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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX, GD200 und ein erstaunlicher 30-Jahre-Backtest


31.05.12 10:23
DAX-Ausblick

Rosenheim (www.aktiencheck.de) - Der DAX ist sowohl unter den GD20, als auch unter den GD100 zurückgefallen und notiert lediglich noch über dem langfristig entscheidenden GD200, so der Experte vom "DAX-Ausblick", Sebastian Hoffmann.

Der Chart zeige es klar auf. Die Experten hätten sich nun gefragt: Wie wahrscheinlich sei es, dass der DAX nun auch unter den GD200 zurückfalle und wo stehe dann, mit welcher Wahrscheinlichkeit, das deutsche Börsenleitbarometer in einem Jahr? Der Backtest habe hierzu interessante Daten hervorgebracht: In den vergangenen 30 Jahren DAX-Geschichte habe der Leitindex insgesamt 46 mal zwischen GD20, GD100 (Oberseite) und dem GD200 auf der Unterseite notiert. In 69,57% der Fälle sei auch der GD200 anschließend unterkreuzt worden, wobei dieses Ereignis rund 14 Handelstage nach dem Unterkreuzen des GD20 bzw. des GD100 vollzogen worden sei (im Augenblick 17 Handelstage).

Anders ausgedrückt: Mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 30,43% führe ein Trade mit einer Exit-Bedingung (Ausstieg bei Schlusskurs unter dem GD200) zum Erfolg. Erstaunlich für manch einen Anleger sei, dass diese Strategie auf Dauer aber dennoch zum Erfolg führe. Denn obwohl nur rund 30% der Trades im Gewinn abgeschlossen würden, erziele ein Anleger unter dem Strich einen Gewinn. Möglich mache dieses die einfache Regel "Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen".

Übertragen auf die aktuelle Situation bedeute das: Das maximale Verlustrisiko betrage bei einem Kurs von 6.300 Punkten bezogen auf den GD200, der im Augenblick bei ca. 6200 Punkten verlaufe, rund 100 Zähler. Da erst der Schlusskurs entscheidend sei, füge man noch eine Differenz von 50 Zählern hinzu, man komme nun also auf ein Risiko von 150 Punkten.

Szenario I: Angenommen der DAX falle per Tagesschlusskurs unter 6.200 Punkte zurück - was laut Historie mit einer Wahrscheinlichkeit von 69,57% passiere - dann gehe der Trade nicht auf und man müsse einen Verlust von 150 Punkten verbuchen.

Szenario II: Angenommen der DAX komme wieder auf die Füße und falle nicht jetzt, sondern erst in 236 Perioden (eine durchschnittliche Hausse dauert 325 Handelstage, wobei sich der DAX bereits 89 Sitzungen über dem GD200 befinde) unter den langfristigen GD200 zurück, dann bestünden gute Chancen auf einen kräftigen Gewinn.

Das heiße: Im Schnitt erziele der DAX-Trader bei Szenario II pro Jahr eine Rendite von rund 9%. Das würde aus heutiger Sicht ein Kurslevel von 6.867 Punkten bedeuten, sodass dem möglichen Risiko von 150 Punkten ein Gewinn von 567 Punkten gegenüberstehe. Auf den Punkt gebracht: Genau so funktioniere das Trendfolge-Prinzip "Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen". (31.05.2012/ac/a/m)





 
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