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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Performance-Index vs. Kurs-Index


10.04.12 16:31
DAX-Ausblick

Rosenheim (www.aktiencheck.de) - Diese Woche beginnt der neue "Zahlenreigen", sprich die Berichtssaison für das erste Quartal 2012 startet, so der Experte vom "DAX-Ausblick", Sebastian Hoffmann.

Traditionell habe der US-Konzern Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) als erstes im Dow Jones gelistete Unternehmen die Ehre, seine Zahlen zu präsentieren. In den kommenden sechs Wochen würden dieses dann weltweit alle wichtigen Konzerne ebenfalls durchziehen. Börsianer würden also quasi mit Zahlen, Ausblicken, Prognosen und Dividenden-Ankündigungen überfrachtet. Es werde auf jeden Fall eine spannende Phase auf dem Parkett. Denn solche Phasen würden jede Menge Bewegungen in den weltweiten Indices versprechen. Gerade wir Deutsche sind davon "betroffen", so die Experten vom "DAX-Ausblick". Denn der DAX könnte einmal mehr wieder etwas "manipuliert" werden.

Der Leitindex DAX werde nämlich sowohl als Kurs- wie auch als Performance-Index berechnet. Gerade für DAX-Trader interessant. Denn wenn man die Entwicklung unterschiedlicher Indices miteinander vergleichen wolle oder gezielt nach einem geeigneten Investment suche, sei es äußert wichtig zu wissen, wie ein Index berechnet werde. Der DAX sei in Deutschland in den Medien eigentlich nur als der Performance-Index präsent. Das heiße:

Der eigentlich für den Trader besser geeignetere Kurs-Index werde links liegen gelassen. Bei einem solchen Kurs-Index werde nämlich der Indexstand ausschließlich auf Grund der Aktienkurse ermittelt und keine Dividenden oder Kapitalmaßnahmen wie Kapitalerhöhungen eingerechnet (im DAX: rund 50% der Performance seien auf Dividenden zurückzuführen). Die Berücksichtigung von Dividenden sei zwar realistischer, um eine Anlagestrategie im DAX wider zu spiegeln, verzerre aber auch das Bild, wenn man den Leitindex mit anderen wichtigen Länderindices vergleichen möchte. Denn die meisten Aktienindices rund um den Globus, wie beispielsweise der Dow Jones, seien Kursindices.

Den Experten fällt bei der Analyse des DAX-Kursindex sofort eine interessante Sache auf: Der Kursindex sei an einem Doppelwiderstand aus 2008er-Abwärtstrendgerade und dem Lehman-Niveau nach unten abgedreht. Das heiße: Darüber würden deutliche Kaufsignale in den Markt kommen, wodurch das 2011er-Top bei 4.402 Punkten in Angriff genommen werden dürfte.

Darunter könnte es jedoch noch einmal spannend werden, sodass - bei reiner Betrachtung der Kursveränderung - sogar strenggenommen noch von einer Bärenmarkt-Rally gesprochen werden könne. Die Experten würden jetzt parallel auch einmal auf den DAX-Performance-Index schauen: Hier habe sich die Stimmung nach dem Bruch der November-Aufwärtstrendgerade deutlich eingetrübt. Ein Test der mittelfristig entscheidenden 100-Tage-Linie bei 6.416 Punkten sei nun keine Utopie mehr. Zuvor wirke allerdings noch das März-Tief bei 6.600 Punkten stützend.

Ab und zu sollte jeder DAX-Trader einmal den DAX-Kursindex näher betrachten, um sich ein "reines" Chartbild machen zu können. Natürlich sollte diese Analyse nicht im Vordergrund stehen - weil eben wir Deutsche eigentlich nur mit unserem DAX als Performance-Index traden, so die Experten vom "DAX-Ausblick". Aber als zusätzliches Hintergrund-Analyse-Werkzeug sei der Kurs-Index auf jeden Fall nützlich. (10.04.2012/ac/a/m)




 
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