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WTI Rohöl NYMEX Rolling

WKN: COM072 / ISIN: XD0015948363

Ölpreis markierte neue Höchststände


24.04.06 10:40
iWatch

Die vergangenen beiden Handelswochen waren erneut sehr turbulent und gekennzeichnet durch das Erreichen von neuen historischen Marken, so Uwe Raab von "iWatch".

Insbesondere der Ölpreis habe mit Notierungen oberhalb der Marke von 74 US-Dollar je Barrel neue Allzeithöchststände markiert und seine Wirkung insbesondere an den Preisbildungen an den globalen Tankstellen entfaltet. Überraschend hätten die hohen Ölpreisnotierungen aber nicht die Aufwärtsbewegung der internationalen Aktienmärkte stoppen können. So habe der Dow Jones mit 11.374 Punkten so hoch wie seit Januar 2000 nicht mehr notiert. Das Allzeithoch des Dow Jones von 11.736 Zählern sei auch nur noch rund 360 Punkte oder knapp drei Prozent entfernt.

Der DAX habe sich an die Marke von 6.100 Punkten heran gerobbt, was dem höchsten Niveau seit dem 03. Juli 2001 oder seit knapp 58 Monaten entspreche. Grund für diese Entwicklung sei nach wie vor die intakte Gewinndynamik der Unternehmen. Von bislang 70 veröffentlichten Quartalszahlen von 500 im S&P-500-Index notierten Unternehmen hätten 45 also knapp 2/3 die prognostizierten Gewinnschätzungen übertreffen können. Damit sei das Bewertungsniveau in den USA als nach unten abgesichert anzusehen. Dennoch mache der Anstieg der Kapitalmarktrenditen in den USA, die erstmals seit Juni 2002, also seit rund 4 Jahren die Marke von 5,00 Prozent übersprungen hätten, große Sorgen.

Dies wiederum führe dazu, dass es aufwärts mit einer gehörigen Portion Angst gehe, was wieder ein sehr gutes Zeichen für weiteres erhebliches Kurspotenzial darstelle. Denn von Euphorie sei nichts zu merken, da insbesondere US-Werte in global diversifizierten Depots deutlich unterrepräsentiert seien. Eine Höhergewichtung von US-Titeln in diesen Portfolios könnte dabei sehr rasch einen massiven Kursschub bei den US-Indices generieren.

Für das sehr niedrige Bewertungsniveau in den USA solle der Pharmakonzern Pfizer dienen, der auf Schätzung der 2006er Ergebnisse nur noch mit einem KGV von 11 gehandelt werde. Zum Vergleich: In Europa werde eine Roche oder AstraZeneca mit KGV's von rund 25 bewertet. Pfizer habe in den 1990er Jahren als Valuewert per excellence gegolten und habe hierbei KGV's zwischen 25 bis 35 aufgezeigt, bei stetig steigenden Kursen. Und nun solle eine Pfizer noch weiter nach unten fallen?

Natürlich sei es um die Produktpipeline von Pfizer nicht zum Besten bestellt, aber hier sollte die prall gefüllte Firmenkasse doch den einen oder anderen interessanten Übernahmekandidaten hervorbringen. Zunächst beschränke sich Pfizer allerdings auf den Aktienrückkauf und stelle hierfür rund 4 Milliarden US-Dollar bereit, was den Titel im Bereich von 25 US-Dollar nach unten absichern dürfte. Auch Intel stelle eine potentielle Turn-Around-Story dar. Die erwartet schwachen Quartalszahlen hätten den Aktienkurs nicht weiter drücken können. Im Gegenteil: Im Bereich zwischen 19,05 und 19,45 US-Dollar seien seit einigen Wochen Stabilisierungstendenzen auszumachen.

In Europa habe Nokia mit eindeutigen Gewinnverbesserungen überzeugt. Anstelle zwischen 0,19 und 0,23 Euro Gewinn je Aktie für das erste Quartal 2006 habe Nokia am Donnerstag von einem Gewinn je Aktie von 0,25 Euro berichtet und die Nokia-Aktie aus dem Stand 6 Prozent in die Höhe und mit Kursen oberhalb von 18 Euro auf neue Mehrjahreshöchststände gehievt.

Die DAX-Titel BASF und MAN hätten im Berichtswochenverlauf sogar neue Allzeithöchststände markiert, während der DAX von diesen, welche bei 8.136 Zählern am 10. März 2000 markiert worden seien, noch rund 2.000 Punkte oder 30 Prozent entfernt sei. Das Basiszenario der Experten von stetig weiter steigenden internationalen Aktienindices mit Kurszielen von 7.000 Punkten für den DAX und 14.000 Punkten für den Dow Jones sei unverändert intakt, aber natürlich umgehend obsolet, also hinfällig, wenn es im Atomstreit mit den Iran zu Kampfhandlungen komme und hierdurch zu Versorgungsengpässen im Bereich der globalen Energieversorgung.





 
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