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Fr, 30. September 2022, 21:34 Uhr

Europ. Rentenmärkte unverändert


12.03.04 10:11
WGZ-Bank

Die europäischen Rentenmärkte schlossen gestern nach einem volatilen Handelsverlauf unverändert, so die Analysten der WGZ-Bank.

Am Vormittag hätten Staatsanleihen im Zuge schwacher Aktienmärkte und der Terroranschläge in Spanien - den schwersten in der Geschichte des Landes - deutlich zugelegt. Die Anschläge seien anfänglich der baskischen Untergrundorganisation ETA zugeschrieben worden. Allein die Tatsache von Terroranschlägen habe aber für kräftige Umschichtungen aus Aktien in Staatsanleihen ausgereicht. Als am Nachmittag die US-Märkte kaum verändert eröffnet hätten, hätten Euro-Staatsanleihen ihre Kursgewinne bis zum Handelsschluss aber wieder vollständig abgegeben. Im späten US-Handel habe dann jedoch ein vermutliches Bekennerschreiben der islamischen Terrororganisation El Kaida, in dem diese auch mit neuen Anschlägen in den USA gedroht habe, für deutliche Verluste an den Aktienmärkten und steigende Kurse bei US-Staatsanleihen gesorgt.

Die US-Einzelhandelsumsätze hätten im Februar wie erwartet um 0,6% M/M zugelegt. Allerdings sei der Januar deutlich nach oben revidiert worden. Ohne die Fahrzeugumsätze hätten im Februar zwar die Umsätze stagniert, aber auch hier sei der Vormonat nach oben revidiert worden. Damit deute sich für das erste Quartal erneut ein kräftiges Konsumwachstum an. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien von einer leicht nach oben revidierten Vorwoche um 6.000 auf 341.000 zurückgegangen. Eine deutliche Erholung am Arbeitsmarkt lasse weiter auf sich warten.

In den USA veröffentliche heute die Universität von Michigan den vorläufigen Wert für ihren Index zum Verbrauchervertrauen im März. Derzeit spreche wenig dafür, dass sich das Vertrauen deutlich belebt habe. Im einsetzenden US-Präsidentschaftswahlkampf seien zunächst die negativen Punkte des aktuellen Umfeldes betont worden, was möglicherweise die Stimmung gedrückt habe. Hierauf deute auch der wöchentliche ABC-News-Index hin.

Die französische Industrieproduktion dürfte anders als die deutsche Produktion im Januar gestiegen sein. Darauf deute die jüngste anhaltende Aufwärtsbewegung des französischen Geschäftsklimas hin.

Nach den Kursgewinnen im späten Handel am US-Bondmarkt hätten auch die europäischen Rentenmärkte heute fester eröffnet. Von Seiten der Konjunkturdaten dürfte heute das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan im Vordergrund stehen. Ein möglicherweise leichter Rückgang des Index sollte Anleihen im Tagesverlauf unterstützen.