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Do, 2. Februar 2023, 21:23 Uhr

Euro-Anleihen mit Verlusten


17.04.03 13:53
Hamburgische LB

In Europa folgten die Staatsanleihen der Tendenz der US-Vorgaben, so die Analysten der Hamburgischen Landesbank.

Die Kursverluste seien allerdings deutlich geringer ausgefallen. 10jährige Bundesanleihen würden im Wochenvergleich fast unverändert rentieren und das, obwohl die Aktienmärkte hierzulande deutlich stärker hätten zulegen können als in den USA. Das Ende des Irak-Krieges mache sich bei den kriegsscheuen Europäern besonders positiv bemerkbar. Hinzu komme, dass erste positive Konjunktursignale bisher nur aus den USA kämen.

Für Deutschland hingegen hätten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr sogar noch einmal auf nur noch 0,5% nach unten korrigiert. Da auch der ZEW-Frühindikator hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, hätten europäische Staatsanleihen ihre Attraktivität noch nicht verloren. Kurzläufer hätten allerdings unter Äußerungen des EZB-Präsidenten Wim Duisenberg gelitten, dass eine weitere Leitzinssenkung die konjunkturellen Probleme Europas nicht lösen könne.

Sie sei damit weniger wahrscheinlich geworden. In den kommenden Tagen würden europäische Konjunkturdaten kaum Einfluss auf die Kursnotierungen der Staatsanleihen nehmen. Neben den deutschen Auftragseingängen stünden Erzeugerpreise einzelner Euroland-Staaten sowie das italienische Verbrauchervertrauen auf dem Plan. Hauptimpulsgeber würden die Vorgaben des US-Staatsanleihemarktes sowie der Aktienmarkt bleiben. Damit erwarte man weiter sinkende Anleihekurse.