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Mi, 8. Februar 2023, 15:59 Uhr

Neue Steuern für Chiles Bergbau


27.05.05 14:10
GOLDINVEST.de daily

Vor kurzem beschloss das Parlament in Chile eine Erhöhung der Steuern für Bergbauunternehmen um bis zu 5 Prozentpunkte, so die Experten von "GOLDINVEST.de daily".

Laut dem chilenischen Abgeordneten Jaime Gazmuri würden damit Unternehmen besteuert, die nicht erneuerbare Ressourcen ausbeuten würden. Dies sei in zahlreichen Ländern mit Bodenschätzen der Fall. Man benötige die Einnahmen für Forschung, um Chile zu einem weiter entwickelten Land zu machen.

Sicherlich sei dies ein vernünftiges Ziel und es belaste die Bergbaubranche nicht allzu sehr angesichts der sehr hohen Preise, die sie für Rohstoffe aus dem kupferreichen Land Chile erzielen würden. Was seien aber die Auswirkungen auf die Kupferbranche, falls die Kupferpreise unweigerlich wieder nachgeben sollten? Investitionen würden dann unrentierlich - die Bergbaubranche würde schrumpfen.

Die neuen Steuersätze seien nach der Größe der Betriebe gestaffelt, angefangen mit einem Steuersatz von 0,5% auf das Betriebsergebnis für kleine Betriebe und bis zu 5% für die größten Bergbaubetriebe.

Trotz der insgesamt geringen Steuersätze erinnere das Vorgehen manchen wohl an die Verstaatlichung US-amerikanischer Kupferminen 1971 und hinterlasse einen bitteren Beigeschmack. Die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung der Ereignisse von 1971 seien jedoch im heutigen Chile nahe Null und die neue Steuer werde derzeit auch auf neue Investitionen in Chile kaum Auswirkungen haben.

Die neue Steuer sollte aber auch im Lichte der chilenischen Wahlen im Dezember gesehen werden. Mit einer verstärkten Besteuerung der "ausländischen" Unternehmen, die die einheimischen Bodenschätze ausbeuten würden, könnte die Gunst der Wähler gewonnen werden, möge sich der ein oder andere Politiker denken und entsprechend handeln. In diesem Sinne könnten Schritte zu einer weiteren "Verstaatlichung" erfolgen - theoretisch.





 
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