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Fr, 1. März 2024, 8:20 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX bekam gehörig auf die Nuss


06.03.06 08:03
iWatch

Der DAX bekam im Wochenverlauf zweimal gehörig auf die Nuss, so Uwe Raab, Wertpapierexperte vom "iWatch".

Am Dienstag habe der Index im Tagesverlauf um 120 Punkte nachgegeben und am Donnerstag sei ein Intraday-Minus von sogar 150 Punkten zu konstatieren gewesen. Insbesondere stark gestiegene Zinsängste, die von der Rhetorik des EZB-Präsidenten, Trichet, am Donnerstag, 02. März, während der Pressekonferenz, nach der Zinserhöhung, auf nun 2,50 Prozent für den Euro-Raum, initiiert worden seien, hätten für deutliche Abgaben am Renten- und Aktienmarkt gesorgt.

Sei die Party nun schon vorbei? Nach Analyse der Experten noch lange nicht. Der DAX dürfte sich nun in etwa in der Mitte des Super-Hausse-Zyklus - März 2003 bis März 2009 - aufhalten. Zur Erinnerung: Am 12. März 2003 habe der DAX mit 2.178 Punkten das bislang tiefste Niveau in diesem Jahrzehnt markiert und seit dem bis zum 01. März 2006 auf bis zu 5.916 Zählern ansteigen können. Dies entspreche einem Anstieg von 3.738 Punkten oder rund 172 Prozent. Im Mai 2005 hätten die Experten dem DAX ein Potenzial bis zum Ende des ersten Quartals 2009 von 10.000 Punkten konstatiert. Demnach seien noch gut 4.200 Punkte oder über 70 Prozent Kursanstieg möglich.

Die nun zu beobachtende Normalisierungsphase sei durchaus gesund und dürfe daher nicht als nachhaltiger Wendepunkte gelesen werden. Das Abwärtspotenzial des DAX sei derzeit auf ein Niveau zwischen 5.400 und 5.500 Punkten begrenzt, während das Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 7.000 Punkten noch im Jahresverlauf 2006 reiche. In den kommenden Wochen werde daher nochmals die Tür aufgemacht, für diejenigen Anleger, die bislang an den stark gestiegenen Kursen noch nicht voll umfänglich hätten partizipieren können. Hierzu würden auch die deutschen Lebensversicherungsunternehmen gehören, die immer noch eine Aktienquote von zurzeit kaum mehr als 8 Prozent "fahren" würden.

Zum Vergleich: Während der Hausse-Phase 1999/2000 hätten deutsche Lebensversicherer zwischen 20 bis 30 Prozent in Aktien investiert und das zu damaligen Höchstkursen. Die größte Verkäufergruppe im März 2003, also nahe dem tiefsten Stand in diesem Jahrzehnt, seien erneut die deutschen Lebensversicherungsunternehmen gewesen. Von einem guten Timing sei hier also nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die deutschen Lebensversicherungsunternehmen seien die besten Kontraindikatoren, wenn es um Timingproblematik am deutschen Aktienmarkt gehe.

Der Vermutung der Experten zufolge würden deutsche Lebensversicherer erst bei einem Niveau von 6.500 bis 7.000 Punkten, gemessen am DAX-Stand, der etwa in der zweiten Jahreshälfte 2006 zu konstatieren sei, sukzessive beginnen, ihre Aktienquote hochzufahren. Damit komme nochmals deutliche Dynamik mittels Kapitalkraft in die seit drei Jahren laufende Hausse-Bewegung, da es sich hier um Beträge im niedrigen dreistelligen Milliarden-Bereich handle, die alleine für einen Kursanstieg von 10 bis 15 Prozent des DAX gut seien. Es würden also die deutschen Lebensversicherer sein, die den DAX im Jahresverlauf 2007 deutlich über die Hürde von 7.000 Punkten treiben und in Richtung 8.000-Punkte-Marke führen würden. Damit neige sich dann auch schon der Super-Hausse-Zyklus langsam dem Ende entgegen, jedoch nicht bevor der Markt die Marke von 9.000 und 10.000 DAX-Punkten, im Jahresverlauf 2008/2009, erstmals überschreiten werde.

Die Aktie der Deutschen Telekom könnte ein riesiger Profiteur dieser Entwicklung sein, da die Dividendenrendite von zur Zeit 5,3 Prozent insbesondere deutsche Lebensversicherer anlocken dürfte. Mit einem Gewinn von 5,6 Milliarden Euro im Jahresverlauf 2005 und einer Marktkapitalisierung von zur Zeit 56 Milliarden Euro sei die T-Aktie noch nie so niedrig bewertet gewesen, wie es das momentane KGV von 10 indiziere. Zum Vergleich: Am 07. März 2000 habe die T-Aktie über 100 Euro gekostet und habe damit einen Unternehmenswert der Deutschen Telekom von knapp 400 Milliarden Euro repräsentiert. Der operative Gewinn habe in diesem Jahr allerdings deutlich unterhalb der Marke von 4 Milliarden Euro gelegen, was einem KGV von 100 zu diesem Zeitpunkt entsprochen habe.





 
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