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WKN: A2AA40 / ISIN: DE000A2AA402

Balda Beteiligung an TPK ist der Knaller


11.10.10 10:16
sunday-market

Bodenheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "sunday-market" raten an schwachen Tagen die Aktie von Balda (ISIN DE0005215107 / WKN 521510) weiterhin zu kaufen.

Ende Januar dieses Jahres hätten die Experten kräftig für die Aktie der Balda AG getrommelt. Sie hätten die Anleger dafür sensibilisiert, dass die Firma wieder fit wie ein Turnschuh sei und das noch in diesem Jahr der Börsengang der TPK in Taiwan erfolge. Die Firma sei bekanntlich einer der weltweit führenden Multitouch-Hersteller. US-Gigant Apple zähle beispielsweise zum Kundenkreis.

An der Firma, die einen Großteil der Erlöse durch iPod-Touch, iPhone und iPad erziele, halte Balda knapp 20%. Die Beteiligung sei Gold wert. Einst sei es die Annahme gewesen, dass die Firma mit einem Börsenwert von fast 1 Milliarde Euro an die Börse komme. Der Wert für Balda hätte somit fast 200 Millionen Euro entsprochen. Zum damaligen Zeitpunkt habe der Anteil sodann die gesamte Kapitalisierung abgedeckt.

Aktuell würden die Anteile bei fast 6 Euro notieren und der Börsenwert betrage nunmehr rund 320 Millionen Euro. Mit der Kaufempfehlung der Experten lägen die Anleger sodann mit rund 50% vorne. Das sei Spitze und das Beste: Die Rally könnte weitergehen.

Nach den Informationen der Experten aus Branchenkreisen solle der Börsengang nun Ende Oktober erfolgen. Der angestrebte Börsenwert zum IPO werde indes nochmals deutlich über den bisherigen Erwartungen liegen. Grund sei die starke operative Performance des Anbieters von Touch-Komponenten. In 2009 habe die taiwanesische Firma einen Nettogewinn von ca. 70 Millionen Euro erzielt. Im ersten Halbjahr 2010 dürften es gut 45 Millionen Euro gewesen sein.

Für das Jahr 2010 dürfte TPK rund 100 Millionen Euro Nettogewinn erwirtschaften. Das würde bedeuten, dass TPK sicherlich einen Börsenwert von jenseits der Marke von 1 Milliarde Euro (!) anpeile. Es könnte nach Erachten der Experten nunmehr sogar bis zu 1,5 Milliarden Euro sein. Der Anteil für Balda entspreche bei diesem Szenario somit fast 300 Millionen Euro! Sodann wäre der aktuelle Börsenwert wiederum fast alleine durch die Beteiligung an TPK abgedeckt. Die Experten seien gespannt! In den nächsten Wochen werde sich zeigen, zu welcher Bewertung die Firma an den Kapitalmarkt komme. Fakt sei: Balda-Chef Michael Sienkiewicz sitze auf einer Perle.

Das operative Kerngeschäft von Balda hinke allerdings etwas. Der Umsatz habe in den ersten sechs Monaten 63,3 Millionen Euro erreicht und sei gegenüber dem Vorjahr rückläufig gewesen. Die Einheit MobileCom leide unter dem Preisdruck im Zuliefermarkt und zudem hätten sich Produktionsanläufe verspätet, was sich in einem Rückgang des Volumens niedergeschlagen habe. Zudem hätten Einmaleffekte das Ergebnis belastet. Das EBIT im ersten Halbjahr im Konzern habe bei -2,1 Millionen Euro gelegen. Dank der anteiligen TPK-Gewinne hätten netto im selben Zeitraum fast 6 Millionen Euro geklingelt.

Das Segment Electronic Products habe zwar den Umsatz verbessert, jedoch sei auch hier das Ergebnis negativ gewesen. Die Einheit habe einen massiv wachsenden Materialeinsatz mit teuren Zukaufteilen und kostspielige Produktionsanläufe zu verkraften gehabt. Der Bereich Medical dagegen habe bei weiter positivem operativem Ergebnis einen leichten Rückgang der Erlöse verzeichnet. Das Geschäftsfeld sei im Markt gut positioniert und auf langfristiges Wachstum ausgerichtet.

Derzeit halte der CEO an der Prognose fest, dass im Gesamtjahr der Umsatz um 10 bis 15% wachsen und das EBIT leicht positiv ausfallen solle. Allerdings müsse dafür das Segment MobileCom in der zweiten Jahreshälfte brummen. Ansonsten werde Balda die Prognose verfehlen. Angesichts der Perle TPK sei die Schwäche im operativen Geschäft allerdings zunächst nicht von allzu großer Bedeutung.

Ein Lichtblick in der Sparte MobileCom sei indes der Gewinn des koreanischen Technologie-Konzerns Samsung Electronics als neunen Kunden. Balda werde am Produktionsstandort Beijing Systeme aus Kunststoff für Mobiltelefongehäuse für Samsung fertigen. Die Produktion sei gestartet und werde ab Anfang 2011 in große Stückzahlen münden. Mit zwei weiteren asiatischen Kunden stehe Balda derzeit in Verhandlungen.

"Mit dem Gewinn des Kunden Samsung kommen wir dem Ziel, unser Kundenportfolio zu diversifizieren und Risiken der Abhängigkeit von einzelnen Kunden zu minimieren, einen maßgeblichen Schritt näher", sage Sienkiewicz. Damit habe das Unternehmen beste Chancen auch operativ zu glänzen. Das damalige Fazit der Experten: Balda feiere ein grandioses Comeback an der Börse. Der Knaller sei die Beteiligung an TPK. Das habe wie die Faust aufs Auge gepasst.

Die Experten von "sunday-market" raten angesichts der potenziellen Bewertung für TPK und der Tatsache, dass dann der aktuelle Börsenwert von Balda zum großen Teil abgedeckt ist, an schwachen Tagen weiter zum Kauf der Balda-Aktie. Kurse von mehr als 7 Euro könnten in den nächsten Wochen drin sein. (Ausgabe 434 vom 10.10.2010) (11.10.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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