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Do, 18. August 2022, 23:56 Uhr

Greiffenberger

WKN: 589730 / ISIN: DE0005897300

Greiffenberger starkes erstes Halbjahr


04.10.10 11:59
sunday-market

Bodenheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "sunday-market" raten die Greiffenberger-Aktie auf aktuellem Kursniveau zu kaufen.

Die deutsche Maschinenbauindustrie brumme wie selten zuvor. Sowohl im In- und Ausland sei die Nachfrage groß. Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sei im August weiter kräftig gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei der Ordereingang um real 45% gestiegen. Das Inlandsgeschäft sei um üppige 30% expandiert. Bei der Auslandsnachfrage sei der Anstieg mit 55% noch kräftiger ausgefallen. Auch im Dreimonatszeitraum Juni bis August sei festzuhalten, dass die Nachfrage im deutlich zweistelligen Prozentbereich liege.

Dass sich das Wachstumstempo im August gegenüber den Vormonaten etwas eingetrübt habe, sei noch kein Anzeichen, dass sich das Wachstum insgesamt verlangsame. August sei Urlaubsmonat und erst der September werde weitere Details bringen. Summa summarum sei der deutsche Maschinenbau voll auf Kurs und es schade nicht, als Investor bei der einen oder anderen Firma sich zu engagieren.

Ein Profiteur sei zum Beispiel die Industrieholding Greiffenberger. Das Unternehmen arbeite im Bereich Antriebstechnik, Metallbandsblätter & Präzisionsbandstahl sowie in der Kanalsanierungstechnologie. Das familiengeführte Unternehmen, die Familie Greiffenberger halte knapp 60% an der Gesellschaft, setze in der Zukunft vor allem auf die Umwelttechnologie. Strategischer Fokus sei hierbei die Weiterentwicklung im Umweltbereich auf den Gebieten der Windkraft, Biomasseheizung und Kanalsanierungstechnologie. Vorstandschef Stefan Greiffenberger setze nicht nur auf organisches Wachstum, sondern er prüfe potenzielle Zukäufe, um das Wachstum zu beschleunigen. Für Übernahmen habe Greiffenberger jüngst eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Brutto seien der Firma 3,1 Mio. Euro zugeflossen. Insgesamt seien 439.450 Aktien zu 7 Euro platziert worden.

Das erste Halbjahr sei von starkem Wachstum und soliden Gewinnen geprägt gewesen. Der Umsatz habe sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um satte 32% auf 64,1 Mio. Euro verbessert. Das Plus beim Ordereingang sei mit 55% höher ausgefallen und habe 73 Mio. Euro erreicht. Der Auftragsbestand habe zum Stichtag per Ende Juni bei 32,6 Mio. Euro gelegen. Für die gute Entwicklung seien vor allem die beiden Unternehmensbereiche Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl sowie Antriebstechnik verantwortlich gewesen. Auch neue Produktbereiche wie zum Bespiel Windkraft und Lösungen für die Elektro-Mobilität hätten sich sehr gut entwickelt. Der kleinste Unternehmensbereich Kanalsanierungstechnologie sei noch etwas durch die Umsatzdelle zu Jahresanfang infolge der außergewöhnlich kalten Witterung in den Wintermonaten gekennzeichnet gewesen.

Konzernübergreifend sei die Nachfrage aus den internationalen Märkten besonders stark gewesen. Der Exportanteil der knapp 1.000 Mann starken Firma liege bei 59%. Im Sechsmonatszeitraum habe das EBITDA 6,8 Mio. Euro und das EBIT 3,5 Mio. Euro betragen. Netto seien 1,5 Mio. Euro verdient worden. Nach Angaben des CEO hätten die Zahlen insgesamt über den eigenen Erwartungen gelegen. Für das Gesamtjahr erwarte Greiffenberger einen Umsatz von 130 bis 140 Mio. Euro und ein EBITDA in der Bandbreite von 12,5 bis 16,5 Mio. Euro.

Nach Erachten der Experten werde die Gesellschaft die jeweils obere Range erreichen. Das EBIT würden sie bei 8,4 Mio. Euro und den Nettogewinn bei 3,8 Mio. Euro oder 87 Cent je Aktie erwarten. In 2011 dürfte der Umsatz auf 150 Mio. Euro ansteigen und das EBIT auf knapp 10 Mio. Euro klettern. Pro Aktie werde der Profit auf 1,05 bis 1,10 Euro steigen. Das KGV für 2010 liege bei 8 und für 2011 bei 7. Das sei sehr günstig. Clevere Übernahmen in den nächsten Wochen könnten das Zahlenwerk nochmals positiv beeinflussen.

Die Experten von "sunday-market" empfehlen die Greiffenberger-Aktie auf aktuellem Kursniveau zum Kauf. (Ausgabe 433 vom 03.10.2010) (04.10.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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