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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX 7.000 ist nicht der höchste Gipfel


15.03.12 13:00
DAX-Ausblick

Rosenheim (www.aktiencheck.de) - Der höchste noch unbestiegene Berg der Erde ist nach aktuellem Stand der Erkenntnis und Definition der 7.570 m hohe Gangkhar Puensum im Himalaya, so der Experte vom "DAX-Ausblick", Hermann Kutzer.

Er liege in Bhutan, auf oder in der Nähe der tibetischen Grenze. Der Gangkhar Puensum werde auch weiterhin der höchste unbestiegene Berg der Erde bleiben, denn seit 1994 würden aus religiösen Gründen keine Besteigungsgenehmigungen mehr für die hohen Berge in Bhutan erteilt. In den 1980er Jahren seien verschiedene Besteigungsversuche gescheitert. Soweit die Recherche in Wikipedia.

Könnte man Ähnliches über den DAX schreiben, der jetzt endlich den 7.000er bezwungen habe? Nein, so reizvoll Wortspielereien und bildhafte Vergleiche auch sein möchten - die Ausgangslage sei ganz anders. Abgesehen davon, dass er keine Besteigungsgenehmigungen brauche, kenne der Deutsche Aktienindex solche Höhen längst, sei er doch schon vor Jahren in die sauerstoffarmen Bereiche oberhalb von 8.000 geklettert. Dort solle er auch wieder hin, würden die Optimisten sagen. Jetzt habe er zunächst das Nahziel dieses Jahres erreicht. Auch wenn so mancher "bullisher" Stratege in den vergangenen Tagen leicht unruhig geworden sei und bezweifelt habe, dass dem Leitindex schon bald der Anstieg gelingen würde - es sehe einfach gut aus an den Aktienmärkten und ihrem Umfeld, nach wie vor. Die Gründe seien hinlänglich bekannt.

Aktuell besonders interessant erscheine den Experten, dass man erstmals seit langem wieder Phasen beobachten könne, in denen die Börsianer alle kritischen Entwicklungen und Krisengefahren verdrängen könnten. Der Verlauf des Dienstags sei ein solcher Zeitabschnitt gewesen, wie die folgenden Überschriften in den Online-Diensten am Abend signalisiert hätten.

Abgesehen von weiteren hervorragenden Branchenberichten, nicht zuletzt über die deutsche Automobilindustrie, habe man beispielhaft folgende Meldungen mit positivem Vorzeichen herauspicken können: "DAX knackt 7.000er Marke - ZEW-Konjunkturindikator auf höchstem Stand seit Mitte 2010 - FED-Optimismus treibt Wall Street - NASDAQ: US-Technologiewerte auf 11-Jahres-Hoch - S&P auf Vierjahreshoch - Griechenland erstmals seit 2003 heraufgestuft - Aktionäre vieler US-Banken können sich freuen - Börsensteuer auf Eis gelegt - Ein Tag der Optimisten." Eine Verlängerung dieser Aufzählung wäre ohne weiteres möglich.

Fatal könnte es freilich werden, würde jetzt eine übersteigerte Euphorie ausbrechen. Die Experten würden das für wenig wahrscheinlich halten. Denn die Marktteilnehmer würden nur zu gut wissen, dass die Banken- und Staatsschuldenkrise keineswegs schon zu den Akten gelegt werden könne. Und Prognosen, in denen die Worte "Rezession" und/oder "Inflation" vorkämen, möge man schon gar nicht.

Der DAX werde auch neue historische Höhen jenseits von 8.000 erklimmen können - früher oder später. Für wirklich langfristige Anleger sei der Zeitpunkt nur zweitrangig. (15.03.2012/ac/a/m)





 
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