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Apple

WKN: 865985 / ISIN: US0378331005

Apple-Aktie: Kursziel 1.000 USD - jetzt erst recht


29.03.12 15:41
Die Börsenblogger

Ludwigsburg (www.aktiencheck.de) - Laut Marc Schmidt von "Die Börsenblogger" ist bei der Aktie von Apple ein vierstelliger Kurs möglich.

Die jüngste iPad-Einführung mache es mal wieder nur allzu deutlich: Apple sei das Unternehmen dieser Zeit mit einer der stärksten Marken. Es habe vor den Apple-Stores Menschenschlangen gegeben, wie man sie sonst nur aus DDR-Zeiten vor der Bananenlieferung zum Konsum gekannt habe. Wie lange dieser Trend weiter gehe, sei offen. Solange aber eine Innovation der nächsten folge, müsse man sich als Nutzer und vor allem auch als Apple-Anleger keine Sorgen machen.

Die Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 hätten es mal wieder gezeigt. Apple sei eine wahre Cash-Maschine. Egal ob iPhone, iMac oder iPad - die Verkaufszahlen würden von Quartal zu Quartal steigen. In der Folge würden Umsatz und Gewinn erheblich zulegen. Mit Umsätzen von 43,33 Mrd. USD habe ein Ergebnis von 13,06 Mrd. USD erzielt werden können - eine sagenhafte Umsatzrendite von 28 Prozent. Das EPS habe sich dabei auf 13,87 USD verdoppelt. Und auch für das laufende Quartal (die Zahlen würden Ende April veröffentlicht) werde seitens der Analysten ein Umsatzplus von 45 Prozent auf durchschnittlich 35,8 Mrd. USD sowie ein EPS von 9,77 USD erwartet (Vorjahr: 6,40 USD).

Zwar sei die Aktie von Apple jenseits der 600 USD wahrlich kein Schnäppchen. Aber diese Aussage habe man zuvor schon bei 300, 400 und 500 USD ebenfalls gehört. Nach gängigen Fundamentalkriterien sollte man aber das mit Abstand teuerste Unternehmen auch nicht mehr bewerten. Für ein global aufgestelltes und ebenso erfolgreiches Unternehmen, das einen ganzen Sektor quasi vom Kopf auf die Füße gestellt habe, müsse man eigene Maßstäbe finden. Zumal Apple als ein Musterbeispiel des Kapitalismus eine richtige Entscheidung nach der anderen getroffen habe und wohl auch weiter treffe. Angefangen vom Zusammentragen einzelner Ideen aus dem Audiosektor zu einer neuen Produktkategorie wie dem iPod, über die Neuerfindung des Handys und die Etablierung des Tablet-PCs.

Das ganze verknüpft mit einem geschlossenen System, aus dem ein Nutzer nicht mehr heraus müsse und innerhalb dessen man in allen Wertschöpfungsstufen mitverdienen könne. Ein anderes Unternehmen hätte sich längst einer aufgeklärten Nutzerschaft erklären müssen. Nicht so Apple. Höhepunkt der Entwicklung seien sicher die Occupy-Demonstranten gewesen, die gegen den "Kapitalismus" demonstriert hätten, aber auf das Musterbeispiel dafür, ein iPhone, nicht hätten verzichten können. Die "Apfel-Jünger" würden alles verzeihen und seien im Gegenzug auch noch happy über die tollen Produkte - die ja objektiv betrachtet wirklich top seien, auch wenn die Wettbewerber längst nicht so verschlafen seien, wie mancher Apple-Fan einen glauben machen wolle.

Das alles sei jedenfalls gut für den Aktienkurs. Analysten kämen kaum hinterher ihre Kursziele wieder 100 USD nach oben anzupassen. Allerdings nicht nur aufgrund der tatsächlichen Kursentwicklung, sondern auch angesichts der starken Gewinnaussichten. Als man sich dann jüngst auch noch entschieden habe, künftig eine Quartalsdividende von 2,65 USD je Aktie auszuschütten, sei das Glück vieler Anlagestrategen groß gewesen.

Apple werde somit ein Stück normaler - habe man doch über fast zwei Jahrzehnte auf eine Dividendenzahlung verzichtet und stattdessen die Gewinne in neue Produkte investiert. Eine der Erfolgsstrategien von Apple-Gründer Steve Jobs. Doch auch unter Tim Cook müsse man sich nicht sorgen. Apple verdiene inzwischen so viel Geld, dass bequem Dividenden und Investitionen finanziert werden könnten. Ein vierstelliger Kurs müsse so gesehen also nicht dem Reich der Märchen entspringen.

Fantasie sei in dem Unternehmen und der Aktie nach wie vor enthalten. Wichtige Stichworte seien hier die endgültige Verknüpfung von TV und der Apple-Produktwelt sowie ein noch wenig beachteter Bereich: das liebe Geld. In dem Maße, in dem iPhone und iPad noch mehr in den Alltag einkehren würden, werde es auch im Bereich private Finanzen und Banking eine neue eigene Rolle finden. Die Patentanmeldung des iWallet habe ja jüngst die Branche fast schon elektrisiert. Noch sei daraus kein konkretes Produkt entwickelt, aber auch das werde kommen. Und man könne sicher sein, dass auch hier Apple einen Weg finden werde, an allen Produkten mitzuverdienen. Von daher würden die Analysten wohl auch in nächster Zukunft Monat um Monat ihre Kursziele nach oben setzen.

Ein vierstelliger Kurs bei der Apple-Aktie muss nicht dem Reich der Märchen entspringen, so Marc Schmidt von "Die Börsenblogger". (Analyse vom 29.03.2012) (29.03.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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