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Mi, 10. August 2022, 14:07 Uhr

MDAX (Performance)

WKN: 846741 / ISIN: DE0008467416

MDAX in neue Liga aufgestiegen


20.02.07 09:13
Dr. Lux & Präuner Research

Grünwald (aktiencheck.de AG) - Der MDAX ist in eine neue Liga aufgestiegen: Mit 10.000 Punkten hat der Index der zweiten Reihe eine Schwelle geknackt, die auch bereits der amerikanische Dow Jones und der japanische Nikkei 225 hinter sich gelassen haben, so die Analysten von Dr. Lux & Präuner Research.

Dass der MDAX die Hürde schaffe, sei seit einiger Zeit abzusehen gewesen. Damit seien jedoch auch die Risiken gestiegen, denn die Nebenwerte würden bereits seit sechs Jahren besser als der DAX laufen. Allein in den vergangenen drei Jahren habe der MDAX seinen Wert mehr als verdoppelt, die Standardwerte seien im selben Zeitraum nur auf ein durchschnittliches Plus von rund 60% gekommen. Und an der runden 7.000er-Marke beiße sich der DAX zurzeit noch die Zähne aus. Der Sprung darüber wolle noch nicht so recht gelingen; der Markt habe die Marke jedoch fest im Visier und wolle sie auf der Tafel sehen - auch wenn es nur ein Wiedersehen sei, denn vor 7 Jahren sei es ja schon mal so weit gewesen.

Wirklich Bedeutung hätten jedoch weder die 7.000 im DAX noch die 10.000 im MDAX. Die Indexzusammensetzung sei heute eine ganz andere als vor einigen Jahren. Die Indices würden allein schon davon profitieren, dass kleinere und schwächer tendierende Werte gegen größer kapitalisierte und besser performende Werte ausgetauscht würden. Umgewichtigungen, Übernahmen und Fusionen würden für zusätzliche Bewegung in den Indices sorgen.

Insofern seien die Indices von heute nicht mehr mit den Ständen von vor 5 oder 10 Jahren vergleichbar. Wie viel "Wert" in den Aktien in der Zwischenzeit zum Teil verloren gegangen sei, lasse sich zum Beispiel daran erkennen, dass viele Standardwerte im DAX gerade mal die Hälfte ihrer Höchststände um die Jahrtausendwende erreicht hätten, während der DAX selbst gerade noch 20% von seinem All-Time-High weg sei.

Darüber, wie nachhaltig die heutigen Indexstände seien, herrsche große Unsicherheit. Besonders bei der Nebenwerte-Rally wage kaum noch jemand ein Ende vorherzusagen. Noch immer würden die Mid Caps als dynamischer, spezialisierter und profitabler, wenngleich mit einem KGV bei durchschnittlich 17,3 auf Basis der geschätzten Gewinne für 2007 als nicht mehr günstig gelten.

Schon in der kurzen, aber heftigen Abschwungphase im Mai letzten Jahres hätten die Nebenwerte ihre Dynamik auch nach unten erkennen lassen. Ein fünfstelliger Indexstand allein sei daher kein Kaufargument, sondern eher ein Warnsignal. Denn wenn es an den weltweiten Aktienmärkten zu der längst überfälligen Korrektur komme, würden auch die Nebenwerte nicht verschont. Vieles spreche sogar dafür, dass sie - wie auch nach der zurückliegenden Boom-Phase an den Börsen - besonders stark betroffen sein würden. Denn langfristig werde die Überbewertung gegenüber den Standardwerten, die momentan bei rund drei Punkten im KGV liege, mit Sicherheit wieder ausgeglichen - und momentan wohl eher durch einen Kursrutsch bei den Mid Caps als durch einen kräftigen Aufschwung des DAX. (Ausgabe 02/2007)
(20.02.2007/ac/a/m)





 
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