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DEAG Deutsche Entertainment

WKN: A3E5DA / ISIN: DE000A3E5DA0

DEAG Rekordjahr 2011?


06.12.11 10:19
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen bei der DEAG-Aktie investiert zu bleiben und selektiv zuzukaufen.

Die DEAG Deutsche Entertainment AG sei auf gutem Wege die eigenen Jahresziele zu erreichen. Vorstandschef Peter Schwenkow wolle 2011 sämtliche Ergebniskennzahlen gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Das EBIT des Vorjahres von 8,2 Millionen Euro könnte in diesem Turnus auf circa zehn Millionen Euro oder mehr ansteigen. Unterm Strich hätten die Berliner im letzten Jahr 1,4 Millionen Euro verdient. Das könnte 2011 in etwa das Doppelte sein. Die Experten würden den Gewinn auf 2,5 bis drei Millionen Euro schätzen. Pro Aktie dürfte DEAG einen Gewinn von 20 bis 25 Cent erreichen. "Mit der unteren Bandbreite kann ich leben", sage den Experten der CEO im Hintergrundgespräch.

Vom Gewinn wolle der Firmenchef erstmals in der Geschichte des Unternehmens eine Dividende ausschütten. Im ersten Halbjahr hätten das EBIT bei 5,5 Millionen Euro und das Konzernergebnis bei 1,9 Millionen Euro gelegen. Pro Aktie sei im ersten Semester ein Gewinn von 15 Cent eingefahren worden. Nach neun Monaten hätten das EBIT 5,7 Millionen Euro und der Profit zwei Millionen Euro betragen. Nach drei Quartalen habe der Gewinn je Aktie bei 16 Cent gelegen.

Die Zahlen für Q3 würden voll im Plan liegen. Die Periode zwischen Juli und September sei stets schwach. Dieses Quartal sei in der Vergangenheit öfter negativ und nunmehr sogar leicht positiv gewesen. Das Schlussquartal sei stets eine sehr gute Periode. Allein die Einheit in UK fahre in Q4 fast den gesamten Jahresgewinn ein. Ganz rund sei 2011 aber dennoch nicht gelaufen. Die Show Batman sei ein Vollflop gewesen. "Wir haben zum Glück für diese Show nur in der Schweiz zugegriffen und nicht in Deutschland. Daher können wir das verschmerzen und kompensieren." Summa summarum könne Schwenkow vermutlich ein Rekordjahr präsentieren!

Für das Jahr 2012 sei Schwenkow zuversichtlich, die Ergebnisse aus dem Jahr 2011 zu untermauern. "Unser Ziel ist nachhaltig mindestens ein EBIT von zehn Millionen Euro oder mehr zu erzielen. 2011 läuft außerordentlich gut. 2012 sollte auch ein gutes Jahr werden." Dennoch sei es zu früh Gewinnsteigerungen in Aussicht zu stellen. Darum würden die Experten aus heutiger Sicht zunächst eine Stabilisierung der Gewinne im kommenden Jahr erwarten. Es würde dem Unternehmen angesichts des lausigen Kapitalmarktumfelds ohnehin nichts bringen, schon heute über Gewinnsteigerungen im Jahr 2012 zu berichten.

Möglichkeiten für ein Übertreffen der Ergebnisse aus 2011 habe DEAG sicherlich in der Pipeline. Sie sei schon heute gut gefüllt und die bereits realisierten Verkäufe für 2012 würden eine solide Perspektive erlauben. Treiber im nächsten Jahr seien zum Beispiel drei Tourneen mit Geiger David Garrett. Zudem werde Anna Netrebko mit mehreren Shows für volle Kasse sorgen. Auch Peter Maffay rocke mit seiner Show "Tabaluga, die Zeichen der Zeit". Bereits heute seien sage und schreibe 150.000 Tickets verkauft. Eine Show, die erst im Oktober 2012 laufe. "Bis Weihnachten werden es über 200.000 Tickets sein. Außerdem wird Peter Maffay bereits im Frühjahr drei Zusatzkonzerte geben, da wir eine unglaubliche Nachfrage haben."

Bei DEAG laufe sodann das Geschäft sehr rund. Ob Klassik, oder auch Volksmusik, in Deutschland oder der Schweiz. Schwenkow habe bei einer möglichen Rezession keine Sorge. Für das kleine Glück würden die Menschen Geld ausgeben. Große Investitionen würden in schlechten Zeiten eher geschoben. Auch für den britischen Markt habe der CEO daher kaum Bauchschmerzen. "In UK leben wir von der Klientel über "50". Diese Zielgruppe hat Geld zur Verfügung, da das Haus im Normalfall bezahlt ist und die Kinder aus dem Gröbsten raus sind. Wir sind daher relativ unberührt, wenn in UK die Krise sich weiter vertieft. Analog trifft dies auch auf Europa zu", erkläre Schwenkow.

Spannung verspreche momentan die zehn prozentige Beteiligung an Ticketmaster Deutschland. DEAG sei an der Firma nicht nur beteiligt, sondern profitiere auch vom Verkauf der Tickets über diese Plattform. Live Nation werde in der Zukunft weniger Tickets über CTS EVENTIM verkaufen. Die beiden Unternehmen stünden vor einem Schiedsgericht, bei dem die Amerikaner aufgrund eines Vertragsbruchs eine Vertragsstrafe zahlen müssten. Live Nation habe Ticketmaster übernommen und werde logischerweise in der Zukunft diese Plattform mehr puschen.

Das treffe auch auf die Einheit in Deutschland zu, da Live Nation die Tickets nicht mehr ausschließlich über CTS abgeben müsse. Die exklusiven Vorabverkäufe könnten sogar komplett über Ticketmaster Deutschland künftig ablaufen. "Ticketmaster Deutschland hat den Durchbruch erreicht. Die Anzahl der verkauften Tickets steigt drastisch an. Wir werden 2012 und darüber hinaus noch sehr viel Freude mit dieser Beteiligung haben", sage Schwenkow.

An der Börse koste DEAG aktuell 26 Millionen Euro. Die Aktie sei ohne Frage günstig. Nur interessiere das in diesem Umfeld keinen Menschen. Schwenkow bleibe daher nur eines übrig: Er müsse operativ weiter abliefern, um in einer guten Marktphase dann voll mit dabei sein zu können.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der DEAG-Aktie investiert zu bleiben und selektiv zuzukaufen. (Analyse vom 06.12.2011) (06.12.2011/ac/a/nw)



Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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