sollte ihrem Töchterchen etwas genauer auf die Finger schauen, was in den einzelnen Beteiligungen getrieben werde und ob eine solche, potenzielle Raubritter-Methode, dort geduldet werde.

Anleger sollten unverändert einen großen Bogen um die Pandatel-Aktie machen, so die Experten von "TradeCentre.de". Verwundert habe jedoch, dass die Aktie nach der Meldung der Experten am 5. Oktober bei einem Kurs von 1,85 Euro, von einem anderen Medium noch freudig zum Kauf empfohlen worden sei. Wer hingegen der Verkaufsempfehlung der Experten gefolgt sei, habe sich rund 40 Prozent Kursverlust erspart.





 
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