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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX exklusiver Backtest: Die 7.000er-Marke ist nicht so sehr entscheidend


06.03.12 12:54
DAX-Ausblick

Rosenheim (www.aktiencheck.de) - Alle Welt hadert damit, dass Deutschlands Börsenbarometer Nummer Eins nicht schon längst die "runde, psychologisch wichtige Marke" von 7.000 Punkten überwunden hat, um den seit Dezember bestehenden Aufwärtstrend eindrucksvoll fortzuführen, so der Experte vom "DAX-Ausblick", Sebastian Hoffmann.

An dieser Stelle würden die Analysten behaupten: Der Sprung über diese ominösen 7.000 Zähler sei im DAX für einen Trader keine Garantie für weiter steigende Kurse. Der Sprung sei zudem nicht unbedingt als Kaufsignal zu interpretieren. Der Experte wolle seine These auch genauer darlegen. Er untermauere diese mit einem Backtest, der den Zeitraum ab 1988 abdecke. Die Ergebnisse dieses Tests seien die folgenden: An 134 Handelstagen habe der DAX seit 1988 eine runde tausender-Marke überboten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse einen Monat später auf einem höheren Niveau gehandelt würden, liege aber nur bei 50,75%. Der vorherige Punkt ist umso erstaunlicher, denn durchschnittlich liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit, bei der Strategie Jeder-Tag-ist-Kauftag für einen Monat bei 60,62%, so Sebastian Hoffmann vom "DAX-Ausblick".

Das bedeute für den deutschen DAX: Der Break über 7.000 Punkte könne auf Tagesbasis nicht als Kaufsignal gewertet werden! Blicke man nun noch etwas über den großen Teich. Führe man den gleichen Backtest für die "Mutter aller Indices", den Dow Jones, durch. Eines gleich gesagt - hier ergebe sich dasselbe Bild.

Das Ergebnis: Der Dow Jones habe seit 1988 187 Mal eine tausender Marke überkreuzt. Für Gewinne im Folgemonat lasse sich historisch eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 56,45% ableiten, bei sonst 62,01%. Das bedeute für den Dow Jones: Auch hier seien auf Tagesbasis keine Kaufsignale zu verzeichnen.

Man setze nun noch einen drauf und führe den Backtest für DAX und Dow auf Basis des Monatsschlusskurs durch. Das Ergebnis im Dow Jones:

Gelinge der Sprung über eine 1.000er-Marke per Monatsschlusskurs, dann würden die Kurse im Folgemonat im Dow Jones mit einer Wahrscheinlichkeit von 71,43%, bei sonst üblichen 61,15% steigen.

Im DAX ergebe sich leider ein völlig anderes Bild. Gelinge hier der Break per Monatsschluss, dann liege die Gewinnwahrscheinlichkeit für den Folgemonat bei nur 43,24% bei sonst üblichen 59,93%.

Das heiße: Weitere positive Tendenzen seien hauptsächlich von den US-Börsen zu erwarten. Hier wäre ein März-Schlusskurs oberhalb von 13.000 Punkten positiv zu interpretieren. Im DAX rate derweil der Break über 7.000 Zähler zur Vorsicht und mache eine anschließende Korrektur sehr wahrscheinlich. Jetzt komme jedoch noch etwas hinzu:

Aufgrund der enormen Notenbankinterventionen seien diese historischen Entwicklungen allerdings mit Vorsicht zu genießen. Das sollte man bei diesem Backtest durchaus im Hinterkopf haben.

Dennoch zeige er eines ganz klar auf: Das seit über zwei Wochen fast schon übertriebene Warten der Anleger auf den "großen Sprung" des DAX über die 7.000er-Marke sollte man als DAX-Trader nicht großartig beachten.

Der Tipp des Experten: Die Anleger sollten immer wieder ihr Trading-Setup modifizieren, und sie diesem den "Feinschliff" verpassen, dann würden sie mit guten Trades, die daraus resultieren, zu den Gewinnern auf dem Parkett gehören - 7.000er-Marke hin oder her. (06.03.2012/ac/a/m)





 
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