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Dow Jones Industrial Average

WKN: 969420 / ISIN: US2605661048

Dow Jones neues 52-Wochen-Hoch


20.02.06 09:11
iWatch

Der Dow Jones konnte mit einem Kursniveau von 11.120 Punkten ein neues 52-Wochen-Hoch markieren und hierbei sogar technische Kaufsignale erzeugen, die den Index nun sehr rasch in den Bereich zwischen 11.300 und 11.500 Punkten treiben können, so die Experten von "iWatch".

Als mittelfristiges Ziel komme dann sogar das bisherige Allzeithoch vom 14. Januar 2000 von 11.726 Punkten infrage. Leider seien diese positiven Signale noch nicht beim S&P 500 generiert worden. Auch der NASDAQ Composite notiere noch immer unterhalb dem Niveau, welches im Januar 2006 bei 2.332 Punkten markiert worden sei.

Kurstreiber des Dow Jones seien zuletzt stark rückläufige Rohstoff- und Ölpreisnotierungen sowie anhaltend gute Unternehmensnachrichten von der Quartalsberichterstattung gewesen, wie zuletzt insbesondere von Hewlett Packard dargelegt. Die Edelmetall- und Nichtedelmetallpreise hätten in der Berichtswoche den prozentual höchsten Rückschlag seit über zwei Jahren erlitten. So sei der Preis für eine Tonne Kupfer von seinem zuvor erreichten Allzeithoch von 5.200 US-Dollar je Tonne binnen wenigen Handelstagen um knapp acht Prozent auf zuletzt unter 4.750 US-Dollar je Tonne zurückgefallen.

Ähnlich hoch seien die Kursverluste bei Aluminium, Blei, Nickel und Zink gewesen. Aber auch die Edelmetallpreise wie Gold und Silber seien kräftig abgerutscht. Der Goldpreis habe vor Wochenfrist bei 576 US-Dollar je Feinunze den höchsten Stand seit Januar 1981 markiert, also seit mehr als 25 Jahren. Zuletzt sei die Feinunze für nur noch 535 US-Dollar je Feinunze umgegangen und damit 41 US-Dollar oder knapp sieben Prozent unterhalb des vor Wochenfrist markierten Mehrjahreshoch.

Parallel zu dem Kursrutsch bei den Metallpreisen ging auch ein deutlicher Rückgang der Ölpreise einher. Der WTI-Future für die Marke West Texas Intermediate, also leichtem US-Heizöl sehr hoher Qualität, wurde zuletzt unterhalb der Marke von 59 US- Dollar je Barrel gehandelt und damit so niedrig wie seit Mitte Dezember 2005, also seit zwei Monaten nicht mehr.

Zur Erinnerung: Anfang September 2005 sei nach den verheerenden Hurrikanen Rita und Katrina, die über das im Süd-Ost gelegene Festland der USA getobt hätten, ein Stand des WTI-Futures von 70,95 US-Dollar je Barrel erreicht worden. Dies wiederum habe Preisstände von bis zu 1,45 Euro je Liter Super-Kraftstoff an den deutschen Tankstellen zur Folge gehabt.

Alles in allem dürfte diese Entwicklung per Saldo das Kursniveau der amerikanischen Indices stützen, auch wenn die Öl- und Rohstoffunternehmen wie Alcoa, Exxon Mobil oder ChevronTexaco zuletzt deutlich Federn hätten lassen müssen. Aktien wie Dell und Hewlett Packard, die im Technologiebereich angesiedelt seien hätten dahingegen Kurssprünge zwischen 5 bis 10 Prozent aufgezeigt.

Unterdessen hätten sehr milde Temperaturen in den USA im Januar 2006 die Kassen der Einzelhändler klingeln lassen. Die Umsätze der Einzelhändler seien im Januar mit 2,3 Prozent gegenüber dem Dezember 2005 deutlich stärker als erwartet angestiegen. Die Vormonatsveränderungsrate sei von 0,7 Prozent auf 0,4 Prozent allerdings nach unten revidiert worden. Unter anderem hätten die Baumärkte und die Möbelhändler hohe Umsatzsteigerungen ausgewiesen. Die Autohändler hätten ein Umsatzplus von 2,9 Prozent verzeichnet.

Zwar seien die Januardaten mit Sicherheit überzeichnet und würden einen Rückpralleffekt im Februar oder März nach sich ziehen. Doch mit diesem fulminanten Start ins Jahr würden sich die Anzeichen mehren, dass der private Konsum im ersten Quartal 2006 überaus stark gewesen sei und damit auch das Wachstum insgesamt, was auch die jüngsten Zahlen aus der US-Bauwirtschaft vermuten lassen würden. Die Baubeginne seien im Januar 2006 auf ein Rekordhoch von 2,276 Millionen Einheiten angestiegen. Auch die Baugenehmigungen hätten mit 2,217 Millionen nahezu das Allzeithoch vom September 2005 von 2,219 Millionen Einheiten erreicht.

Diese sensationell anmutenden Zahlen sollten jedoch nicht zu der Erwartung führen, dass für die Bauwirtschaft ein neuer Boom beginne. Allein die ungewöhnlich milden Temperaturen im Januar seien für die ungewöhnlich starke Entwicklung verantwortlich, da der Januar 2006 der wärmste Januar seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen 1895 gewesen sei. Vielmehr dürfte sich tendenziell eine langsame Abkühlung im Bereich Wohnungsbau auf Grund stetig steigender US-Leitzinsen einstellen.

Die Konjunkturzahlen von Januar bis März 2006 müssten mit größter Vorsicht interpretiert werden, da eine hohe Wettersensitivität unterstellt werden müsse, was aber nicht bedeuten solle, dass diese Daten nicht für weiter steigende US-Aktienkurse sorgen könnten. Eine positive Stimmung der Verbraucher schlage sich sehr rasch auf die Stimmung der Investoren und Marktteilnehmer durch, was plötzlich zu sehr stark steigenden Kursen führen könne.





 
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