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Mi, 10. August 2022, 10:57 Uhr

Europa: Mehr Gelassenheit in der Eurokrise


31.10.12 13:51
PEH Wertpapier

München (www.aktiencheck.de) - In Europa bleibt die Nachrichtenlage weiter turbulent, dennoch reagieren die Märkte inzwischen gelassener, so die Experten von PEH Wertpapier.

Die Arbeitslosenzahl insgesamt steige - bedingt durch die Probleme in den Krisenländern. In Spanien sei die Wirtschaft geschrumpft, zur Rettung der Banken müssten rund 60 Mrd. Euro beschafft werden, die Kreditwürdigkeit des Landes sei weiter zurückgestuft worden. Dennoch habe Spanien Staatsanleihen zu günstigen Zinssätzen platzieren können. Griechenland solle einen Aufschub von zwei Jahren bekommen, die Troika schlage einen zweiten Schuldenschnitt vor, der jetzt heftig diskutiert werde.

Die europäischen Regierungschefs hätten sich darauf geeinigt, dass es eine Bankenunion geben solle - die Ausgestaltung sei noch offen, dennoch sei dies als positives Signal wahrgenommen worden. Zu den guten Nachrichten im Oktober habe auch die Außenhandelsbilanz gehört: Der Euroraum habe einen Überschuss von 7,1 Mrd. Euro ausgewiesen, nach einem Plus von 14,2 Mrd. Euro im Juli. Im August 2011 sei dagegen noch ein Minus von 5,7 Mrd. Euro zu verzeichnen gewesen. Verantwortlich für dieses Ergebnis sei nicht primär - wie man meinen möchte - Exportweltmeister Deutschland gewesen. Auch Italien und Spanien hätten jeweils einen respektablen Anteil beigetragen.

Die deutsche Wirtschaft laufe stabil, der ZEW-Konjunkturerwartungsindex sei zum zweiten Mal in Folge - stärker als erwartet gestiegen, er liege allerdings noch nicht im positiven Bereich, die Lage bleibe volatil. (31.10.2012/ac/a/m)