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Mo, 8. August 2022, 15:37 Uhr

Evotec

WKN: 566480 / ISIN: DE0005664809

Evotec Geschäft mit Roche


18.10.10 10:39
sunday-market

Bodenheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "sunday-market" halten die Aktie von Evotec für kaufenswert.

Nach über zehn Jahren der Verlustzone scheine es Evotec-Chef Werner Lanthaler gelungen zu sein, das Unternehmen zu stabilisieren und auf Profit auszurichten. Bereits in der 2. Periode dieses Jahres seien Gewinne erzielt worden und das Ergebnis des 1. Halbjahres sei ausgeglichen ausgefallen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres seien die Einnahmen um satte 33% auf 25 Mio. Euro expandiert. Grund für das starke Wachstum seien das Erreichen zahlreicher Meilensteine sowie ein solides Wachstum von den zahlreichen Wirkstoffforschungsallianzen gewesen. Zudem habe sich die Bruttomarge gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 37,6 auf nunmehr über 45% verbessern können. Das operative Ergebnis sei sodann mit 0,3 Mio. Euro im 1. Halbjahr positiv gewesen.

In Q2 habe Evotec ein positives operatives Ergebnis von 1,8 Mio. Euro bei Einnahmen von mehr als 15 Mio. Euro erzielt. Das Q2 sei geprägt gewesen von üppigen Meilensteinzahlungen insbesondere durch den Pharmakonzern Boehringer Ingelheim. Insgesamt entwickle sich das Dienstleistungsgeschäft für Biotech- und Pharmakonzerne sehr gut. Das Kerngeschäft sei die Basis, um die Firma auf Profit zu trimmen. In diesem Geschäft wolle Lanthaler pro Jahr zweistellig wachsen und solide Gewinne schreiben. Der CEO erwarte spätestens ab dem Jahr 2012 das Erreichen der nachhaltigen Gewinnzone. Die Experten würden davon ausgehen, dass er dieses Ziel bereits ein Jahr früher als erwartet erfülle. Somit dürfte Evotec ab dem kommenden Jahr nachhaltig schwarze Zahlen schreiben.

Neben dem Servicegeschäft würden sich die Hamburger auf die Entwicklung der eigenen Produktpipeline konzentrieren. Highlight im Portfolio sei das Programm der EVT-100 Familie. Für dieses Programm habe Evotec einen starken Partner. Der Schweizer Pharmariese Roche. Vor allem die Substanz EVT 101 sei besonders aussichtsreich und am weitesten fortgeschritten. Für die Phase II-Wirksamkeitsstudie in der Indikation behandlungsresistente Depressionen mit EVT 101 habe die Rekrutierung von Patienten Ende Juni 2010 begonnen. Diese in den USA durchgeführte Studie verfolge das primäre Ziel, die Sicherheit und Verträglichkeit von EVT 101 zu bestimmen.

Darüber hinaus werde auch die Wirksamkeit der Behandlung untersucht. Etwa 100 Patienten, die unter behandlungsresistenten Depressionen leiden würden, würden in die Studie eingeschlossen. Die Behandlungsresistenz der Patienten werde in einer sechswöchigen prospektiven antidepressiven Behandlungsphase bestimmt, die der eigentlichen vierwöchigen Doppelblind-Behandlung vorausgehe. Sollte Roche nach Abschluss dieser Phase II-Studie seine Rückkaufoption ausüben, werde Evotec im Gegenzug für die Übertragung aller Rechte an den Substanzen unmittelbar eine Zahlung in Höhe von sage und schreibe 65 Mio. US-Dollar erhalten.

Fakt sei: Habe EVT 101 Erfolg, werde Roche diese Option mit Sicherheit ziehen. 2011 könnte es soweit sein. Zudem habe Evotec weiteren Anspruch auf Zahlungen für Entwicklungs- und Verkaufserfolge sowie auf abgestufte Umsatzbeteiligungen im zweistelligen Prozentbereich. Diese Meilensteine könnten sich auf bis zu 220 Mio. US-Dollar plus zusätzliche Umsatzbeteiligungen belaufen. Das Mittel gegen Depression habe Milliardenpotenzial und werde von der Pharmabranche hoffnungsvoll erwartet. Der potenzielle Wert des Abkommens könne somit die Marke von 300 Mio. US-Dollar locker überschreiten. Damit habe Lanthaler einen ausgezeichneten Vertrag in der Tasche, der für die deutsche Biotech-Szene bislang einmalig sei. Zudem würden weitere Studien mit Roche bei EVT 401 und EVT 501 laufen.

Die Geschäfte von Evotec würden so gut laufen, dass Lanthaler für dieses Jahr die Umsatzprognose nach oben habe schrauben müssen. Anstatt eines Umsatzes von 2010 von 48 bis 50 Mio. Euro, erwarte der CEO nunmehr Erlöse von 52 bis 54 Mio. Euro und somit ein Umsatzplus von mehr als 20%. Der Verlust solle sich gegenüber dem Vorjahr massiv reduzieren. Die Experten würden allenfalls mit einem kleinen, einstelligen Millionenverlust rechnen. An der Börse werde Evotec mit knapp einer Viertelmilliarde Euro kapitalisiert. Zum Jahresende sollten sich mehr als 64 Mio. Euro an Nettoliquidität in der Kasse befinden. Damit sei ein Teil des Börsenwertes mit Barmittel unterlegt.

Aufgrund der sehr guten Aussichten im operativen Kerngeschäft und des Potenzials mit Roche in der eigenen Pipeline ist die Evotec-Aktie kaufenswert, so die Experten von "sunday-market". (Ausgabe 435 vom 17.10.2010) (18.10.2010/ac/a/t)

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