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So, 3. Juli 2022, 11:13 Uhr

FX-Märkte Schlüssel für Entwicklung liegt bei FED


24.08.07 10:16
HypoVereinsbank

München (aktiencheck.de AG) - Die Stabilisierung der Finanzmärkte in den letzten zwei Tagen hat sich wie vermutet insbesondere bei den Carry-Trades überproportional positiv niedergeschlagen, so die Analysten der HypoVereinsbank.

Ursache der Marktberuhigung sei zum Einen das Ausbleiben weiterer beängstigender Schlagzeilen aus dem Subprime-Sektor und zum Anderen die erlangte Gewissheit gewesen, dass die Zentralbanken, insbesondere die FED, keine Anstrengungen scheuen würden, mittels üppiger Liquiditätsversorgung zur Wiederherstellung oder Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Märkte beizutragen. Letzteres, vor allem eine inzwischen als sicher betrachtete FED-Zinssenkung spätestens am 18. September, dürfte wohl der Hauptgrund für den neu entdeckten Risikoappetit der FX-Investoren gewesen sein.

Die Ängste bezüglich einer Ausweitung der Kredit-Risiken, basierend auf der Subprime-Krise, scheinen hingegen, ungeachtet der gegenwärtig vorherrschenden Ruhe, noch keinesfalls restlos ausgestanden, wie anhand der unverändert optimistisch gestimmten Bondmärkte erkennbar werde, so die Analysten der HypoVereinsbank. Daher sei aus ihrer Sicht das Schicksal der Aktien- und Währungsmärkte sehr eng mit der nächsten FED-Zinsentscheidung verbunden. Inzwischen gehe neben den seit geraumer Zeit überzeugten Geldmärkten auch seitens der Volkswirte kaum noch jemand von unveränderten FED-Leitzinsen am 18. September aus.

Würde die FED, nachdem sie durch ihre Diskontsatzsenkung diese Erwartungshaltung mit zu verantworten habe, die Zinsen nicht senken, käme vermutlich in allen Asset-Klassen ein hohes Enttäuschungspotenzial zum Ausbruch. Sogar ein Nachlegen der FED im 4. Quartal sei möglich. Der Schlüssel für die Währungsmärkte liege also vorrangig bei der FED, was auch daran sichtbar werde, dass die FX-Märkte den jüngsten Hinweis der EZB auf die unveränderte geldpolitische Grundhaltung (strong vigilance) keineswegs störend empfunden hätten, sondern dieser Fingerzeig Richtung Zinserhöhung im September dem Euro flächendeckenden Zuspruch verschafft habe. (24.08.2007/ac/a/m)